Die jahreszeitbedingte Entlastung am Arbeitsmarkt konnte sich im April fortsetzen. Sie brachte einen weiteren leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Dabei gibt es regionale Unterschiede innerhalb des Agenturbezirks. So ist das Risiko, arbeitslos zu werden, im Landkreis Birkenfeld aktuell etwas höher und der Einstellungsbedarf der Unternehmen geringer. Im Rhein-Hunsrück-Kreis ist die Arbeitslosigkeit weniger gesunken als im Landkreis Bad Kreuznach.
„Erfreulich ist, dass Unternehmen aus dem ganzen Bezirk weiterhin auf der Suche nach Fachkräften sind“, so die Vorsitzende der Geschäftsführung Edeltraud Nikodemus. „Auch der aktuell steigende Personalbedarf einzelner Industrieunternehmen ist positiv zu sehen. Betrieben in wirtschaftlich herausfordernden Rahmensituationen bietet die Agentur für Arbeit Beratung und Unterstützungsleistungen an. Damit werden die Beschäftigungsmöglichkeiten in den drei Kreisen stabil gehalten.“, stellt Nikodemus fest.
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach wie schon im März nun auch im April 2026 gesunken. 11 911 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 273 Personen weniger (-2,2 Prozent) als im März, aber 647 Personen (+ 5,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im April 6,3 Prozent – nach 6,4 Prozent im März. Vor einem Jahr lag sie bei 5,9 Prozent.
Bewegungen (An- und Abmeldungen):
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2 084 Personen arbeitslos, 3,7 Prozent weniger als im März. Davon kamen 767 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Dieser Wert veränderte sich gegenüber März kaum, liegt aber um 2,5 Prozent niedriger als im April des Vorjahres.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 2 345 etwas höher aus (+ 0,5 Prozent). Darunter konnten Aufnahmen von Beschäftigung (825) um 9,4 Prozent gegenüber März steigen.
Stellen:
Die Unternehmen hatten wachsenden Bedarf an Mitarbeitenden: 631 Stellen wurden im April neu angeboten, 12 oder 1,9 Prozent mehr als im März. Dies sind jedoch etwas weniger (-6,2 Prozent) als im April des Vorjahres. In diesem Monat plante insbesondere das industrielle verarbeitende Gewerbe mehr Einstellungen, aber auch Baugewerbe und Handel. Weniger Vakanzen zeigten Gastgewerbe, Logistikbranche, öffentlicher Dienst und die Gesundheitsbranche an. Im Bestand befanden sich 3 051 Stellen, somit mehr als im März (+4,5 Prozent), aber weniger als im Vorjahresmonat (-2,1 Prozent).
Beschäftigung:
123 128 Menschen waren zum 30.09.2025 (aktuellster Datenstand) im Agenturbezirk Bad Kreuznach sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (30.09.2024) war die Beschäftigung am stärksten rückläufig (-0,8 Prozent) im Vergleich aller rheinland-pfälzischen Arbeitsagenturen.
Die aktuellere Entwicklung zeigt der Vergleich zum Vorquartal (30.06.2025). Zwischen Juni und September 2025 ist die Beschäftigung deutlich gewachsen - um 1,4 Prozent. Mit Ausnahme von Trier (+1,5 Prozent) konnte Bad Kreuznach den stärksten Anstieg in Rheinland-Pfalz feststellen.
Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:
Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 11 911 Arbeitslose (- 273)
fiel von 6,4 Prozent auf 6,3 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent)
Bad Kreuznach: 4 465 Arbeitslose (- 142)
fiel von 7,2 Prozent auf 7,0 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent)
Idar-Oberstein: 3 157 Arbeitslose (- 68)
fiel von 7,5 Prozent auf 7,3 Prozent (Vorjahr 6,8 Prozent)
Kirn: 1 666 Arbeitslose (- 35)
fiel von 7,5 Prozent auf 7,3 Prozent (Vorjahr 6,8 Prozent)
Simmern: 1 689 Arbeitslose (+ 19)
stagnierte auf 4,5 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent)
Boppard: 934 Arbeitslose (- 47)
fiel von 4,3 Prozent auf 4,1 Prozent (Vorjahr 3,9 Prozent)
Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:
Landkreis Bad Kreuznach:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Kreuznach im April 2026 gesunken. 6 131 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 177 Personen weniger (-2,8 Prozent) als im März, aber 336 Personen (+5,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote konnte von 7,3 Prozent auf 7,1 Prozent sinken. Vor einem Jahr lag sie bei 6,7 Prozent.
Bewegungen:
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 988 Personen arbeitslos, 7,7 Prozent weniger als im März. Davon kamen 361 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Dieser Wert war gegenüber März ebenfalls gesunken (-6,5 Prozent) und liegt auch um 7,9 Prozent niedriger als im April des Vorjahres.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 1 159 minimal höher aus (+ 0,4 Prozent). Darunter konnten Aufnahmen von Beschäftigung (375) um 5,3 Prozent gegenüber März steigen.
Stellen:
Die Unternehmen hatten wachsenden Bedarf an Mitarbeitenden: 345 Stellen wurden im April neu angeboten, 30 oder 9,5 Prozent mehr als im März. Dies sind auch deutlich mehr (+35,3 Prozent) als im April des Vorjahres. In diesem Monat plante insbesondere das industrielle verarbeitende Gewerbe mehr Einstellungen, aber auch Baugewerbe und Handel. Weniger Vakanzen zeigten Gastgewerbe, Logistikbranche und die Gesundheitsbranche an. Im Bestand befanden sich 1 417 Stellen, somit mehr als im März (+4,3 Prozent) und mehr als im Vorjahresmonat (+8,4 Prozent).
Landkreis Birkenfeld:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Birkenfeld im April 2026 gesunken. 3 157 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 68 Personen weniger (-2,1 Prozent) als im März, aber 207 Personen bzw. 7,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank von 7,5 Prozent im März auf 7,3 Prozent im April. Vor einem Jahr lag sie bei 6,8 Prozent.
Bewegungen:
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 497 Personen arbeitslos, ähnlich viele wie im März (-0,4 Prozent). Davon kamen 176 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Dieser Wert war gegenüber März gestiegen (+6,7 Prozent) und liegt auch um 16,6 Prozent höher als im April des Vorjahres. Das Risiko arbeitslos zu werden, ist demnach höher.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 552 höher aus (+ 8,2 Prozent). Darunter konnten Aufnahmen von Beschäftigung (190) sogar um 23,4 Prozent gegenüber März steigen. Die Beendigung von Arbeitslosigkeit gelingt somit häufiger.
Stellen:
Die Unternehmen hatten rückläufigen Bedarf an Mitarbeitenden: 109 Stellen wurden im April neu angeboten, 37 oder rund ein Viertel weniger als im März. Dies sind auch deutlich weniger (-46,3 Prozent) als im April des Vorjahres. In diesem Monat plante lediglich der Handel mehr Einstellungen, alle anderen Branchen hatten weniger Arbeitskräftebedarf. Der Bestand an Stellen (457) blieb nahezu unverändert und ist auf einem niedrigeren Niveau als vor einem Jahr (-23,7 Prozent).
Rhein-Hunsrück-Kreis:
Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Rhein-Hunsrück-Kreis im April 2026 leicht gesunken. 2 623 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 28 Personen weniger (-1,1 Prozent) als im März, aber 104 Personen bzw. 4,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verharrte auf 4,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,2 Prozent.
Bewegungen:
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 599 Personen arbeitslos, minimal mehr als im März (+1,0 Prozent). Davon kamen 230 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Dieser Wert war gegenüber März gestiegen (+8,0 Prozent), liegt jedoch um 5,7 Prozent niedriger als im April des Vorjahres.
Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 634 niedriger aus (-5,4 Prozent). Darunter konnten jedoch die Aufnahmen von Beschäftigung (260) um 6,6 Prozent gegenüber März steigen. Die Beendigung von Arbeitslosigkeit gelingt aktuell etwas häufiger.
Stellen:
Die Unternehmen hatten steigenden Bedarf an Mitarbeitenden: 177 Stellen wurden im April neu angeboten, 19 oder 12,0 Prozent mehr als im März. Dies sind jedoch deutlich weniger Neuzugänge (-17,7 Prozent) als im April des Vorjahres. In diesem Monat plante insbesondere das verarbeitende Gewerbe mehr Einstellungen, aber auch Baugewerbe, Handel und die Gesundheitsbranche. Weniger Vakanzen zeigten Gastgewerbe, Logistikbranche und öffentlicher Dienst an. Im Bestand befanden sich 1 177 Stellen, somit mehr als im März (+6,5 Prozent), aber weniger als im Vorjahresmonat (-2,8 Prozent).