Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im August gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda liegt zum Ende des Monats bei 8.419 und somit um 63 niedriger als im Juli. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent).
Beim Vergleich zum Vorjahr wird die schwächere Konjunktur sichtbar: Die Anzahl der arbeitslosen Personen erhöhte sich gegenüber August 2025 um 373, bzw. 4,6 Prozent. Bei der Arbeitsagentur nehmen derzeit 3.675 Menschen die Leistungen ihrer Arbeitslosenversicherung in Anspruch. Das sind 523 mehr als vor einem Jahr (+16,6 Prozent). Die Jobcenter der Landkreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg zählen mit 4.744 erwerbslosen Personen 150 weniger (-3,1 Prozent).
„Trotz der weiterhin geschwächten Konjunktur sehen wir Bewegung am Arbeitsmarkt“, erklärt Katharina Henkel, Leiterin der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, und belegt dies mit Zahlen. So haben sich im August 145 mehr aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet als im Vorjahr. Zugleich konnten mit 148 mehr als vor einem Jahr die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden.
Möglichkeiten gibt es: Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen derzeit in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg insgesamt 2.513 freie Stellen vor und damit 207 mehr als im August des vergangenen Jahres. Besonders gute Chancen bestehen insgesamt in Baubereich sowie im Einzelhandel und im Gesundheitswesen.
Da sich ein Großteil der freien Stellen an Fachkräfte richtet, weist Agenturchefin Katharina Henkel erneut auf die große Bedeutung einer fundierten Ausbildung hin und bestätigt: „Auch Menschen, deren Schulabschluss schon länger zurückliegt, können sich mit Unterstützung unserer Arbeitsagentur qualifizieren.“
Wie sich der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg im August 2026 entwickelte, erfahren Sie hier.