Hohe Dynamik am Arbeitsmarkt: Saisonale Arbeitslosigkeit steigt, Jobangebot auch

- Anstieg der Arbeitslosigkeit – Arbeitslosenquote steigt auf 6,4 Prozent

- Mehr Anmeldungen in Arbeitslosigkeit, mehr Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit 

- Nachfrage nach Arbeitskräften ist gestiegen

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 26

Die Arbeitslosigkeit ist im Juli angestiegen, mehr Menschen mussten sich arbeitslos melden. „Wie in jedem Jahr liegen die Ursachen in Schul- und Ausbildungsende sowie dem Kündigungstermin zum Halbjahresende“, informiert Agenturleiterin Edeltraud Nikodemus. Der Vorjahresvergleich zeigt: Dieser saisonübliche Anstieg fällt aktuell hier in der Region sogar etwas geringer aus. 

Bemerkenswert ist, dass es gut gelungen ist, Stellenangebote zu akquirieren und bei Beschäftigungsaufnahmen zu unterstützen. Das ist für den Monat Juli aufgrund der Urlaubs- und Ferienzeiten eher untypisch. „Das lässt sich auf den intensiven Kontakt und die gute Zusammenarbeit mit den regionalen Unternehmen zurückführen“, so Nikodemus. So bieten sich auch während der Sommerpause wirklich gute Chancen auf einen neuen Job für Arbeitsuchende.

 

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach im Juli 2026 gestiegen. 12 169 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 276 Personen mehr (+ 2,3 Prozent) als im Juni und 575 Personen (+ 5,0 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 6,4 Prozent, nach 6,2 Prozent im Juni. Vor einem Jahr lag sie bei 6,1 Prozent.

Bewegungen (An- und Abmeldungen):

Im vergangenen Monat meldeten sich deutlich mehr Menschen arbeitslos. Insgesamt waren es 2 562 Personen, rund 30 Prozent mehr als im Juni. Davon kamen 824 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, das waren ebenfalls annähernd 30 Prozent mehr als im Vormonat. Auch dieser Anstieg ist im Juli durchaus üblich. Denn neben Schul- und Ausbildungsabsolventen (+ 45,3 Prozent zum Juni; +17,7 Prozent zum Juli 2025) melden sich alljährlich auch Menschen, die zum Halbjahresende gekündigt wurden. Das zeigt auch der Vergleich zum Vorjahresmonat: Im Juli 2025 lag die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach Erwerbstätigkeit noch um 3,2 Prozent höher als aktuell. 

Erfreulicherweise gelang es im Juli trotz Ferien- und Urlaubszeit mehr Menschen, eine neue Beschäftigung aufzunehmen (+ 6,6 Prozent zum Juni; +1,0 Prozent zum Juli 2025). Auch die Anzahl derer, die eine Aus- oder Weiterbildung begonnen haben, ist sowohl gegenüber Juni (+ 28,5 Prozent) als auch gegenüber Juli des Vorjahres (+ 36,3 Prozent) gestiegen.

Stellen:

Passend zur verstärkten Beschäftigungsaufnahme fällt auch der Blick auf die Stellenangebote aus. In vielen Jahren zuvor wirkte sich die Ferienzeit hemmend auf die Meldung von Personalbedarf und den 

Umfang der Einstellungen aus. In diesem Jahr gelang es jedoch besonders gut, in engem Kontakt mit den Unternehmen deren Aufträge zu akquirieren und auch zu besetzen. 696 und damit fast ein Drittel 

mehr Stellen als im Juni und als im Vorjahresmonat konnten gewonnen werden. 3 027 Stellen sind zurzeit im Bestand. Das sind etwa gleich viele wie im Juni und 4,6 Prozent weniger als im Juli 2025. Mit Ausnahme von der Erziehungsbranche und dem Gesundheitswesen hatten alle Branchen steigenden Bedarf.

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen:

  • Agenturbezirk Bad Kreuznach insgesamt: 12 169 Arbeitslose (+ 276)                   

  • stieg von 6,2 Prozent auf 6,4 Prozent (Vorjahr 6,1 Prozent)                   

  • Bad Kreuznach: 4 595 Arbeitslose (+ 115)                                 

  • stieg von 6,9 Prozent auf 7,1 Prozent (Vorjahr 6,9 Prozent)

  • Idar-Oberstein: 3 170 Arbeitslose (+ 19)                         

  • stagnierte auf 7,3 Prozent (Vorjahr 7,1 Prozent)

  • Kirn: 1 687 Arbeitslose (+ 85)                                        

  • stieg von 7,0 Prozent auf 7,4 Prozent (Vorjahr 6,8 Prozent)

  • Simmern: 1 789 Arbeitslose (+ 29)                                 

  • stieg von 4,7 Prozent auf 4,8 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent)

  • Boppard: 928 Arbeitslose (+ 28)                                    

  • fiel von 4,0 Prozent auf 4,1 Prozent (Vorjahr 3,9 Prozent)

     

Überblick über die Arbeitsmärkte auf Kreisebene:

Landkreis Bad Kreuznach:

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Kreuznach im Juli 2026 gestiegen. 6 282 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 200 Personen mehr (+ 3,3 Prozent) als im Juni und 306 Personen (+ 5,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,0 Prozent auf 7,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,9 Prozent.

Bewegungen:

Im vergangenen Monat meldeten sich deutlich mehr Menschen arbeitslos. Insgesamt waren es 1 313 Personen, 34 Prozent mehr als im Juni. Davon kamen 400 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, das waren ebenfalls 32 Prozent mehr als im Vormonat. Dieser Anstieg ist im Juli durchaus üblich aus den bereits genannten Gründen. Das zeigt auch der Vergleich zum Vorjahresmonat: Im Juli 2025 lag die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach Erwerbstätigkeit gleich hoch. Auch im Landkreis Bad Kreuznach meldeten sich mehr junge Menschen nach Schule und Ausbildung (+ 47,1 Prozent zum Juni; + 24,0 Prozent zum Juli 2025).

Erfreulicherweise gelang es im Juli trotz Ferien- und Urlaubszeit häufiger, eine neue Beschäftigung aufzunehmen (+ 7,0 Prozent zum Juni; + 0,3 Prozent zum Juli 2025). Auch die Anzahl derer, die eine Aus- oder Weiterbildung begonnen haben, ist sowohl gegenüber Juni (+ 31,8 Prozent) als auch gegenüber Juli des Vorjahres (+ 36,2 Prozent) gestiegen.

Stellen:
Die Unternehmen hatten im Landkreis Bad Kreuznach steigenden Bedarf an Mitarbeitenden: 326 Stellen wurden im Juli neu angeboten, 45 oder 16 Prozent mehr als im Juni. Dies sind rund ein Drittel mehr als im Juli des Vorjahres. Mit Ausnahme von Gastgewerbe, Gesundheitsbranche und dem öffentlichen Sektor hatten alle Branchen steigenden Personalbedarf.

 

Landkreis Birkenfeld:

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Birkenfeld im Juli 2026 nur sehr leicht gestiegen. 3 170 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 19 Personen oder 0,6 Prozent mehr als im Juni und 98 Personen bzw. 3.2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stagnierte weiterhin auf 7,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 7,1 Prozent.

Bewegungen: 

Im vergangenen Monat meldeten sich mehr Menschen arbeitslos. Insgesamt waren es 581 Personen, 22,6 Prozent mehr als im Juni. Davon kamen 193 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, das waren 11,6 Prozent mehr als im Vormonat. Dieser Anstieg ist im Juli durchaus üblich aus den bereits genannten Gründen. Im Landkreis Birkenfeld fällt er sogar geringer aus als im Vorjahr: Im Juli 2025 lag die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach Erwerbstätigkeit um 6,3 Prozent höher. Auch die gesamte Anzahl der Anmeldungen lag 2025 um 4,6 Prozent höher. Wie im Agenturbezirk insgesamt meldeten sich auch hier mehr junge Menschen nach Schule und Ausbildung (+ 68,5 Prozent zum Juni; + 14,4 Prozent zum Juli 2025).

Erfreulicherweise gelang es im Juli trotz Ferien- und Urlaubszeit häufiger als im Juli des Vorjahres, eine neue Beschäftigung aufzunehmen (+ 13,5 Prozent). Auch die Anzahl derer, die eine Aus- oder Weiterbildung begonnen haben, ist sowohl gegenüber Juni (+ 23,9 Prozent) als auch gegenüber Juli des Vorjahres (+ 33,7 Prozent) gestiegen.

Stellen:
Die Unternehmen hatten im Landkreis Birkenfeld steigenden Bedarf an Mitarbeitenden: 131 Stellen wurden im Juli neu angeboten, 35 oder 36,5 Prozent mehr als im Juni. Dies ist rund die Hälfte mehr als im Juli des Vorjahres. Mit Ausnahme des Handels hatten alle Branchen steigenden Personalbedarf.

 

Rhein-Hunsrück-Kreis:

Arbeitsmarkt: Gesamtzahl und Quote:

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Rhein-Hunsrück-Kreis im Juli 2026 leicht gestiegen. 2 717 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 57 Personen mehr (+ 2,1 Prozent) als im Juni und 171 Personen bzw. 6,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,4 Prozent auf 4,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,2 Prozent.

Bewegungen:

Im vergangenen Monat meldeten sich mehr Menschen arbeitslos. Insgesamt waren es 668 Personen, 29,0 Prozent mehr als im Juni. Davon kamen 231 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, das waren 39,2 Prozent mehr als im Vormonat. Dieser Anstieg ist im Juli durchaus üblich aus den bereits genannten Gründen. Im Landkreis Rhein-Hunsrück fällt er sogar geringer aus als im Vorjahr: Im Juli 2025 lag die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach Erwerbstätigkeit um 6,1 Prozent höher. Wie im Agenturbezirk insgesamt meldeten sich auch hier mehr junge Menschen nach Schule und Ausbildung (+ 24,2 Prozent zum Juni; + 9,0 Prozent zum Juli 2025).

Erfreulicherweise gelang es im Juli trotz Ferien- und Urlaubszeit häufiger als im Juli des Vorjahres, eine neue Beschäftigung aufzunehmen (+ 21,1 Prozent). Auch die Anzahl derer, die eine Aus- oder Weiterbildung begonnen haben, ist sowohl gegenüber Juni (+ 27,0 Prozent) als auch gegenüber Juli des Vorjahres (+ 39,0 Prozent) gestiegen.

Stellen:

Die Unternehmen hatten im Landkreis Rhein-Hunsrück steigenden Bedarf an Mitarbeitenden: 239 Stellen wurden im Juli neu angeboten, 87 oder 57,2 Prozent mehr als im Juni und 44 oder 22,6 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres. Insbesondere die Zeitarbeitsbranche und das verarbeitende Gewerbe hatten höheren Personalbedarf.

 

Ausbildungsmarkt:

Rund 1 460 junge Menschen haben sich seit Oktober bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit ausbildungsstellensuchend gemeldet. Das waren 5,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Demgegenüber stehen rund 2 000 Berufsausbildungsstellen, dies sind 6,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit kommen auf 100 Berufsausbildungsstellen 74 Bewerberinnen und Bewerber.