Saisonbedingte Entlastung im September auf dem Arbeitsmarkt im Erzgebirge

30.09.2026 | Presseinfo Nr. 41

Monatarbeitslose MenschenArbeitslosenquotefreie Arbeitsstellen
September9.234 (233 weniger)5,7 % (0,1% weniger)2.154 (44 mehr)
August9.4675,8 %2.110

107.243 Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig (Stichtag 31.03.2026)

Cordula Hartrampf-Hirschberg, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz:

Zitat:

„Im September sind 233 Personen weniger arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat. Das hat vor allem saisonale Gründe, wie dem Start des neuen Ausbildungsjahres, wodurch besonders die Zahl der unter 25-Jährigen zurückgegangen ist. Aber auch Neueinstellungen nach der Sommerpause in einzelnen Branchen tragen zu dem Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Erzgebirge bei. Eine langfristig wirkende Entlastung ist allerdings noch nicht erkennbar. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,7 Prozent zwar geringfügig niedriger als noch im August, aber auch um 0,3 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Positiv ist, dass sich trotz der wirtschaftlich nach wie vor angespannten Lage wieder mehr Menschen aus Arbeitslosigkeit abmelden konnten und einen Job gefunden haben als umgekehrt. Dies zeigt sich auch bei einem Blick auf den Stellenmarkt. Im September wurden 439 Arbeitsstellen neu gemeldet, ein Plus von 19,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat und ein deutliches Plus von 43,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wir als Agentur für Arbeit stehen sowohl Betrieben als auch Arbeitsuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Umschulungen und Qualifizierungen bleiben dabei ein Schwerpunktthema, um potentielle Fachkräfte und Betrieben möglichst passgenau zusammenzubringen.“

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Übersicht:

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz im September 2026 gesunken. 9.234 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 233 Personen weniger (-3 Prozent) als im August, aber 257 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,4 Prozent.

Unterbeschäftigung:

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im September bei 10.766 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat August (-233 Personen bzw. -2,1 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit September 2025 (90 Personen bzw. 0,8 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Dynamik am Arbeitsmarkt:

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.467 Personen (195 Personen weniger als im Vormonat, aber 113 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 5.767 Arbeitslose registriert (38 Personen weniger als im Vormonat, aber 144 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut. 

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.634 Personen arbeitslos. Davon kamen 530 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.854 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 660 eine Erwerbstätigkeit auf.

Stellenbestand leicht gestiegen:

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 439 Stellen wurden im September neu gemeldet (73 mehr als im Vormonat und 133 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 2.154 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Knapp 1.200 Beschäftigte weniger als im Vorjahr: 

Zum letzten Stichtag Ende März waren 107.243 Menschen im Agenturbezirk sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit sinkt die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 1.185 Personen (bzw. -1,1 Prozent). Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Immobilien, freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+1.123 bzw. +33,1%); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (–1.580 bzw. –4,9%).

Während die Zahl deutscher Beschäftigter weiterhin abnimmt, steigt die Zahl ausländischer Beschäftigter um 176 bzw. 2,7 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung im Agenturbezirk liegt aktuell bei 6,3 Prozent.