Der Arbeitsmarkt im Juni 2026

Trotz leicht gestiegener Arbeitslosigkeit – Arbeitsmarkt in Bamberg-Coburg zeigt sich widerstandsfähig 

30.06.2026 | Presseinfo Nr. 26

Der Arbeitsmarkt im Arbeitsmarktbezirk Bamberg-Coburg (Bamberg, Coburg, Landkreis Bamberg, Landkreis Coburg, Landkreis Forchheim, Landkreis Kronach, Landkreis Lichtenfels) zeigt sich trotz eines leichten, saisonal üblichen Anstiegs der Arbeitslosigkeit robust. 
Im Juni 2026 waren 13.838 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 36 Personen oder 0,3 Prozent mehr als im Mai, im Vergleich zum Vorjahresmonat jedoch 4 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent und lag damit auch geringfügig über dem Vorjahreswert von 3,9 Prozent. 
Die Unterbeschäftigung belief sich nach vorläufigen Angaben im Juni auf 17.631 Personen. Gegenüber dem Vormonat ging sie um 103 Personen bzw. 0,6 Prozent zurück. 
Im Juni 2026 meldeten sich insgesamt 3.151 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.221 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig konnten 3.112 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, darunter 1.088 durch die Aufnahme einer Beschäftigung.
Auch weiterhin suchen die Unternehmen des Agenturbezirks nach Mitarbeitenden: So wurden im Juni 2026 insgesamt 1.102 Stellen neu gemeldet (120 weniger als im Vormonat und 322 weniger als vor einem Jahr). Besonders hoch ist die Nachfrage in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 5.592 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

 

Fachkräftesicherung bleibt zentrale Aufgaben

Die Sommerpause hinterlässt mit Blick auf den leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zwar erste Spuren, aber dennoch bleibt der regionale Arbeitsmarkt im Juni insgesamt auf einem stabilen Niveau. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, Stefan Trebes, ordnet die aktuelle Entwicklung ein und blickt zugleich auf eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre:

„Dass die Arbeitslosigkeit im Juni nur leicht über dem Vormonat und gleichzeitig geringfügig unter dem Vorjahreswert liegt, ist angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durchaus positiv zu bewerten. Allerdings dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Der demografische Wandel macht sich auch in unserer Region immer stärker bemerkbar – insbesondere durch den Rückgang sozialversicherungspflichtig Beschäftigter. Deshalb müssen wir alles daransetzen, Menschen in Arbeit zu bringen und Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Dazu leisten unter anderem unsere erfolgreichen Auslandsprojekte einen wichtigen Beitrag, ohne die wir – etwa in der Pflege – schon viel weitreichendere strukturelle Probleme hätten.

 

Qualifizierung schafft Perspektiven

 „Ein weiterer entscheidender Schlüssel bleibt die Qualifizierung – egal, ob für Menschen, die bereits im Beruf stehen oder für diejenigen, die arbeitslos sind und den Wiedereinstieg suchen“, so Trebes weiter. „Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass Qualifizierung die Lohnchancen erhöht, das Risiko von Arbeitslosigkeit verringert und die Beschäftigungsmöglichkeiten nachhaltig verbessert. Daran knüpfen wir 2026 mit einer Umschulungsinitiative an und ich kündige auch heute schon deren Fortführung in 2027 an. Schließlich ist es wichtig und ein klarer Standortvorteil, das Potential an Fachkräften in unserer Region hoch zu halten. Alle Betriebe, die sich an dieser Offensive beteiligen möchten, laden wir herzlich ein, auf uns zuzukommen.“ 

 

Gemeinsam die Zukunft gestalten

 Trebes führt fort und betont: „Gemeinsam arbeiten wir mit unserem Netzwerk aus Kammern, Verbänden, Gewerkschaften etc. daran, die Fachkräftesicherung in unserer Region weiter voranzubringen. Damit das gelingt, braucht es allerdings auch gute Rahmenbedingungen vor Ort – etwa eine bedarfsgerechte und verlässliche Kinderbetreuung, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärkt. Dafür macht sich unsere Kommunalpolitik stark und wir müssen dies für uns nutzen. Ich appelliere daher an Personen in Betreuungszeiten, sich frühzeitig bei uns in der Agentur für Arbeit zu melden, um gemeinsam an der Zukunft arbeiten zu können. Ich bin zuversichtlich.“

 

Arbeitsmarktentwicklung in den Regionen unseres Agenturbezirks - Überblick

Stadt Bamberg
Im Stadtgebiet Bamberg ist die Arbeitslosigkeit im Juni 2026 gesunken. 2.111 Menschen – und damit 25 Personen weniger (-1,0 Prozent) als im Mai bzw. 43 Personen weniger (-2,0 Prozent) als im Vorjahr – waren arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent und lag somit auf dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr war die Quote bei 4,9 Prozent.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 462 Personen arbeitslos. Davon kamen 188 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 486 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, wovon dies wiederum 205 durch die Aufnahme einer neuen Erwerbstätigkeit gelang.
Die Unternehmen vor Ort meldeten im Juni 190 neue Stellenangebote (24 weniger als im Vormonat und 65 weniger als vor einem Jahr) und haben folglich weiterhin Arbeitskräftebedarf. So befanden sich aktuell insgesamt 862 freie Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit.

Stadt Coburg
In der kreisfreien Stadt Coburg hat die Arbeitslosigkeit im Juni 2026 leicht zugenommen. Hier wurden 1.710 arbeitslos gemeldete Menschen gezählt – 5 Personen mehr (+0,3 Prozent) als im Mai und 21 Personen (+1,0 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent und entspricht dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,2 Prozent. 
Im Laufe des zurückliegenden Monats meldeten sich insgesamt 335 Personen arbeitslos, davon 132 direkt aus Erwerbstätigkeit. Demgegenüber konnten 347 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden – von ihnen wiederum 131 durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung.
Von Seiten der Arbeitgeber wurden der Agentur für Arbeit im Juni 166 Stellen neu gemeldet (19 mehr als im Vormonat und 34 mehr als vor einem Jahr). Insgesamt waren somit 699 offene Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

Landkreis Bamberg
Der Landkreis Bamberg verzeichnete im Berichtsmonat Juni einen geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 2.387 Personen. Damit sind der Agentur für Arbeit hier 4 Personen mehr (+0,2 Prozent) als im Mai und 59 Personen mehr (+3,0 Prozent) als vor einem Jahr gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 2,7 Prozent und war damit identisch zum Mai-Wert. Im Vorjahr lag sie bei 2,6 Prozent.
Insgesamt meldeten sich im Monat Juni 616 Personen arbeitslos, von denen 238 direkt aus einer vorhergehenden Beschäftigung kamen. Im selben Beobachtungszeitraum beendeten allerdings auch 612 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, darunter 229 durch die Aufnahme einer neuen Erwerbstätigkeit.
Die ansässigen Unternehmen suchen weiterhin nach Mitarbeitenden: So wurden im Juni 194 Stellen neu gemeldet (49 weniger als im Vormonat und 122 weniger als vor einem Jahr). Der Gesamtbestand an verfügbaren Stellenangeboten lag damit bei 1.174. 

Landkreis Coburg
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Coburg bleibt im Juni 2026 stabil. So waren hier im sechsten Monat des Jahres 2.124 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar 12 Personen mehr (+1,0 Prozent) als im Mai, aber im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 74 Personen (-3,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent und lag auf Vormonatsniveau. Der Vorjahreswert von 4,5 Prozent wurde mit 0,2 Prozentpunkten unterschritten.
Konkret standen im Juni 454 Personen, die sich neu arbeitslos gemeldet haben, insgesamt 436 Personen gegenüber, die aus Arbeitslosigkeit abgemeldet werden konnten. Von letzteren konnten 135 ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden.
Mit 121 neu gemeldeten Stellen (77 weniger als im Vormonat und 18 weniger als vor einem Jahr) blieb die Nachfrage nach Arbeitskräften auch weiterhin auf einem soliden Niveau. Insgesamt waren im Juni 864 Stellen vakant und zur Besetzung ausgeschrieben.

Landkreis Forchheim
Die Sommerpause machte sich auch am Forchheimer Arbeitsmarkt bemerkbar: Dort stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juni 2026 auf 2.206. Das entspricht 16 Personen mehr (+1,0 Prozent) als im Mai und 25 Personen mehr (+1,0 Prozent) als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 und lag somit sowohl auf Vormonats- als auch auf Vorjahresniveau. 
521 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos (davon 187 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit), während 494 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 157 Personen gelang dies durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung.
Die Forchheimer Unternehmen meldeten im Juni 195 neue Stellen (6 mehr als im Vormonat, aber 122 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 848 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

Landkreis Kronach
Im Landkreis Kronach waren im Juni 2026 insgesamt 1.629 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht 25 Personen weniger (-2,0 Prozent) als im Mai, jedoch 116 Personen mehr (+8,0 Prozent) als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,4 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,0 Prozent.
330 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos. Davon kamen 138 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Demgegenüber konnten allerdings auch 357 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 132 von ihnen ist dies durch erfolgreiche Integration in eine neue Beschäftigung gelungen.
Auch weiterhin suchen die Unternehmen vor Ort nach Mitarbeitenden: 135 Stellen wurden der Agentur für Arbeit im Juni neu gemeldet (28 mehr als im Vormonat und 9 mehr als vor einem Jahr). Mit insgesamt 572 freien Angeboten bleibt der Stellenbestand auf einem konstanten Niveau.

Landkreis Lichtenfels
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Lichtenfels im Juni 2026 leicht gestiegen. So nahm die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Vergleich zum Vormonat um 49 Personen (+3,0 Prozent) zu. Im Vergleich zu Juni 2025 ist die Arbeitslosigkeit hingegen um 108 Personen bzw. 6,0 Prozent zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,6 Prozent.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 433 Personen arbeitslos, davon 181 direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 380 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. 99 davon fanden eine neue Beschäftigung.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich mit 101 neu gemeldeten Stellen im Juni (23 weniger als im Vormonat und 38 weniger als vor einem Jahr) und einem Gesamtbestand von 573 offenen Stellen auf einem soliden Niveau.