Der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Bautzen und Görlitz im März 2026

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken. 

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 11

Zitat:

„Im März ist die Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken. Mit Frühjahrsbeginn stellen Saisonbetriebe ihr Personal wieder ein – allerdings noch mit Zurückhaltung. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,5 Prozent und zeigt, dass viele Betriebe bei Neueinstellungen weiterhin vorsichtig sind. Wer beruflich vor einer Veränderung steht, sollte sich frühzeitig beraten lassen. Mit der Berufsberatung im Erwerbsleben unterstützt die Arbeitsagentur Beschäftigte, wenn sie noch in Arbeit sind. Denn je eher man aktiv wird, desto größer ist die Chance, Arbeitslosigkeit zu verkürzen oder ganz zu vermeiden“, sagte Anja Schilling, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bautzen. 

 

Arbeitslosigkeit:

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen (Landkreise Bautzen und Görlitz) waren im März 2026 20.441 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 220 Personen (-1,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 435 Personen (-2,1 Prozent) weniger als im März 2025. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 7,5 Prozent. Im März 2025 betrug sie 7,6 Prozent. 

1.003 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit im März 2026 durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung. Das sind 233 Personen mehr (+30,3 Prozent) als im Vormonat, aber 63 Personen weniger (-5,9 Prozent) als im März 2025. Demgegenüber standen 1.070 Menschen, die sich aus einer Arbeit heraus arbeitslos melden mussten, 66 Menschen weniger (-5,8 Prozent) als im Vormonat, aber 50 Personen mehr (+4,9 Prozent) als im Vorjahr.

Arbeitslosigkeit nach Aufgabenbereichen:

Bei der Agentur für Arbeit Bautzen, welche unter anderem für die Auszahlung von Arbeitslosengeld zuständig ist, waren im März 2026 7.918 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 195 Personen weniger als im Vormonat, aber 277 Personen mehr als vor einem Jahr. Bei den beiden Jobcentern der Landkreise Bautzen und Görlitz waren 12.523 Arbeitslose registriert, welche Bürgergeld empfingen. Das sind 25 Personen weniger als im Vormonat und 712 Personen weniger als im Vorjahr. 

Unterbeschäftigung:

Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im März 2026 bei 23.313. Das waren 215 Personen weniger (-0,9 Prozent) als im Vormonat und 636 Personen weniger (-2,7 Prozent) als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote bei 8,6 Prozent. 

Arbeitskräftenachfrage:

Die Unternehmen meldeten der Arbeitsagentur Bautzen im März 2026 767 freie sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen. Das ist der drittniedrigste Stand in einem März in den letzten 15 Jahren. Nur im März der Jahre 2024 und 2025 war die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen noch etwas niedriger. 

Insgesamt hat die Arbeitsagentur Bautzen 4.120 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen im Bestand, 766 Stellen (+22,8 Prozent) mehr als im Vorjahr. Dennoch ist die Gesamtzahl der gemeldeten Arbeitsstellen deutlich vom erreichten Höchststand vom März 2022 entfernt. Damals waren noch 5.240 Stellen im Bestand.

Aktuell sind die meisten Arbeitsstellen in der Zeitarbeit gemeldet (956), gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe (746), dem Handel (459), freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (443) und dem Gesundheits- und Sozialwesen (360). 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, welche im Agenturbezirk Bautzen bei den Unternehmen tätig sind, sank im September 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1.814 Personen (-0,9 Prozent) auf 198.667. Der seit dem Jahr 2022 eingetretene rückläufige Trend setzt sich damit fort.

Den größten Beschäftigungsrückgang hatte das verarbeitende Gewerbe zu verzeichnen (–1.287 Beschäftigte / –2,7 Prozent). Den stärksten Beschäftigungszuwachs gab es hingegen in Heimen und im Sozialwesen (+924 Beschäftigte / +4,2 Prozent). 

Zuletzt war die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im September 2016 niedriger (197.420 Personen).

Konjunkturelles Kurzarbeitergeld:   

Nach vorläufigen Hochrechnungen haben im März 2025 sechs Unternehmen für 76 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Das waren 24 Betriebe und 272 Beschäftigte weniger als im Vormonat. Im Februar 2026 kamen die meisten Betriebe, welche Kurzarbeit neu anzeigen mussten, aus dem verarbeitenden Gewerbe (22 Anzeigen), darunter die meisten aus der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren sowie aus der Herstellung von Metallerzeugnissen. Für März 2026 liegen hierzu noch keine statistischen Daten vor. 

Nach aktuellen Hochrechnungen haben bislang im November 2025 45 Betriebe konjunkturelles Kurzarbeitergeld für insgesamt 1.328 Beschäftigte beantragt. Das sind 14 Betriebe und 240 Beschäftigte weniger als im Vorjahresmonat. Rechnerisch waren im November 2025 0,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort im Arbeitsagenturbezirk Bautzen von Kurzarbeit betroffen, im November 2024 waren es 0,8 Prozent. Die meisten Kurzarbeitenden gab es im November 2025 in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie sowie in der Herstellung von Vorleistungsgütern (insbesondere chemischen Erzeugnissen und Kunststoffwaren).