Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen erlebt der regionale Arbeitsmarkt im Februar 2026 eine leichte Frühjahrsentspannung. So ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg (Bamberg, Coburg, Landkreis Bamberg, Landkreis Coburg, Landkreis Forchheim, Landkreis Kronach, Landkreis Lichtenfels) im zweiten Monat des Jahres gesunken. 15.206 Menschen waren arbeitslos gemeldet – dies entspricht 179 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar, aber 281 Personen bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 4,3 Prozent. Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Februar bei 18.732 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Januar (67 Personen bzw. 0,4 Prozent) und stieg verglichen mit Februar 2025 (48 Personen bzw. 0,3 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.591 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.449 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.755 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.122 eine Erwerbstätigkeit auf.
Auch weiterhin suchen die Unternehmen nach Mitarbeitenden: 1.331 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (410 mehr als im Vormonat und 5 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 6.125 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
„Leerlauf vermeiden – Chancen nutzen“
Arbeitsmarkt in Jahresfrist in Seitwärtsbewegung – Agentur für Arbeit nimmt
Aus- und Weiterbildung in den Fokus.
„Saisonbedingt erreicht die Arbeitslosigkeit in den Monaten Januar und Februar ihren alljährlichen Höhepunkt. Aktuell liegt sie auf Vorjahresniveau. Mein klares Ziel ist es, im Jahresverlauf wieder auf eine Arbeitslosenquote von unter 4% zu kommen. Vor dem Hintergrund vieler Massenentlassungen ist dies ambitioniert, der aktuelle Stellenmarkt bietet aber noch immer umfangreiche Handlungsmöglichkeiten für unsere engagierte Vermittlungsarbeit. Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung bei der Nachbesetzung von Altersabgängen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, Stefan Trebes.
„Wir wollen den Markt langfristig positiv beeinflussen. Folgerichtig verzichten wir auf nur kurzfristig wirksame Aktivitäten. Stattdessen werden wir unser Engagement für das Themenfeld Aus- und Weiterbildung im laufenden Jahr deutlich erhöhen. Auftragsärmere Zeiten bieten zeitliche Ressourcen, die für Qualifizierungen genutzt werden könnten. Weiterhin ermutigen wir die Betriebe, mindestens auf dem Stand von 2025 auszubilden, wirklich alle Lehrstellen zu melden und unser umfangreiches Dienstleistungsangebot abzurufen. Unbesetzte Ausbildungsstellen wollen wir nutzen, um gerade auch Umschülern eine Chance zu bieten – eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Besonders wichtig ist mir, dass wir eine Vorreiterregion in der Nutzung von KI und Social Media werden. Studien zeigen, dass viele Kleinbetriebe die Möglichkeiten für sich noch nicht gänzlich entdeckt haben und folglich auch nicht optimal nutzen. Dadurch entgehen uns in der Region Chancen auf Gewinn, Umsatz und Produktivitätswachstum. Pauschale Lockangebote mancher überregionaler, aggressiv werbender Bildungsträger bringen hier jedoch nur selten weiter. In enger Vernetzung mit unseren Partnern am Markt und unter Nutzung reichlich vorhandener regionaler Expertise haben wir passgenaue Bildungsmöglichkeiten definiert, die unseren Betrieben wirklich weiterhelfen.“
Unbürokratische Möglichmacher – ein Versprechen.
„Aber nicht nur die „Neuen Themen“ sind angesagt“, so Trebes weiter. „Auch für ganz klassische Weiterbildungen im handwerklichen oder produzierenden Bereich ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt. Alle Beteiligten am Arbeits- und Ausbildungsmarkt möchten wir hierzu beraten, um gemeinsam Mehrwert zu schaffen. Die Forderung nach weniger Bürokratie in Deutschland können wir alleine nicht umsetzen. Eines aber verspreche ich Ihnen: Uns geht es darum, Möglichmacher zu sein!“
Arbeitsmarktentwicklung in den Regionen unseres Agenturbezirks – Überblick
Stadt Bamberg
Im Stadtgebiet Bamberg ist die Arbeitslosigkeit im Februar 2026 gesunken. 2.322 Menschen – und damit 16 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar – waren arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies jedoch einen leichten Anstieg um 15 Personen bzw. 1 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 5,2 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,3 Prozent.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 501 Personen arbeitslos. Davon kamen 211 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 518 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, wovon dies wiederum 174 durch die Aufnahme einer neuen Erwerbstätigkeit gelang.
Die Unternehmen vor Ort meldeten im Februar 218 neue Stellenangebote (81 mehr als im Vormonat, aber 11 weniger als vor einem Jahr) und haben somit weiterhin Arbeitskräftebedarf. Im Bestand der Agentur für Arbeit befanden sich damit aktuell insgesamt 910 freie Stellen.
Stadt Coburg
Auch in der kreisfreien Stadt Coburg ist die Arbeitslosigkeit im Februar 2026 zurückgegangen. Hier wurden 1.772 arbeitslos gemeldete Menschen gezählt – 35 Personen weniger (-2 Prozent) als im Januar und 32 Personen bzw. 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Angesichts dessen sank die Arbeitslosenquote auf 7,5 Prozent. Der Wert lag damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau und 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswer.
Im Laufe des zurückliegenden Monats meldeten sich insgesamt 364 Personen arbeitslos, davon 141 direkt aus Erwerbstätigkeit. Demgegenüber konnten 401 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden – von ihnen wiederum 116 durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung. Von Seiten der Arbeitgeber wurden der Agentur für Arbeit im Februar 187 Stellen neu gemeldet (76 mehr als im Vormonat, aber 53 weniger als vor einem Jahr). Insgesamt waren somit 749 offene Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Landkreis Bamberg
Der Landkreis Bamberg verzeichnete im Berichtsmonat Februar einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 2.722 Personen. Damit sind der Agentur für Arbeit hier 27 Personen mehr (1 Prozent) als im Januar und 95 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 3,1 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte über dem Januarwert. Im Vorjahr lag sie bei 2,9 Prozent. Insgesamt meldeten sich im Monat Februar 739 Personen arbeitslos, von denen 312 direkt aus einer vorhergehenden Beschäftigung kamen. Im selben Beobachtungszeitraum beendeten allerdings auch 705 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, darunter 229 durch die Aufnahme einer neuen Erwerbstätigkeit. Die ansässigen Unternehmen suchen weiterhin nach Mitarbeitenden: So wurden im Februar 175 Stellen neu gemeldet (30 mehr als im Vormonat, aber 53 weniger als vor einem Jahr). Der Gesamtbestand an verfügbaren Stellenangeboten lag damit bei 1.138.
Landkreis Coburg
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Coburg zeigt sich im Februar 2026 leicht verbessert. 2.328 Menschen waren arbeitslos gemeldet – 91 Personen weniger (-4 Prozent) als im Januar und 10 Personen bzw. 0,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 4,7 Prozent. Konkret standen im Februar 540 Personen, die sich neu arbeitslos gemeldet haben, insgesamt 621 Personen gegenüber, die aus Arbeitslosigkeit abgemeldet werden konnten. Von letzteren konnten 164 ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden. Mit 181 neu gemeldeten Stellen (86 mehr als im Vormonat und 14 mehr als vor einem Jahr) blieb die Nachfrage nach Arbeitskräften auch weiterhin hoch. Insgesamt waren im Februar 2026 folglich 896 Stellen vakant und zur Besetzung ausgeschrieben.
Landkreis Forchheim
Vom Arbeitsmarkt in Forchheim kamen ebenfalls positive Signale: Dort sank die Zahl der Arbeitslosen im Februar 2026 auf 2.405. Das entspricht 57 Personen weniger (-2 Prozent) als im Januar und 23 Personen bzw. 1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringert sich leicht auf 3,5 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Die Veränderung zum Vorjahreswert ist identisch. 573 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos (davon 230 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit), während 629 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 187 Personen gelang dies durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung. Die Unternehmen meldeten im Februar 237 neue Stellen (10 mehr als im Vormonat und 43 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 994 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Landkreis Kronach
Im Landkreis Kronach waren im Februar 2026 insgesamt 1.862 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht 10 Personen weniger (-1 Prozent) als im Januar, jedoch 178 Personen bzw. 11 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,5 Prozent. 394 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos. Davon kamen 171 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Demgegenüber konnten allerdings auch 400 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 131 von ihnen ist dies durch erfolgreiche Integration in eine neue Beschäftigung gelungen. Auch weiterhin suchen die Unternehmen vor Ort nach Mitarbeitenden: 118 Stellen wurden der Agentur für Arbeit im Februar neu gemeldet (18 mehr als im Vormonat und 1 mehr als vor einem Jahr). Mit insgesamt 608 freien Angeboten bleibt der Stellenbestand auf einem konstanten Niveau.
Telefon: 09561 93 26925, 96
Landkreis Lichtenfels
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Lichtenfels im Februar 2026 leicht angestiegen. So erhöhte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Vergleich zum Vormonat um 3 Personen (0,2 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 58 Personen (3,0 Prozent) auf aktuell 1.795. Die Arbeitslosenquote betrug 4,6 Prozent, was dem Januarwert entspricht. Vor einem Jahr lag sie bei 4,5 Prozent. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 480 Personen arbeitslos, davon182 direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 481 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. 121 davon fanden eine neue Beschäftigung. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich mit 215 neu gemeldeten Stellen im Februar (109 mehr als im Vormonat und 64 mehr als vor einem Jahr) und einem Gesamtbestand von 830 offenen Stellen auf einem soliden Niveau.