Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind im Agenturbezirk Ansbach-Weißenburg über 1.500 Ausbildungsstellen unbesetzt. Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag haben damit auch kurzfristig noch gute Chancen auf einen Einstieg.
Die Ausgangslage auf dem Ausbildungsmarkt ist für junge Menschen insgesamt wie gewohnt günstig. Vergleichbar mit den vergangenen Jahren kommen auf zehn gemeldete Bewerber*innen rund 13 gemeldete Ausbildungsstellen. Damit übersteigt das Angebot weiterhin spürbar die Zahl der Ausbildungssuchenden. Gleichzeitig sind auch kurz vor dem Ausbildungsstart noch knapp zwei Fünftel aller im Agenturbezirk gemeldeten Stellen unbesetzt.
„Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz hat, ist keineswegs zu spät dran“, sagt Bettina Fröhlich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg. „Bewerber*innen haben weiterhin gute Karten. Wer bei Beruf, Betrieb oder Arbeitsweg etwas Flexibilität mitbringt, vergrößert seine Möglichkeiten noch einmal deutlich.“ Dazu kommt, dass Betriebe Stellen häufig auch noch nach dem regulären Ausbildungsbeginn besetzen.
Fröhlich ergänzt: „Auch in Zeiten einer angespannten wirtschaftlichen Lage wollen unsere Unternehmen ausbilden. Das ist ein starkes Signal für die Region. Die Zahl der Stellenmeldungen ist nahezu identisch zu den Vorjahren. Eine Berufsausbildung bietet für junge Menschen weiter eine hervorragende Perspektive – und Unternehmen können so der schwierigen Fachkräftesuche begegnen und bestenfalls ihre Mitarbeitenden von morgen selbst gewinnen und prägen.“
Dass im Sommer neben offenen Ausbildungsstellen auch noch Jugendliche ohne Ausbildungsplatz gemeldet sind, gehöre zum üblichen Verlauf des Ausbildungsmarktes, erläutert Fröhlich. Entscheidungen fallen demnach teilweise erst spät, unter anderem weil Jugendliche häufig mehrere Möglichkeiten parallel verfolgen und eine finale Entscheidung hinauszögern.
Nicht immer passen bei Bewerber*innen und Betrieben die Anforderungen und Voraussetzungen auf den ersten Blick vollständig zusammen. Genau hier kann die Agentur für Arbeit unterstützen: Die Berufsberatung hilft Jugendlichen dabei, Alternativen zu prüfen und passende Ausbildungsstellen zu finden. Der Arbeitgeber-Service berät Betriebe bei der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften und zu verschiedenen Fördermöglichkeiten. Wenn die grundsätzliche Eignung stimmt, können Unterstützungsangebote dabei helfen, bestehende Hürden beim Einstieg in die Ausbildung zu überwinden.
Besonders viele unbesetzte Ausbildungsstellen gibt es im Agenturbezirk derzeit als Kaufmann oder -frau im Einzelhandel, Verkäufer*in, Kauffrau oder -mann für Büromanagement, als Maurer*in und als Fleischerei-Fachverkäufer*in.
Jugendliche ohne Ausbildungsplatz können sich auch kurzfristig an die Berufsberatung der Agentur wenden. Betriebe mit offenen Ausbildungsstellen können freie Plätze weiterhin beim Arbeitgeber-Service melden und sich zu Besetzungs- und Fördermöglichkeiten beraten lassen.
Regionale Textbausteine und Daten (zum Ersetzen oder Ergänzen):
Stadt Ansbach:
136 von 458 gemeldeten Stellen noch unbesetzt (Berichtsmonat Juli)
Auf 10 gemeldete Stellen kommen 15 Bewerber*innen
(Betrachtung für Stellenverhältnis: Gesamtzahl von Start des Ausbildungsjahres bis einschließlich Juli – Stellen besetzt und unbesetzt, Bewerber*innen versorgt und unversorgt)
Die häufigsten unbesetzten Ausbildungsstellen in der Stadt Ansbach sind derzeit in den folgenden Berufen gemeldet: Als Kaufmann oder -frau im Einzelhandel, Verkäufer*in, Medizinische*r Fachangestellte*r, Bankkauffrau oder -mann, Kaufmann oder -frau für Büromanagement und KFZ-Mechatroniker*in.
Landkreis Ansbach:
682 von 1482 gemeldeten Stellen noch unbesetzt (Berichtsmonat Juli)
Auf 10 gemeldete Stellen kommen gut 13 Bewerber*innen
(Betrachtung für Stellenverhältnis: Gesamtzahl von Start des Ausbildungsjahres bis einschließlich Juli – Stellen besetzt und unbesetzt, Bewerber*innen versorgt und unversorgt)
Die häufigsten unbesetzten Stellen im Landkreis Ansbach sind: Als Kaufmann oder -frau im Einzelhandel, Verkäufer*in, Fachkraft für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer*in und Maurer*in.
Landkreis Roth:
425 von 1124 gemeldeten Stellen noch unbesetzt (Berichtsmonat Juli)
Auf 10 gemeldete Stellen kommen gut 14 Bewerber*innen
(Betrachtung für Stellenverhältnis: Gesamtzahl von Start des Ausbildungsjahres bis einschließlich Juli – Stellen besetzt und unbesetzt, Bewerber*innen versorgt und unversorgt)
Die häufigsten unbesetzten Ausbildungsstellen im Landkreis Roth sind derzeit in den folgenden Berufen gemeldet: Als Kaufmann oder -frau im Einzelhandel, Verkäufer*in, Fachkraft für Lagerlogistik, Maurer*in und Anlagenmechaniker*in im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen:
385 von 1042 gemeldeten Stellen noch unbesetzt (Berichtsmonat Juli)
Auf 10 gemeldete Stellen kommen gut 12 Bewerber*innen
(Betrachtung für Stellenverhältnis: Gesamtzahl von Start des Ausbildungsjahres bis einschließlich Juli – Stellen besetzt und unbesetzt, Bewerber*innen versorgt und unversorgt)
Die häufigsten unbesetzten Ausbildungsstellen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind derzeit in folgenden Berufen gemeldet: Als Kaufmann oder -frau im Einzelhandel, Verkäufer*in, Industriemechaniker*in, Kaufmann oder -frau für Büromanagement und Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r.
Für Infokasten:
Infos und Kontaktdaten
Berufsberatung:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/ansbach-weissenburg/berufsberatung
Arbeitgeber-Service:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/ansbach-weissenburg/unternehmen/ags