Während traditionelle Industriezweige Stellen abbauen und die Frühjahrsbelebung ausbleibt, verzeichnen Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und soziale Institutionen einen historischen Höchststand an Beschäftigten – und gleichzeitig einen großen Bedarf an neuen Talenten.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Agentur für Arbeit Bad Homburg einen besonderen Talk im BiZ.
📆 11. Juni 2026
⏰ 19 Uhr
🏢 Berufsinformationszentrum Bad Homburg
Ober-Eschbacher-Str. 109
61352 Bad Homburg
❗ Der Eintritt ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich
Die Veranstaltung bietet Jugendlichen Orientierung und zeigt krisenfeste Karrierewege in den Branchen Pflege, Medizin und Soziales auf.
„Wer sich heute für eine Ausbildung in der Pflege, der Medizin oder im sozialen Bereich entscheidet, wählt einen Job mit Zukunftssicherung“, erklärt Matthias Oppel, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Homburg. „In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit und der Transformation durch Künstliche Intelligenz bieten diese Berufe etwas, das keine Software ersetzen kann: menschliche Empathie kombiniert mit Professionalität.“
Die Veranstaltung bietet auch die Möglichkeit sich über die Weiterentwicklungen der Branche zu informieren. Interessierte können etwas über die Weiterentwicklung der Pflegeausbildung und neue digitale Prozesse – wie beispielsweise der elektronischen Patientenakte – erfahren.
Unternehmen der Region bieten Interessierten die Gelegenheit zum Gespräch und die Berufsberatung steht für alle Fragen rund um das Thema Berufsorientierung bereit.
Der Anteil an Beschäftigten in den Pflegeberufen lag mit 1.666.618 Beschäftigten deutschlandweit bei 4,8 Prozent. In Hessen waren 118.417 Beschäftigte (4,5 Prozent) in den Pflegeberufen beschäftigt. Im Agenturbezirk Bad Homburg lagen die Quoten mit 4,5 Prozent (Hochtaunuskreis), 2,5 Prozent (Main-Taunus-Kreis) und 3,2 Prozent (Landkreis Groß-Gerau) sowohl unter dem Landes- als auch unter dem Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2025 waren im Agenturbezirk Bad Homburg 3 Prozent der offenen gemeldeten Stellen im Bereich der Pflegeberufe gemeldet. Der Bedarf lag damit unter dem Bundesdurchschnitt (4,9 Prozent der gemeldeten Stellen) und unter dem Hessendurchschnitt (4,4 Prozent). Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bedarf weiterhin hoch ist. Die Unternehmen sind nicht verpflichtet ihre offenen Stellen den Agenturen für Arbeit zu melden, daher kann der tatsächliche Bedarf an Pflegekräften höher ausfallen. |