Erste Zeichen des Frühjahrs am Arbeitsmarkt

- Stagnation der Arbeitslosigkeit – Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 6,5 Prozent
- Weniger Anmeldungen in Arbeitslosigkeit, mehr Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit 
- Nachfrage nach Arbeitskräften ist gestiegen

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 10

Im Januar war die Arbeitslosigkeit deutlich angestiegen. Im Februar hat sich diese Entwicklung nicht fortgesetzt, die Arbeitslosenquote blieb gleich. Hinter der vermeintlichen Starre bewegt sich dennoch einiges. So mussten sich in diesem Monat deutlich weniger Menschen, die vorher erwerbstätig waren,  arbeitslos melden. Gleichzeitig konnte wieder häufiger Arbeitslosigkeit durch Beschäftigung beendet werden. Damit deutet sich bereits eine gewisse Entlastung zum Frühjahr hin an. 
Laut Edeltraud Nikodemus, Leiterin der Arbeitsagentur Bad Kreuznach, wird dies aktuell durch die erfreulich gestiegene Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften untermauert. Dabei signalisierte die Gesundheitsbranche deutlich höheren Bedarf. Die beschäftigungsstärkste Branche an der Nahe und insbesondere in Bad Kreuznach mit ihren Kliniken und einer Vielzahl an Pflegeeinrichtungen ist ein Garant für die Stabilität des Arbeitsmarktes. Dies wird durch ein Wachstum an Beschäftigung von zuletzt rund 100 Personen oder einem Prozent und steigendem Personalbedarf belegt.

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach im Februar 2026 kaum verändert. 12 343 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1 Person weniger als im Januar und 790 Personen (+ 6,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Januar 6,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,1 Prozent.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):
Im Februar meldeten sich insgesamt 2 226 Personen arbeitslos, 14,2 Prozent weniger als im Januar. Davon kamen 765 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Damit ist die Zahl der Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit gegenüber Januar um 35,4 Prozent und gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 12,2 Prozent gesunken.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit war mit 2 242 um fast ein Viertel (+ 23,9 Prozent) gegenüber Januar gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2025 liegt die Zahl der Abmeldungen um 2,7 Prozent niedriger. Sehr deutlich ist die Zahl der Abmeldungen in Erwerbstätigkeit seit Januar (+ 33,5 Prozent) gestiegen. 

Stellen:
Die Unternehmen suchen deutlich mehr Mitarbeitende: 571 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (154 mehr als im Vormonat und 52 mehr als vor einem Jahr). Im Februar wurden in nahezu allen Branchen mehr Stellen gemeldet. Ausnahme bildeten lediglich Freiberufler und Zeitarbeitsunternehmen. Die stärksten Anstiege waren im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen zu verzeichnen. Im Bestand der Arbeitsagentur befinden sich aktuell 2 811 Stellen, ein Plus von 3,0 Prozent seit Januar. Gegenüber Vorjahresmonat liegt die Stellenzahl im Bestand um 9,1 Prozent niedriger. 

 

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznachinsgesamt: 12 343 Arbeitslose (- 1)                       

    - stagnierte auf 6,5 Prozent (Vorjahr 6,1 Prozent)            

  • Bad Kreuznach: 4 634 Arbeitslose (+ 19)                                   

    - stagnierte auf 7,2 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 3 240 Arbeitslose (- 24)                          

    - stagnierte auf 7,5 Prozent (Vorjahr 7,0 Prozent)

  • Kirn: 1 743 Arbeitslose (- 6)                                           

    - stagnierte auf  7,7 Prozent (Vorjahr 7,1 Prozent)

  • Simmern: 1 721 Arbeitslose (+ 25)                                 

                   - stieg von 4,5 Prozent auf 4,6 Prozent (Vorjahr 4,5 Prozent)

  • Boppard: 1 005 Arbeitslose (- 15)                                              

    - fiel von 4,5 Prozent auf 4,4 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent)

     

Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:
Landkreis Bad Kreuznach:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Kreuznach im Januar 2026 um 0,2 Prozent gestiegen. 6 377 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 13 Personen mehr als im Januar und 513 Personen bzw. 8,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug weiterhin 7,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,8 Prozent.

Bewegungen:
Im Februar meldeten sich insgesamt 1 112 Personen arbeitslos, 3,3 Prozent weniger als im Januar. Davon kamen 385 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Damit ist die Zahl der Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit gegenüber Januar um 25,7 Prozent und gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 18,7 Prozent gesunken.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit war mit 1 103 um mehr als ein Viertel (+ 28,1 Prozent) gegenüber Januar gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2025 liegt die Zahl der Abmeldungen um 7,1 Prozent niedriger. Sehr deutlich ist die Zahl der Abmeldungen in Erwerbstätigkeit seit Januar (+ 35,6 Prozent) gestiegen. 

Stellen:
Die Unternehmen suchen deutlich mehr Mitarbeitende: 326 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (83 oder 34,2 Prozent mehr als im Vormonat und 125 oder 62,2 Prozent mehr als vor einem Jahr). Im Februar wurden in nahezu allen Branchen mehr Stellen gemeldet. Ausnahme bildeten lediglich Handel und Zeitarbeitsunternehmen. Die stärksten Anstiege waren im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen zu verzeichnen.

Landkreis Birkenfeld:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Birkenfeld im Januar 2026 um 0,7 Prozent gesunken. 3 240 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 24 Personen weniger als im Januar und 221 Personen bzw. 7,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug weiterhin 7,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 7,0 Prozent.

Bewegungen:
Im Februar meldeten sich insgesamt 507 Personen arbeitslos, fast ein Viertel weniger als im Januar. Davon kamen 181 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Damit ist die Zahl der Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit gegenüber Januar um 45,8 Prozent gesunken und liegt gleichauf mit der des Vorjahresmonats.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit war mit 544 um rund ein Viertel (+ 24,8 Prozent) gegenüber Januar gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2025 liegt die Zahl der Abmeldungen um 15,5 Prozent höher. Sehr deutlich ist die Zahl der Abmeldungen in Erwerbstätigkeit seit Januar (+ 38,2 Prozent) gestiegen. 

Stellen:
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 91 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (11 oder 13,8 Prozent mehr als im Vormonat, aber 72 oder 44,2 Prozent weniger als vor einem Jahr). Im Februar wurden in nahezu allen Branchen etwas mehr Stellen gemeldet, insbesondere im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen. Ausnahme bildeten lediglich Zeitarbeitsunternehmen und Freiberufler. 

Rhein-Hunsrück-Kreis:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Rhein-Hunsrück-Kreis im Januar 2026 um 0,4 Prozent gestiegen. 2 726 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 10 Personen mehr als im Januar und 56 Personen bzw. 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug weiterhin. 4,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.

Bewegungen:
Im Februar meldeten sich insgesamt 607 Personen arbeitslos, 21,7 Prozent weniger als im Januar. Davon kamen 226 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Damit ist die Zahl der Anmeldungen nach Erwerbstätigkeit gegenüber Januar um 38,6 Prozent gesunken und liegt auch um 10,7, Prozent unter der des Vorjahresmonats.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit war mit 595 um 16,0 Prozent gegenüber Januar gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2025 liegt die Zahl der Abmeldungen jedoch um 7,9 Prozent niedriger. Sehr deutlich ist die Zahl der Abmeldungen in Erwerbstätigkeit seit Januar (+ 27,2 Prozent) gestiegen und liegt auch um 6,7 Prozent über dem Wert des Februar 2025. 

Stellen:
Die Unternehmen suchen deutlich mehr Mitarbeitende: 157 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (60 oder 63,8 Prozent mehr als im Vormonat und 1 oder 0,6 Prozent weniger als vor einem Jahr). Im Februar wurden in nahezu allen Branchen mehr Stellen gemeldet. Ausnahme bildeten lediglich Freiberufler und Zeitarbeitsunternehmen. Die stärksten Anstiege waren im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen zu verzeichnen.