Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im April gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen, wobei eine echte Frühjahrsbelebung nicht in Sicht ist. Die Zahl der Arbeitslosen liegt zum Ende des Monats bei 8.280 und somit um 63 niedriger als im März. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,2 Prozent (Vormonat: 4,3 Prozent). Sie ist noch immer die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 6,0 Prozent).
Beim Vergleich zum Vorjahr wird weiterhin die schwächere Konjunktur sichtbar: Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda stieg gegenüber dem April vergangenen Jahres um 520, bzw. 6,7 Prozent an. Vom Anstieg überproportional betroffen sind jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren (+12,8 Prozent) und ältere Arbeitslose über 55 Jahren (+10,1 Prozent). Aktuell häufiger arbeitslos als in der Vergangenheit sind auch Menschen mit akademischem Berufsabschluss. Laut Karsten Hesse, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, stehen diesem Personenkreis trotz der zumeist hohen Spezialisierung viele Türen offen: „Bei Bedarf können wir individuelle Coachings finanzieren. Darüber hinaus ist beispielsweise der Weg in eine Selbständigkeit eine Möglichkeit, den wir durch einen Gründungszuschuss finanziell begleiten. Nicht zuletzt können wir helfen, deutschland- oder europaweit einen beruflichen Ansatz zu finden.“
Mehr freie Stellen als vor einem Jahr und viele freie Ausbildungsstellen
Trotz der schwächeren Konjunktur bestehen gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung. Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg insgesamt 2.427 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 201 mehr als vor einem Jahr. Möglichkeiten – vor allem für ausgebildete Fachkräfte – gibt es in vielen unterschiedlichen Berufen (s. Landkreise).
Wie sich der Arbeitsmarkt im April 2026 in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg entwickelte, erfahren Sie hier.