Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im Juni gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda liegt zum Ende des Monats bei 8.133 und somit um 57 niedriger als im Mai. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 4,2 Prozent (Vorjahr: 3,9 Prozent). Sie ist noch immer die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 5,8% Prozent).
Beim Vergleich zum Vorjahr wird die schwächere Konjunktur sichtbar: Die Anzahl der arbeitslosen Personen stieg gegenüber dem Juni vergangenen Jahres insgesamt um 482, bzw. 6,3 Prozent an. Bei der Agentur für Arbeit nehmen derzeit 3.426 Menschen die Leistungen ihrer Arbeitslosenversicherung in Anspruch – das sind 552 mehr als vor einem Jahr (+19,2 Prozent). Die Jobcenter der Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg zählen mit 4.707 erwerbslosen Personen 70 weniger als vor einem Jahr (-1,5 Prozent).
Die Arbeitslosigkeit stieg gegenüber dem Vorjahresmonat nahezu in allen Personengruppen. Prozentual am stärksten war das Plus bei Personen unter 25 Jahren (+16,1 Prozent). Lediglich bei Menschen ohne deutschen Pass ist die Arbeitslosigkeit gesunken.
„Menschen mit Migrationsgeschichte kommen zunehmend auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region an. In vielen Branchen könnten viele Leistungen ohne die Unterstützung aus dem Ausland bereits heute nicht mehr erbracht werden“, erklärt Katharina Henkel, Leiterin der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Das Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Agenturbezirk in den vergangenen zehn Jahren wurde ausschließlich durch Personen getragen, die aus einem anderen Land zu uns gekommen sind. Im Landkreis Fulda hat mittlerweile jeder siebte Beschäftigte einen Migrationshintergrund, in Hersfeld-Rotenburg nahezu jeder sechste.
In beiden Landkreisen stellen zugewanderte Menschen auch eine feste Größe auf dem Ausbildungsmarkt dar.
Wie sich der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg entwickelte, erfahren Sie hier.