Zarte Frühlingsgefühle auf dem Arbeitsmarkt

28.03.2024 | Presseinfo Nr. 17

Arbeitsmarkt
„Der Frühling bereitet sich in der Natur und auf dem Arbeitsmarkt aus. Wir verzeichnen einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen von Februar auf März. Insgesamt betrachtet haben wir 325 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 1.164 mehr gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zunahme betrifft beide Rechtskreise unterschiedlich stark und verteilt sich in diesem Monat im Verhältnis 90 Prozent SGB III und zehn Prozent SGB II. Weiterhin ist der stärkste Anstieg bei den ausländischen Arbeitslosen zu sehen. Unsere Arbeitslosenstatistik weist für diesen Monat 16.497 Arbeitslose und eine Quote von weiterhin 4,2 Prozent aus (März 2023: 3,9 Prozent)“, berichtet Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) schreibt diesen Monat über den Arbeitsmarkt: „Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) setzt seine trendmäßige Verbesserung im März fort. Eine Entlassungswelle gibt es nicht. Der stabile Arbeitsmarkt sichert die Einkommen und bewahrt die Volkswirtschaft damit vor einer ausgeprägten Rezession. Aber mehr eben auch nicht. Die Signale verbessern sich, aber kurzfristig werden die Arbeitslosenzahlen weiter steigen.“

„Der Stellenbestand rutscht weiter deutlich nach unten. Wir haben derzeit 5.435 offene Stellen, das 165 weniger als vor einem Monat und 854 oder 13,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Trotzdem findet sich weiterhin eine große Auswahl freier Stellen und gerade in den Berufssegmenten Verkehr und Logistik sowie in den fertigungstechnischen Berufen wird verstärkt Personal gesucht. Das ist auch für Geflüchtete eine Chance, auf dem hiesigen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. In diesem Monat werden verstärkt weitere Aktionen für Geflüchtete stattfinden. In Thierhaupten wird es z.B. eine Jobbörse mit Shuttle Service geben. Geflüchtete Menschen werden mit dem Bus von Arbeitgeber zu Arbeitgeber gefahren. Diese erzählen etwas über ihr Unternehmen und stellen die zu besetzenden Stellen vor. Eine weitere gute Nachricht sind die aktuellen Zahlen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zum Stand September 2023 üben fast 276.000 Menschen eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aus. Der Zuwachs wird fast vollständig von den ausländischen Beschäftigten getragen“, erzählt Elsa Koller-Knedlik.

Arbeitsmarkt März
Besondere Personengruppen
Verglichen mit März 2023 nahm die Arbeitslosigkeit bei fast allen zu. Die Veränderung schwankte zwischen minus 0,3 Prozent bei den Jugendlichen bis hin zu plus 12,4 Prozent bei den Ausländern:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 1.539 (minus 4, minus 0,3 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 6.020 (plus 189, plus 3,2 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 3.937 (plus 168, plus 4,5 Prozent)
  • Ausländer: 6.719 (plus 742, plus 12,4 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 1.511 (plus 158, plus 11,7 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 716 oder 3,3 Prozent. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Unter bisheriger Betrachtung haben wir 16.497 registrierte arbeitslose Personen. Dazu müssten weitere 5.945 Personen gerechnet werden. In der Summe wären das dann 22.442 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent (Vormonat 5,6 Prozent, Vorjahr 5,5 Prozent) entspräche. Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (897), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (925), kurzfristig erkrankt sind (583), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 2.660, Schritt für Schritt beenden immer mehr Geflüchtete die Kurse und stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung), vorruhestandsähnliche Regelungen (497) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (194) gefördert werden.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 30. September 2023 waren 275.892 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2.546 oder 0,9 Prozent mehr als zum 30. September 2022. Derzeit gehen 86.750 (31,4 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 189.142 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 38.563 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (14,0 Prozent), 168.128 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (60,9 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (16,9 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen und die der Männer nahm zu. Derzeit sind 144.586 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 1.193 oder 0,8 Prozent. Die Zahl arbeitender Frauen nahm ebenfalls zu: um 1.353 oder 1,0 Prozent auf 131.306 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm auch zu: um 2.439 oder 4,8 Prozent auf 53.512. Somit kommt fast der komplette Beschäftigungszuwachs den ausländischen Beschäftigten zugute.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Mit Ausnahme des Baugewerbes verzeichnen alle Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 364 oder plus 0,6 Prozent): 57.426
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 898 oder plus 2,3 Prozent): 40.774
  • Handel (plus 639 oder plus 1,7 Prozent): 38.221
  • Verkehr und Lagerei (plus 225 oder plus 1,2 Prozent): 18.319
  • Baugewerbe (minus 280 oder minus 1,6 Prozent): 16.718
  • öffentliche Verwaltung (plus 79 oder plus 0,5 Prozent): 14.997

Die Arbeitnehmerüberlassung verzeichnet ein Minus zum Vorjahresstichtag von 292 Personen oder 3,8 Prozent. Dieser Wirtschaftszweig zählt nun 7.366 Beschäftigte, was einem Anteil von 2,7 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht.

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Regionaler Arbeitsmarkt

Stadt Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen wieder unter 10.000
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 5,8 Prozent

In der Stadt Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 9.955. Das sind 236 oder 2,3 Prozent weniger als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 5,8 Prozent (5,9 Prozent im Vormonat). Im März 2023 betrug die Arbeitslosenquote 5,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 710 Arbeitslose (plus 7,7 Prozent) mehr. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 706 Personen oder 19,6 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 4 Personen oder 0,1 Prozent (was der niedrigste Anstieg aller drei Kommunen ist) im Vergleich zum Vorjahr.

Besondere Personengruppen
Verglichen mit März 2023 nahm die Arbeitslosigkeit bei fast allen zu. Die Bandbreite reichte von minus 6,5 Prozent bei den Jugendlichen bis plus 12,7 Prozent bei den Ausländern:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 903 (minus 63, minus 6,5 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 3.416 (plus 219, plus 6,9 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 2.757 (plus 147, plus 5,6 Prozent)
  • Ausländer: 4.612 (plus 520, plus 12,7 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 819 (plus 85, plus 11,6 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 145 oder 1,1 Prozent. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 9.955 Personen. Hierzu müssten weitere 3.318 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 13.273 und wäre eine Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent (Vormonat 7,7 Prozent, Vorjahr 7,6 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (515), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (493), kurzfristig erkrankt sind (321), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 1.369), vorruhestandsähnliche Regelungen (365) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (100) gefördert werden.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 30. September 2023 waren 151.862 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1.256 oder 0,8 Prozent mehr als zum 30. September 2022. Derzeit gehen 49.954 (32,9 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 101.908 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 20.331 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,4 Prozent), 86.881 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (57,2 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (22,2 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen und Männer nahm zu. Derzeit sind 75.002 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 687 oder 0,9 Prozent. Die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 569 oder 0,7 Prozent auf 76.860 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 1.153 oder 4,6 Prozent auf 26.363.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Mit Ausnahme von der öffentlichen Verwaltung und dem Baugewerbe verzeichnen alle Zuwächse:

  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 541 oder plus 2,1 Prozent): 28.622
  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 351 oder plus 1,4 Prozent): 25.948
  • Handel (plus 71 oder plus 0,4 Prozent): 16.004
  • öffentliche Verwaltung (minus 86 oder minus 0,9 Prozent): 9.495
  • Verkehr und Lagerei (plus 216 oder plus 3,0 Prozent): 7.533
  • Baugewerbe (minus 229 oder minus 4,2 Prozent): 5.261

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Augsburg

  • Zahl der Arbeitslosen weiter über 4.000
  • Arbeitslosenquote verharrt auf 3,0 Prozent

Im Landkreis Augsburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 4.383. Das sind 25 oder 0,6 Prozent weniger als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 3,0 Prozent (3,0 Prozent im Vormonat). Im März 2023 betrug die Arbeitslosenquote 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 342 Arbeitslose (plus 8,5 Prozent) mehr. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 253 oder 10,7 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 89 Personen oder 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besondere Personengruppen
Im Landkreis nahm in diesem Monat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr nur bei den Älteren ab. Die Bandbreite reichte minus 1,8 Prozent bei den Älteren bis plus 23,0 Prozent bei den Jugendlichen:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 455 (plus 85, plus 23,0 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 1.673 (minus 31, minus 1,8 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 773 (plus 50, plus 6,9 Prozent)
  • Ausländer: 1.407 (plus 143, plus 11,3 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 454, (plus 39, plus 9,4 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 390 oder 6,7 Prozent. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 4.383 Personen. Hierzu müssten weitere 1.812 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 6.195 und wäre eine Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent (Vormonat 4,2 Prozent, Vorjahr 4,0 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (245), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (324), kurzfristig erkrankt sind (207), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 838), vorruhestandsähnliche Regelungen (108) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (61) gefördert werden.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 30. September 2023 waren 84.305 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 559 oder 0,7 Prozent mehr als zum 30. September 2022. Derzeit gehen 24.282 (28,8 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 60.023 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 12.918 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (15,3 Prozent), 54.321 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (64,4 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (10,4 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 48.517 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 317 oder 0,7 Prozent. Auch die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 242 oder 0,7 Prozent auf 35.788 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 834 oder 4,5 Prozent auf 19.551.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Einige verzeichnen Rückgänge:

  • Verarbeitendes Gewerbe (minus 102 oder minus 0,5 Prozent): 21.126
  • Handel (plus 229 oder plus 1,5 Prozent): 15.159
  • Verkehr und Lagerei (minus 160 oder minus 1,8 Prozent): 8.704
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 239 oder plus 3,3 Prozent): 7.417
  • Baugewerbe (minus 24 oder minus 0,3 Prozent): 7.097
  • öffentliche Verwaltung (plus 108 oder plus 3,4 Prozent): 3.241

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Landkreis Aichach-Friedberg

  • Zahl der Arbeitslosen weiter über 2.000
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 2,7 Prozent

Im Landkreis Aichach-Friedberg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 2.159. Das sind 64 oder 2,9 Prozent weniger als einen Monat zuvor und entspricht einer Quote von 2,7 Prozent (2,8 Prozent im Vormonat). Im März 2023 betrug die Arbeitslosenquote 2,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 112 Arbeitslose (plus 5,5 Prozent) mehr. Wenn wir uns die beiden Rechtskreise anschauen, bedeutet dies für den SGB-III-Bereich ein Plus von 83 Personen oder 6,5 Prozent und für den SGB-II-Bereich ein Plus von 29 Personen oder 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besondere Personengruppen
Im Landkreis Aichach-Friedberg nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr bei den Jugendlichen und den Langzeitarbeitslosen ab. Die Bandbreite über alle Gruppen hinweg ging von minus 12,6 Prozent bei den Jugendlichen bis plus 16,7 Prozent bei den Menschen mit Behinderung:

  • Jugendliche unter 25 Jahre: 181 (minus 26, minus 12,6 Prozent)
  • Ältere ab 50 Jahre: 931 (plus 1, plus 0,1 Prozent)
  • Langzeitarbeitslose: 407 (minus 29, minus 6,7 Prozent)
  • Ausländer: 700 (plus 79, plus 12,7 Prozent)
  • Schwerbehinderte Menschen: 238 (plus 34, plus 16,7 Prozent)

Unterbeschäftigung:

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die sog. Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: um 181 oder 6,5 Prozent. Darin enthalten sind Personen, die eigentlich auch zu den Arbeitslosen gezählt werden müssten. Registrierte Arbeitslose sind unter bisheriger Betrachtung 2.159 Personen. Hierzu müssten weitere 815 Personen gerechnet werden, das ergäbe eine Zahl von 2.974 und wäre eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent (Vormonat 3,9 Prozent, Vorjahr 3,6 Prozent). Das sind u.a. Personen, die eine Weiterbildung machen (137), eine berufliche Eingliederungsmaßnahme durchlaufen (108), kurzfristig erkrankt sind (55), eine Fremdförderung erhalten (z.B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 453), vorruhestandsähnliche Regelungen (24) sowie Selbstständige, die mit einem Existenzgründungszuschuss (32) gefördert werden.

Beschäftigtenentwicklung*

Am Stichtag 30. September 2023 waren 39.725 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 731 oder 1,9 Prozent mehr als zum 30. September 2022. Derzeit gehen 12.514 (31,5 Prozent) einer Teilzeitbeschäftigung und 27.211 Personen einer Vollzeitbeschäftigung nach. 5.314 aller Beschäftigten haben keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (13,4 Prozent), 26.926 verfügen über einen anerkannten Berufsabschluss (67,8 Prozent) und der Rest verteilt sich auf akademische Abschlüsse (10,3 Prozent) bzw. konnte nicht ermittelt werden.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männer und Frauen nahm zu. Derzeit sind 21.067 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das ist ein Plus von 189 oder 0,9 Prozent. Die Zahl arbeitender Frauen nahm zu: um 542 oder 3,0 Prozent auf 18.658 sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer nahm ebenfalls zu: um 452 oder 6,3 Prozent auf 7.598.

Wie schaut es in den einzelnen Wirtschaftszweigen aus? Mit Ausnahme des Baugewerbes verzeichnen alle Zuwächse:

  • Verarbeitendes Gewerbe (plus 115 oder plus 1,1 Prozent): 10.352
  • Handel (plus 339 oder plus 5,0 Prozent): 7.058
  • Gesundheits- und Sozialwesen (plus 118 oder plus 2,6 Prozent): 4.735
  • Baugewerbe (minus 27 oder minus 0,6 Prozent): 4.360
  • öffentliche Verwaltung (plus 57 oder plus 2,6 Prozent): 2.261
  • Verkehr und Lagerei (plus 169 oder plus 8,8 Prozent): 2.082

*Den Schwerpunkt der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) bildet die Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Der Bestand wird auf Basis der Meldungen zur Sozialversicherung monatlich mit sechs Monaten Wartezeit ermittelt. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

Fazit:

  • Die Arbeitslosenquote ist in diesem Monat in der Stadt Augsburg und im Landkreis Aichach-Friedberg um je 0,1 Prozentpunkte gesunken und im Landkreis Augsburg gleichgeblieben.
  • Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt Augsburg um 0,3 Prozentpunkte, im Landkreis Augsburg um 0,2 Prozentpunkte und im Landkreis Aichach-Friedberg um 0,1 Prozentpunkte gestiegen.
  • Die Zahl der Langzeitarbeitslosen zum Vorjahr ist wieder nur im Landkreis Aichach-Friedberg gesunken.
  • Die Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist nur dank ausländischer Arbeitnehmer möglich.

Ausbildungsstellenmarkt

  • Seit Oktober 2.501 gemeldete Bewerber und 3.261 Berufsausbildungsstellen
  • 130 Ausbildungsplätze pro 100 Bewerber

Betriebe und Verwaltungen meldeten seit Oktober für das Berufsberatungsjahr 2023/2024 3.261 Berufsausbildungsstellen. Das sind 163 oder 4,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (3.424). Für eine Ausbildungsstelle haben sich 2.501 junge Menschen bei der Arbeitsagentur Augsburg vormerken lassen. Die Zahl der Bewerber stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 153 oder 6,5 Prozent (2.348). Statistisch gesehen stehen 100 Ausbildungsbewerbern 130 Ausbildungsplätze gegenüber.

Ende März waren 1.687 Bewerber noch unversorgt und 1.837 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

Stadt Augsburg:

  • 1.695 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 64 oder 3,6 Prozent weniger
  • 1.235 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 18 oder 1,5 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 137 Ausbildungsstellen
  • 866 unversorgte Bewerber
  • 900 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

Landkreis Augsburg:

  • 1.128 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 69 oder 5,8 Prozent weniger
  • 975 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 111 oder 12,8 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 116 Ausbildungsstellen
  • 649 unversorgte Bewerber
  • 681 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

Landkreis Aichach-Friedberg:

  • 438 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 30 oder 6,4 Prozent weniger
  • 291 Jugendliche suchen eine Ausbildungsstelle, 24 oder 9,0 Prozent mehr
  • Verhältnis 100 Bewerber zu 151 Ausbildungsstellen
  • 172 unversorgte Bewerber
  • 256 unbesetzte Berufsausbildungsstellen

Freie Ausbildungsstellen und Stellen können Sie der Agentur für Arbeit bequem und einfach über unsere Online-Services melden: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/arbeitskraefte/stellenangebot-melden

Weitere Informationen finden Betriebe ebenfalls über das Internet unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen.

Unseren Arbeitsmarktreport finden Sie im Internet unter: www.arbeitsagentur.de/vor-ort/augsburg/statistik