Im März kam die bereits im Februar begonnene Frühjahrbelebung am regionalen Arbeitsmarkt spürbar in Schwung. So ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg (Bamberg, Coburg, Landkreis Bamberg, Landkreis Coburg, Landkreis Forchheim, Landkreis Kronach, Landkreis Lichtenfels) im dritten Monat des Jahres weiter gesunken. Insgesamt waren 14.749 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht 457 Personen weniger (-3,0 Prozent) als im Vormonat Februar, aber 223 Personen bzw. 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,2 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 4,1 Prozent.
Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im März bei 18.359 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat (-410 Personen bzw. -2,2 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit März 2025 (74 Personen bzw. 0,4 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeits-los gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.596 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.354 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 4.050 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.522 eine Erwerbstätigkeit auf.
Auch weiterhin suchen die Unternehmen nach Mitarbeitenden: 1.424 Stellen wurden im März neu gemeldet (93 mehr als im Vormonat und 3 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 5.926 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Gute Nachrichten aus der Agentur für Arbeit
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg ist die Arbeitslosigkeit im März deutlich zurückgegangen – eine erfreuliche Nachricht für den regionalen Arbeits-markt. Doch was steckt hinter diesem positiven Trend?
Stefan Trebes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bamberg – Coburg, erläutert die Gründe: „Zum einen herrscht in der regionalen Wirtschaft weiterhin eine gute Einstellungsbereitschaft. Zum anderen zeigt sich – bei aller Unsicherheit – ein beständiger Trend: der demografisch bedingte Personalverlust. Die sich hieraus ergebenden Handlungsmöglichkeiten werden von meinen engagierten Vermittlungsfachkräften professionell und kreativ genutzt.“
Agentur für Chancen
„Darüber hinaus werden wir dieses Jahr deutlich mehr in die Weiterbildung von Arbeitsuchenden, aber auch Beschäftigten investieren“, so Trebes weiter. „Busfahrer, Social Media, KI, Baumaschinenführer, Pflege, Berufskraftfahrer und vieles mehr: Das alles ist möglich und das alles sind Chancen. Für Betriebe ebenso wie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Interessierte können sich gerne bei uns melden, denn es bleibt dabei: Wir sind die Möglichmacher am Arbeitsmarkt!“
Stabiler Trend: Ausbildungsstellenmarkt bleibt auch 2026 ein Bewerbermarkt
„Bereits seit einigen Jahren kommen auf einen Bewerber ca. zwei Ausbildungsstellen“, wie Agentur-Chef Stefan Trebes hierzu erläutert. „Diese für Ausbildungssuchenden zunächst komfortable Situation darf jedoch nicht über Bedeutsamkeit des Themas hinwegtäuschen. Für die jungen Menschen ist eine Ausbildung der wichtigste Baustein für ein solides berufliches Fundament und damit Schutz vor Arbeitslosigkeit, Einstieg zum beruflichen Aufstieg und Schlüssel zu qualifizierten und sinn-stiftenden Tätigkeiten. Die Betriebe hingegen sind in Zeiten demografischen Wandels auf der Suche nach den Fachkräften von morgen.“
In der Halbjahresstatistik der Agentur sind noch nicht alle Werte abrufbar. Es lässt sich aber bereits erkennen, dass das Ziel, die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf konstantem Niveau zu halten, in Anbetracht der demografischen Entwicklung ambitioniert ist. Das Fehlen jugendlicher Bewerber versucht die Agentur auszugleichen, indem sie Umschulungen ermöglicht. Dadurch ergeben sich für Menschen Chancen, die sie früher nicht hatten.
„Damit meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Akteure am Ausbildungsmarkt zusammenbringen können, bleibt es wichtig, Ausbildungsstellen zu melden“, ergänzt Trebes. Auch die folgenden Monate sind noch einmal sehr wichtig: Sowohl Betriebe als auch Bewerber entscheiden sich oft spät. Entsprechend stark ist der Markt auch noch in Bewegung.
Aus diesen Tatsachen formuliert Trebes einen dringenden Appell: „Es bleibt enorm wichtig, dass einerseits die Betriebe uns ihre Ausbildungsstellen melden und andererseits die Jugendlichen auf die Berufsberatung zugehen. Wir sind gerne für Sie da und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!“
Arbeitsmarktentwicklung in den Regionen unseres Agenturbezirks - Überblick
Stadt Bamberg
Im Stadtgebiet Bamberg ist die Arbeitslosigkeit im März 2026 gesunken. 2.239 Menschen – und damit 83 Personen weniger (-4,0 Prozent) als im Februar – waren arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies jedoch einen leichten Anstieg um 6 Personen bzw. 0,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 5,0 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,1 Prozent.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 506 Personen arbeitslos. Davon kamen 199 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 595 Men-schen ihre Arbeitslosigkeit, wovon dies wiederum 220 durch die Aufnahme einer neuen Erwerbstätigkeit gelang.
Die Unternehmen vor Ort meldeten im März 210 neue Stellenangebote (8 weniger als im Vormonat und 64 weniger als vor einem Jahr) und haben folglich weiterhin Arbeitskräftebedarf. So befanden sich aktuell insgesamt 864 freie Stellen im Be-stand der Agentur für Arbeit.
Stadt Coburg
Auch in der kreisfreien Stadt Coburg ist die Arbeitslosigkeit im März 2026 zurückgegangen. Hier wurden 1.758 arbeitslos gemeldete Menschen gezählt – 14 Personen weniger (-1,0 Prozent) als im Februar, aber 14 Personen bzw. 1,0 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,5 Prozent und entspricht damit sowohl dem Vormonats- als auch dem Vorjahresniveau.
Im Laufe des zurückliegenden Monats meldeten sich insgesamt 416 Personen arbeitslos, davon 145 direkt aus Erwerbstätigkeit. Demgegenüber konnten 438 Men-schen ihre Arbeitslosigkeit beenden – von ihnen wiederum 134 durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung.
Von Seiten der Arbeitgeber wurden der Agentur für Arbeit im März 244 Stellen neu gemeldet (57 mehr als im Vormonat, aber 28 weniger als vor einem Jahr). Insgesamt waren somit 772 offene Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Landkreis Bamberg
Der Landkreis Bamberg verzeichnete im Berichtsmonat März einen Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 2.637 Personen. Damit sind der Agentur für Arbeit hier 85 Personen weniger (-3,0 Prozent) als im Februar, aber 126 Personen bzw. 5,0 Prozent mehr als vor einem Jahr gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 3,0 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Februarwert. Im Vorjahr lag sie bei 2,8 Prozent.
Insgesamt meldeten sich im Monat März 696 Personen arbeitslos, von denen 280 direkt aus einer vorhergehenden Beschäftigung kamen. Im selben Beobachtungszeitraum beendeten allerdings auch 783 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, darunter 298 durch die Aufnahme einer neuen Erwerbstätigkeit.
Die ansässigen Unternehmen suchen weiterhin nach Mitarbeitenden: So wurden im März 284 Stellen neu gemeldet (109 mehr als im Vormonat und 71 mehr als vor einem Jahr). Der Gesamtbestand an verfügbaren Stellenangeboten lag damit bei 1.145.
Landkreis Coburg
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Coburg zeigt sich im März 2026 verbessert und knüpft somit an die positive Entwicklung des Vormonats an. So waren hier im dritten Monat des Jahres 2.233 Menschen arbeitslos gemeldet – 95 Personen weniger (-4,0 Prozent) als im Februar und 82 Personen bzw. 4,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,5 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Auch der Vorjahreswert von 4,7 Prozent wurde mit 0,2 Pro-zentpunkten unterschritten.
Konkret standen im März 570 Personen, die sich neu arbeitslos gemeldet haben, insgesamt 661 Personen gegenüber, die aus Arbeitslosigkeit abgemeldet werden konnten. Von letzteren konnten 224 ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden.
Mit 170 neu gemeldeten Stellen (11 weniger als im Vormonat, aber 4 mehr als vor einem Jahr) blieb die Nachfrage nach Arbeitskräften auch weiterhin auf einem soliden Niveau. Insgesamt waren im März 2026 872 Stellen vakant und zur Besetzung ausgeschrieben.
Landkreis Forchheim
Vom Arbeitsmarkt in Forchheim kamen ebenfalls positive Signale: Dort sank die Zahl der Arbeitslosen im März 2026 auf 2.348. Das entspricht 57 Personen weniger (-2,0 Prozent) als im Februar, aber 8 Personen bzw. 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich dadurch leicht auf 3,4 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,5 Prozent.
583 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos (davon 221 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit), während 628 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 248 Personen gelang dies durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung.
Die Forchheimer Unternehmen meldeten im März 245 neue Stellen (8 mehr als im Vormonat und 18 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 956 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Landkreis Kronach
Im Landkreis Kronach waren im März 2026 insgesamt 1.751 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht 111 Personen weniger (-6,0 Prozent) als im Februar, je-doch 95 Personen bzw. 6,0 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.
344 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos. Davon kamen 131 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Demgegenüber konnten allerdings auch 454 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 203 von ihnen ist dies durch erfolgreiche Integration in eine neue Beschäftigung gelungen.
Auch weiterhin suchen die Unternehmen vor Ort nach Mitarbeitenden: 113 Stellen wurden der Agentur für Arbeit im März neu gemeldet (5 weniger als im Vormonat und 8 weniger als vor einem Jahr). Mit insgesamt 594 freien Angeboten bleibt der Stellenbestand auf einem konstanten Niveau.
Landkreis Lichtenfels
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Lichtenfels im März 2026 leicht zurückgegangen. So sank sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Vergleich zum Vormonat um 12 Personen (-1,0 Prozent). Im Vergleich zu März 2025 ist die Arbeitslosigkeit moderat um 56 Personen bzw. 3,0 Prozent angestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,6 Prozent und war damit identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 481 Personen arbeitslos, davon 179 direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 491 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. 195 davon fanden eine neue Beschäftigung.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich mit 158 neu gemeldeten Stellen im März (57 weniger als im Vormonat, aber 10 mehr als vor einem Jahr) und einem Gesamtbestand von 723 offenen Stellen auf einem soliden Niveau.