Arbeitsmarkt im Kreis Stormarn – März 2024

Im März ist im Kreis Stormarn erstmals nach sechs Monaten die Arbeitslosigkeit wieder zu einem Vormonat gesunken. Zuletzt war dies im September der Fall gewesen. Aktuell sind 34 Menschen weniger gegenüber Februar arbeitslos gemeldet. Ihre Gesamtzahl beträgt im zurückliegenden Monat 5.582. Der Rückgang hat sich jedoch nicht auf die Arbeitslosenquote ausgewirkt, die im März unverändert bei 4,2 Prozent liegt.

28.03.2024 | Presseinfo Nr. 29

Arbeitslosigkeit: Nach sechs Monaten erstmals wieder ein leichter Rückgang – Quote bleibt jedoch unverändert bei 4,2 Prozent

 

  • 5.582 arbeitslose Menschen im Kreis Stormarn – 34 weniger als im Februar
  • Arbeitslosenquote unverändert zum Vormonat bei 4,2 Prozent
  • Ausbildungsmarkt: Berufsberatung unterstützt beim Berufsstart

  Im März ist im Kreis Stormarn erstmals nach sechs Monaten die Arbeitslosigkeit wieder zu einem Vormonat gesunken. Zuletzt war dies im September der Fall gewesen. Aktuell sind 34 Menschen weniger gegenüber Februar bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und dem Jobcenter Stormarn arbeitslos gemeldet. Ihre Gesamtzahl beträgt im zurückliegenden Monat 5.582. Der Rückgang hat sich jedoch nicht auf die Arbeitslosenquote ausgewirkt. Sie liegt im März unverändert bei 4,2 Prozent.
Vor einem Jahr waren im März 4.942 Menschen arbeitslos gewesen, 640 weniger als aktuell. Die Quote lag seinerzeit bei 3,7 Prozent.
„Nach sechs Monaten registrieren wir im März erstmal wieder weniger arbeitslose Menschen zu einem Vormonat. Das Minus um 34 zum Februar fällt dabei nur leicht aus und bleibt auch ohne Einfluss auf die Arbeitslosenquote. Sie liegt jetzt den dritten Monat in Folge bei 4,2 Prozent. Der deutlichste Rückgang findet sich in der Gruppe der unter 25-jährigen Jobsuchenden. Nachdem ihre Zahl in den beiden vergangenen Monaten aufgrund der Ausbildungsabschlussprüfungen saisonal üblich gestiegen war, hat sie jetzt um 47 wieder abgenommen. Die Unternehmen suchen ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mit ihrem Berufsabschluss in der Tasche haben etliche schnell einen Job finden können“, sagt Steffi Koppitz, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Stormarn. „Stellenzugang und Stellenbestand zeigen, dass in den Stormarner Unternehmen weiterhin neue Beschäftigte benötigt werden. Es haben in diesem Monat auch wieder deutlich über 400 Menschen und damit mehr als in den zurückliegenden Monaten eine Erwerbstätigkeit aufgenommen. Die Stellenbesetzung bleibt jedoch eine Herausforderung für die Personalverantwortlichen in den Betrieben. Für 80 Prozent der gemeldeten Stellen wird ausgebildetes oder höher qualifiziertes Personal gesucht. Das zeigt, dass die berufliche Aus- und Weiterbildung der Schlüssel für die Jobsuche und künftige sichere Arbeitsplätze ist.“

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im März 310 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 29 weniger (minus 8,6 Prozent) als im Vormonat. „Die Unternehmen haben im März weniger neue Stellen als noch im Februar gemeldet. Mit über 300 liegt ihre Zahl jedoch über dem Mittel der zurückliegenden sieben Monate. Der Stellenbestand, die Zahl der aktuell insgesamt zu besetzenden Stellen, hat erneut leicht zugenommen. Aktuell gibt es im Tiefbau und im Bereich der öffentlichen Verwaltung einen gestiegenen Bedarf an neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, berichtet Koppitz.
Insgesamt sind aktuell 2.259 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 17 oder 0,8 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 136 Stellen weniger (minus 5,7 Prozent).

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.494. Die Unterbeschäftigungsquote liegt damit unverändert zum Vormonat bei 5,6 Prozent. Im März des Vorjahres lag sie noch bei fünf Prozent“, so Koppitz.
Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Ausbildungsmarkt: Berufsberatung unterstützt beim Berufsstart

Die Unternehmen im Kreis Stormarn suchen und sichern sich ihren Ausbildungsnachwuchs. Seit Herbst vergangenen Jahres wurden der Arbeitsagentur bisher insgesamt 1.076 Ausbildungsstellen gemeldet. Für 738 und damit gut zwei Drittel sind aktuell aber noch keine Auszubildenden gefunden.
Daher appelliert Geschäftsführerin Koppitz an alle Ausbildungssuchenden, insbesondere die, die sich bislang nicht bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur gemeldet haben: „Nutzt jetzt die vielen Angebote für den Berufsstart und unsere Berufsberatung, um euch bei der Suche nach einem Ausbildungsberuf und Ausbildungsplatz unterstützen zu lassen.“
Die Zahl der Ausbildungsinteressierten hat zu den Vorjahren wieder zugenommen. Seit dem Herbst des vergangenen Jahres haben sich 623 junge Menschen aus dem Kreis Stormarn als Ausbildungsbewerberin oder -bewerber bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur gemeldet, 110 oder 21,4 Prozent mehr als im Vorjahr. „Eine positive Entwicklung nach den deutlichen Rückgängen in der Corona-Zeit“, so Koppitz. „Die Situation bleibt trotzdem weiterhin eine Herausforderung für die Ausbildungsbetriebe, ihr Bedarf an Berufsnachwuchs ist größer. Auf der anderen Seite bieten sich den jungen Menschen jedoch gute Chancen für ihren ersten Schritt in die Berufswelt.“
Kontakt zur Berufsberatung können Jugendliche auf mehreren Wegen aufnehmen, erklärt die operative Chefin: „Unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater sind an allen Schulen in ihren Sprechstunden vor Ort und dort ansprechbar. Daneben sind unsere Hotline 0 45 31 / 167 154 oder der Kontakt per eMail an badoldesloe.berufsberatung@arbeitsagentur.de weitere Wege, ihre Beratung oder Unterstützung zu erhalten.“