Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im Juli gegenüber dem Vormonat saisonbedingt angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda liegt zum Ende des Monats bei 8.482 und somit um 349 höher als im Juni. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 4,3 Prozent (Vormonat: 4,2 Prozent; Vorjahr: 3,9 Prozent).
Beim Vergleich zum Vorjahr wird die schwächere Konjunktur sichtbar: Die Anzahl der arbeitslosen Personen erhöhte sich gegenüber Juli 2025 um 479, bzw. 6,0 Prozent. Bei der Arbeitsagentur nehmen derzeit 3.798 Menschen die Leistungen ihrer Arbeitslosenversicherung in Anspruch. Das sind 611 mehr als vor einem Jahr (+19,2 Prozent). Die Jobcenter der Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg zählen mit 4.684 erwerbslosen Personen 132 weniger (-2,7 Prozent).
Trotz der negativen Konjunkturentwicklung sind Möglichkeiten vorhanden: Dem Arbeitgeberservice liegen im Agenturbezirk 2.555 freie Stellen vor und damit 257 mehr als im Juli des vergangenen Jahres. Da ein Großteil dieser Stellen sich an Fachkräfte richtet, unterstützt die Arbeitsagentur arbeitslose und in größerem Umfang auch beschäftigte Menschen durch sogenannte „abschlussorientierte Qualifizierungen“. Diese sind speziell für Ungelernte oder Beschäftigte auf Helferniveau konzipiert, um Fähigkeiten und Kenntnisse in einem bestimmten Berufsfeld zu verbessern. In den nächsten Wochen starten solche Qualifizierungen in beiden Landkreisen. Kurzentschlossene sollten einen Beratungstermin bei der Arbeitsagentur buchen (Kontakt s. rechts).
Auch ein Start in die Ausbildung ist weiterhin möglich. Im Agenturbezirk gibt es noch mehr als 750 freie Ausbildungsstellen. In vielen Bereichen bestehen gute Chancen.
Wie sich der Arbeitsmarkt in den zum Agenturbezirk gehörenden Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg im Juli 2026 entwickelte, erfahren Sie hier.