Aktuell sind 1.222 junge Menschen bei der Arbeitsagentur Bautzen und den Jobcentern der Landkreise Bautzen sowie Görlitz gemeldet, die noch keinen Ausbildungsplatz haben. Gleichzeitig gibt es noch 1.099 unbesetzte betriebliche Ausbildungsstellen.
„Ausbildungsstellen und Bewerber passen immer häufiger nicht optimal zusammenpassen. Umso wichtiger ist es, bei der Suche nach Auszubildenden jungen Menschen eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick vielleicht nicht perfekt ins Bild passen. Denn oft zeigt sich in der Praxis, dass „auf den zweiten Blick“ doch viel Engagement, Fleiß und Motivation in den jungen Menschen steckt. Hierbei unterstützt der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur mit bedarfsgerechter Beratung und maßgeschneiderten Förderleistungen“, so Anja Schilling, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bautzen.
Wenn etwa die vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht ganz den Anforderungen der Ausbildungsstelle entsprechen, kann die Assistierte Ausbildung die passende Unterstützung sein. Diese beinhaltet unter anderem Nachhilfeunterricht bei Sprach- oder Lernschwierigkeiten. Kleine Betriebe, die wenig Zeit und Personal für die intensive Betreuung Ihrer Auszubildenden haben oder zum ersten Mal ausbilden, können Hilfe bei der Organisation und Durchführung der Ausbildung erhalten. So können sie sich beispielsweise beim Erstellen eines betrieblichen Ausbildungs- oder Qualifizierungsplans unterstützen lassen. Wenn es während der Ausbildung mal „hakt“, kann die Assistierte Ausbildung auch eine sozialpädagogische Betreuung beinhalten. Etwa, wenn es Konflikte zwischen Auszubildenden und Betrieb gibt.
Für Jugendliche, die noch nicht alle Voraussetzungen für den direkten Einstieg in eine Ausbildung erfüllen – etwa wegen unzureichender schulischer Kenntnisse oder gesundheitlicher Einschränkungen – kann die Einstiegsqualifizierung eine „Brücke in die Ausbildung“ sein. Während dieses betrieblichen Langzeitpraktikums von vier bis maximal zwölf Monaten können sich Jugendliche und Ausbildungsbetriebe gegenseitig kennenlernen. Die jungen Menschen können an ihren Aufgaben wachsen und bei erfolgreichem Verlauf in eine betriebliche Ausbildung übernommen werden.
Mehr Infos zu den Unterstützungsleistungen der Arbeitsagentur finden Arbeitgeber unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen/ausbilden.
Jugendliche, die noch unentschlossen sind und eine Lehrstelle suchen, sollten sich schnell bei der Berufsberatung melden. Beratungstermine stehen zeitnah zur Verfügung - auch in den Sommerferien. Gesprächstermine können online oder telefonisch vereinbart werden – Infos dazu gibt es unter www.mein-beruf.de. Das Onlineportal „meinBeruf“ bietet auch umfassende Begleitung und praktische Tools rund um Berufswahl und Ausbildungssuche.
Einen Überblick über freie Ausbildungsstellen in der Region erhalten Jugendliche mit der App „AzubiWelt“ oder im Internet unter www.arbeitsagentur.de/jobsuche.
