Zu Ferienbeginn steigt die Arbeitslosigkeit

- Anstieg der Arbeitslosigkeit – Arbeitslosenquote verändert sich nicht

- Weniger Anmeldungen in Arbeitslosigkeit, weniger Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit 

- Nachfrage nach Arbeitskräften ist gesunken

30.06.2026 | Presseinfo Nr. 23

Die Arbeitslosigkeit ist im Juni leicht angestiegen. „Mit Blick auf die Urlaubszeit sowie Schul- und Ausbildungsende ist ein üblicher Anstieg über den Sommer zu erwarten“, informiert die Agenturleiterin Edeltraud Nikodemus. Die Frühjahrsbelebung war in diesem Jahr eher gering ausgefallen. 

Nikodemus möchte den Ferienbeginn nutzen, um Jugendliche, aber auch Unternehmen auf das Thema Ausbildung hinzuweisen. „Noch sind viele interessante Ausbildungsplätze in unserer Region nicht besetzt. „Die Agentur für Arbeit hilft auch in den Ferien bei der Vermittlung und kann Ausbildungen vielfältig unterstützen. Kurzfristig sind in den Ferien Praktika eine wirklich gute Idee“, empfiehlt Nikodemus.

 

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach im Juni 2026 sehr leicht gestiegen. 11 893 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 25 Personen mehr (+0,2 Prozent) als im Mai, aber 694 Personen (+ 6,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni – ebenso wie im Mai -  6,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,9 Prozent.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):

Im vergangenen Monat meldeten sich weniger Menschen arbeitslos. Insgesamt waren es 1 972 Personen, zehn Prozent weniger als im Mai. Davon kamen 642 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, das waren sogar fast 20 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat  waren die Arbeitslosmeldungen insgesamt (+ 2,4 Prozent) und nach Erwerbstätigkeit (- 2,3 Prozent) kaum verändert. 

Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 1 944 niedriger aus (- 12,7 Prozent). 

Stellen:

Die Unternehmen hatten mit Blick auf Urlaubs- und Ferienzeit rückläufigen Bedarf an Mitarbeitenden: 529 Stellen wurden im Juni neu angeboten, 132 oder 20 Prozent mehr als im Mai und etwa gleich viele wie im Juni des Vorjahres. In diesem Monat hatte lediglich die Gesundheitsbranche steigenden Personalbedarf.

 

Beschäftigung:

120 922 Menschen waren zum 30.12.2025  (aktuellster Datenstand) im Agenturbezirk Bad Kreuznach sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (30.12.2024) war die Beschäftigung gemeinsam mit Landau am stärksten rückläufig (-1,0 Prozent) im Vergleich aller rheinland-pfälzischen Arbeitsagenturen.

Die aktuellere Entwicklung zeigt der Vergleich zum Vorquartal (30.09.2025). Auch hier fiel der Rückgang mit 1,8 Prozent stärker aus als in allen anderen Agenturbezirken

 

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznachinsgesamt: 11 893 Arbeitslose (+ 25)                    

  • stagnierte auf 6,2 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent)            

  • Bad Kreuznach: 4 480 Arbeitslose (+ 32)                                   

  • stagnierte auf 6,9 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 3 151 Arbeitslose (- 14)                          

  • stagnierte auf 7,3 Prozent (Vorjahr 6,8 Prozent)

  • Kirn: 1 602 Arbeitslose (- 18)                                         

  • fiel von 7,1 Prozent auf 7,0 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent)

  • Simmern: 1 760 Arbeitslose (+ 47)                                 

  • stieg von 4,6 Prozent auf 4,7 Prozent (Vorjahr 4,2 Prozent)

  • Boppard: 900 Arbeitslose (- 22)                                     

  • fiel von 4,1 Prozent auf 4,0 Prozent (Vorjahr 3,7 Prozent)

     

Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:

Landkreis Bad Kreuznach:

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Kreuznach im Juni 2026 sehr leicht gestiegen. 6 082 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 14 Personen mehr (+0,2 Prozent) als im Mai und 278 Personen (+4,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,9 Prozent auf 7,0 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,7 Prozent.

Bewegungen:

Im vergangenen Monat meldeten sich weniger Menschen arbeitslos. Insgesamt waren es 980 Personen, 4,4 Prozent weniger als im Mai. Davon kamen 303 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, das waren sogar fast 17 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren die Arbeitslosmeldungen insgesamt (-0,6 Prozent) kaum verändert. Aus Erwerbstätigkeit mussten sich auch im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich weniger Menschen arbeitslos melden (-11,9 Prozent).

Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 963 niedriger aus (-11,6 Prozent). 

Stellen:
Die Unternehmen hatten im Landkreis Bad Kreuznach sinkenden Bedarf an Mitarbeitenden: 281 Stellen 

wurden im Juni neu angeboten, 31 oder 9,9 Prozent weniger als im Mai. Dies sind dennoch mehr (+7,7 Prozent) als im Juni des Vorjahres. In diesem Monat hatten lediglich das verarbeitende Gewerbe und die Gesundheitsbranche steigenden Personalbedarf.

 

Landkreis Birkenfeld:

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Birkenfeld im Juni 2026 sehr leicht gesunken. 3 151 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 14 Personen oder 0,4 Prozent weniger als im Mai und 188 Personen bzw. 6,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stagnierte auf 7,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,8 Prozent.

Bewegungen: 

Im vergangenen Monat meldeten sich weniger Menschen arbeitslos. Insgesamt waren es 474 Personen, 16,3 Prozent weniger als im Mai. Davon kamen 173 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, das waren sogar rund ein Viertel weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren die Arbeitslosmeldungen insgesamt nicht verändert. Aus Erwerbstätigkeit mussten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr Menschen arbeitslos melden (+10,9 Prozent).

Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 483 niedriger aus (-13,0 Prozent).

Stellen:
Die Unternehmen hatten im Landkreis Birkenfeld deutlich geringeren Bedarf an Mitarbeitenden: 96  Stellen wurden im Juni neu angeboten, 63 oder 39,6 Prozent weniger als im Mai und 10,3 Prozent weniger als Vorjahresmonat. Der Rückgang betraf alle Branchen.

 

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Rhein-Hunsrück-Kreis im Mai 2026 leicht gestiegen. 2 660 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 25 Personen mehr (+0,9 Prozent) als im Mai und 288 Personen bzw. 9,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verharrte auf 4,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,0 Prozent.

Bewegungen:

Im vergangenen Monat meldeten sich weniger Menschen arbeitslos. Insgesamt waren es 82 Personen oder 13,7 Prozent weniger als im Mai. Davon kamen 166 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, das waren sogar rund 20 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die Arbeitslosmeldungen insgesamt etwas höher aus (+11,2 Prozent). Aus Erwerbstätigkeit mussten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls etwas mehr Menschen arbeitslos melden (+5,7 Prozent).

Die Zahl der Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit fiel mit 498 niedriger aus (-14,7 Prozent).

Stellen:

Die Unternehmen hatten im Landkreis Rhein-Hunsrück geringeren Bedarf an Mitarbeitenden: 152 Stellen wurden im Juni neu angeboten, 38 oder 20,0 Prozent weniger als im Mai. Dies sind auch 6,2 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres. In diesem Monat hatten nur Baugewerbe und Handel höheren Bedarf an Personal.

 

Ausbildungsmarkt:

Rund 1 400 junge Menschen haben sich seit Oktober bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit ausbildungsstellensuchend gemeldet. Das waren rund fünf Prozent weniger als vor einem Jahr. Demgegenüber stehen rund 1 900 Berufsausbildungsstellen, dies sind 8,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Allerdings ist die statistische Abbildung dieser Stellen aufgrund prozessualer Umstellungen unvollständig, so dass die Stellenzahl tatsächlich etwas höher ausfallen dürfte.