Minimaler Anstieg der Arbeitslosigkeit im April

• Im April 21.370 Arbeitslose in der Region

• Arbeitslosenquote unverändert bei 4,4 Prozent

• 5.077 Stellenangebote im Bestand

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 36

Nach dem kurzen Frühjahrshoch im März ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen im April wieder leicht angestiegen. Zum Stichtag waren 21.370 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren 45 Personen mehr als noch im Vormonat. In den zurückliegenden vier Wochen ist die Zahl der Arbeitslosen dadurch um 0,2 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt – wie schon im Februar und im März – bei 4,4 Prozent.
Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen ist in den vier zum Agenturbezirk Balingen-Reutlingen gehörenden Kreisen im Berichtsmonat April 2026 unterschiedlich. In den Landkreisen Tübingen und Sigmaringen ist die Zahl der Arbeitslosen gesunken, im Landkreis Reutlingen und im Zollernalbkreis hingegen gestiegen. Aufgrund seiner Größe und dem deutlichen Anstieg der Arbeitslosen im Zollernalbkreis gibt dies für den Agenturbezirk den Ausschlag. 
Auffallend insgesamt in der Region ist der Anstieg bei den Frauen (plus 108), bei den Männern hingegen waren die Arbeitslosenzahlen im April rückläufig (minus 63). Ebenfalls entlastend wirken sich die geringeren Arbeitslosenzahlen bei den Ausländern aus. Grundsätzlich gab es aber auch im vierten Monat des Jahres relativ wenig Bewegung auf dem Arbeitsmarkt – das gilt nicht nur für die Region.
„Wer arbeitslos wird, tut sich zunehmend schwerer, eine neue Arbeitsstelle zu finden,“ erklärt Markus Nill, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen. „Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, in Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden zu investieren,“ ergänzt Nill. „Investitionen in Aus- und Weiterbildung sind lohnende Investitionen, die sich sowohl für die Wirtschaft als auch für den Einzelnen auszahlen. Unternehmen steigern durch Weiterbildung die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden, während diese ihren Arbeitsplatz mittel- und langfristig sichern können.“

Trend der abgeschwächten Arbeitskräftenachfrage setzt sich fort
Der Trend nach einer schwächeren Nachfrage an Arbeitskräften spiegelt sich auch im April sowohl beim Zugang als auch im Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen wider. Beide Werte sind für den Agenturbezirk zum Vormonat leicht und zum Vorjahresmonat sogar relativ deutlich zurückgegangen. Ausnahme ist hier der Kreis Tübingen, wo Zugang und Bestand leicht gestiegen sind. Eine saisonübliche Frühjahrsnachfrage ist im kleinen Umfang nur im Kreis Tübingen zu beobachten. 
Die wirtschaftliche Unsicherheit macht sich auch bei der Nachfrage nach Arbeitskräften bemerkbar. Im April wurden insgesamt 964 Stellen neu gemeldet, noch einmal knapp 6 Prozent weniger als im März. Der Bestand gemeldeter Stellen ist dadurch um 50 Stellenangebote niedriger als im Monat zuvor und liegt derzeit bei 5.077 freien Stellen.

Entwicklung in den Landkreisen
Zur Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen gehören die Landkreise Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen und Zollernalbkreis. In den zurückliegenden vier Wochen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in den Regionen zwar unterschiedlich, im Vergleich zum Vorjahr ist sie aber in allen vier Landkreisen gestiegen.

Im Landkreis Reutlingen waren im April 8.144 Menschen arbeitslos, exakt 14 mehr als noch vor einem Monat und 216 bzw. 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 3.769 davon waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet und 4.375 beim Jobcenter Landkreis Reutlingen.

Im Landkreis Tübingen ist die Arbeitslosigkeit seit März um 71 Personen bzw. 1,4 Prozent gesunken. 4.894 Menschen waren im April in Tübingen arbeitslos gemeldet, das waren 4,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Agentur für Arbeit betreute davon 2.547 Personen, das Jobcenter Landkreis Tübingen 2.347.

Im Zollernalbkreis ist die Arbeitslosigkeit mit 2.731 von der Agentur für Arbeit und 2.717 vom Jobcenter Zollernalbkreis betreuten Personen um 2,9 Prozent höher als noch im März. Insgesamt sind es damit 5.448 betreute Personen, 8,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Landkreis Sigmaringen waren im April insgesamt 2.884 Arbeitslose gemeldet. Davon waren 1.572 bei der Agentur für Arbeit (3,9 Prozent mehr als noch im Vorjahr) und 1.312 beim Jobcenter (1,2 Prozent weniger als im Vorjahr) gemeldet.