Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im Mai gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda liegt zum Ende des Monats bei 8.190 und somit um 90 niedriger als im April. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 4,2 Prozent (Vorjahr: 4,0 Prozent). Sie ist noch immer die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 5,9% Prozent).
Beim Vergleich zum Vorjahr wird die schwächere Konjunktur sichtbar: Die Anzahl der arbeitslosen Personen stieg gegenüber dem Mai vergangenen Jahres insgesamt um 428, bzw. 5,5 Prozent an. Bei der Agentur für Arbeit nehmen derzeit 3.444 Menschen die Leistungen ihrer Arbeitslosenversicherung in Anspruch – das sind 540 mehr als vor einem Jahr (+18,6 Prozent). Die Jobcenter der Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg zählen mit 4.746 erwerbslosen Personen 112 weniger als vor einem Jahr (-2,3 Prozent).
Die Arbeitslosigkeit stieg nahezu in allen Personengruppen, insbesondere bei Männern, bei älteren Personen über 55 Jahren sowie bei jüngeren Menschen unter 25 Jahren. Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, weist auf die Bedeutung einer fundierten Ausbildung hin: „Wer nach dem Schulabschluss in Helferjobs schnell Geld verdienen möchte, der denkt zu kurz. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nach wie vor der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit, und gerade in unserer Region bieten sich sehr viele Möglichkeiten.“ Denn: Neben 2.526 freien Arbeitsstellen im Agenturbezirk, sind für den Ausbildungsbeginn im Sommer bei der Agentur für Arbeit in Fulda noch über 1.000 freie Ausbildungsstellen gemeldet. Sie rät: „Wer nicht in seinem Wunschberuf fündig wird, der sollte nach ähnlichen Berufen Ausschau halten.“ Unterstützung leistet die Berufsberatung der Arbeitsagentur (Kontaktdaten s. u.).
Wie sich der Arbeitsmarkt in den zum Agenturbezirk gehörenden Landkreisen entwickelte, erfahren Sie hier.