Frühjahrsbelebung hält an – Abstand zum Vorjahr bleibt

Daten im Überblick

Arbeitslosenzahl im April: -351 zu Vormonat (-4,0 Prozent) auf 8.468

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +401 (+5,0 Prozent)

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 bei 3,2 Prozent

Arbeitslosenquote im Vorjahr: 3,1 Prozent

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 32

„Die Frühjahrsbelebung hat im April weiter getragen. Mehr Menschen fanden wieder eine Beschäftigung oder kamen aus anderen Gründen aus der Arbeitslosigkeit heraus. Diese saisonübliche Dynamik reicht aber noch nicht, um die anhaltend schwächere Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr auszugleichen“, sagte Claudia Wolfinger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg. „Der Abstand bleibt sichtbar. Deshalb bewerten wir diesen saisonbedingten Aufschwungsmonat nicht sorgenfrei.“ Im Frühjahr kommt der Arbeitsmarkt fast immer in Bewegung, weil Betriebe nach dem Winter wieder stärker einstellen und saisonabhängige Branchen anlaufen.

Auffällig blieb bei der Arbeitslosigkeit der Unterschied zwischen den Rechtskreisen. Die Agentur für Arbeit (SGB III) betreut vor allem Menschen, die bis vor kurzem beschäftigt waren und vergleichsweise nah am Arbeitsmarkt standen. Die Jobcenter (SGBII) betreuen Menschen im Bürgergeld, die oft länger Unterstützung brauchen. „Der stärkere Druck lag im April erneut klar bei der Agentur für Arbeit“, sagte Wolfinger. „Dort lag die Arbeitslosigkeit weiter deutlich über dem Vorjahr. Das zeigt: Die schwächere Konjunktur kam vor allem bei Beschäftigten und Betrieben an und wirkt sich weiter stark auf den Arbeitsmarkt aus. Bei den Jobcentern blieb die Entwicklung dagegen weitgehend stabil.“

Für die kommenden Wochen zog Wolfinger eine nüchterne Bewertung: „Entscheidend wird sein, ob aus der saisonalen Belebung wieder mehr nachhaltige Beschäftigung entsteht. Wir tragen mit unseren Kernkompetenzen Vermittlung, Qualifizierung und Beratung dazu bei, Menschen und Betriebe möglichst passgenau zusammenzubringen.“

Stellenbestand zum Vormonat leicht gesunken

Die Arbeitgeber*innen meldeten dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Job­centern 683 neue Stellen im Laufe des Monats. Der Bestand offener Stellen ist mit 4.136 um 51 kleiner als im Vormonat. 

Der größte Anteil an freien Stellen im Bestand kommt mit 896 aus dem verarbeitenden Gewerbe. Danach folgt das Baugewerbe mit 564 offenen Arbeitsstellen. In der Arbeitnehmerüberlassung sind 485 Stellen zu besetzen und im Gesundheits- und Sozialwesen 476. Der Groß- und Einzelhandel meldet 371 Arbeitsplätze und das Gastgewerbe 200.

Arbeitslosenzahl bei Agentur für Arbeit weiter deutlich über Vorjahresniveau

Von den insgesamt 8.468 arbeitslos gemeldeten Menschen werden 4.942 und damit 58,4 Prozent von der Agentur für Arbeit betreut, 394 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Personen, die bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind, um 406 beziehungsweise 9,0 Prozent gestiegen.

Bei den Jobcentern sind derzeit 3.526 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 43 Personen mehr als im Vormonat und 5 weniger als im Vorjahr.

Stadt und Landkreise

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Ansbach

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Ansbach liegt bei 5,5 Prozent (Vormonat: 5,6 Prozent und Vorjahr: 5,0 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist im Vergleich zum Vormonat um 34 gesunken und liegt jetzt bei 1.309 Personen. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 99 zu.

Die Arbeitgeber*innen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im April 136 neue Stellen. Das sind 25 mehr als vor einem Monat. Insgesamt sind aus dem Stadtgebiet Ansbach 459 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 474).

Bei der Agentur für Arbeit sind 626 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 11 weniger als im Vormonat. Beim Jobcenter sind 683 Personen arbeitslos gemeldet und damit 23 weniger als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 98 Personen und im Bereich des Jobcenters um 1.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ansbach

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Ansbach liegt bei 3,1 Prozent (Vormonat: 3,2 Prozent und Vorjahr: 2,9 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen nahm im Vergleich zum Vormonat um 178 ab und liegt jetzt bei 3.375. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 226 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Ansbach meldeten dem Arbeitgeber-Service im April 214 neue Stellen und damit 80 weniger als vor einem Monat. Insgesamt sind 1.601 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 1.626).

Bei der Agentur für Arbeit sind mit 2.070 Personen 219 weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Beim Jobcenter sind 1.305 Personen arbeitslos gemeldet und damit 41 mehr als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 166 und im Bereich des Jobcenters 60 zu.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Roth

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Roth liegt bei 2,4 Prozent (Vormonat: 2,4 Prozent, Vorjahr: 2,5 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist mit 1.777 im Vergleich zum Vormonat um 26 und im Vergleich zum Vorjahr um 39 gesunken.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Roth meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im April 211 neue Stellen, das sind 25 weniger als vor einem Monat. Insgesamt sind 1.167 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 1.150)

Bei der Agentur für Arbeit sind 1.140 Personen arbeitslos gemeldet, das sind im Vormonatsvergleich 37 Personen weniger. Beim Jobcenter sind 637 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 11 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 15 Personen zugenommen und im Bereich des Jobcenters um 54 abgenommen.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt bei 3,7 Prozent (Vormonat: 3,9 Prozent, Vorjahr: 3,4 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist im Vergleich zum Vormonat um 113 gesunken und liegt bei 2.007. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 115 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Landkreises Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im April 122 neue Stellen, das sind 56 weniger als vor einem Monat. Insgesamt sind 909 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 937).

Bei der Agentur für Arbeit sind 1.106 Personen arbeitslos gemeldet, das sind im Vormonatsvergleich 127 Personen weniger. Beim Jobcenter sind mit 901 Personen 14 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 127 Personen zu, im Bereich des Jobcenters nahm sie um 12 Personen ab.