Winter sorgt für weiter steigende Arbeitslosenzahlen

„Der Winter macht sich nun auch auf dem Arbeitsmarkt deutlich bemerkbar. Die Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung haben sich gegenüber Dezember mehr als verdoppelt. Einen großen Anteil haben dabei Beschäftigte aus den klassischen witterungsabhängigen Berufen. Im Vergleich zu Januar 2025 fiel der saisonübliche Anstieg etwas geringer aus. Insgesamt sind jedoch im Agenturbezirk rund 400 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahresmonat. 
Ganz typisch ging im Januar auch die Nachfrage nach Arbeitskräften gegenüber dem Vormonat zurück. Es wurden aber 11 Stellen mehr gemeldet als vor einem Jahr“, erläutert Sebastian Peine die erste Arbeitsmarktbilanz im Jahr 2026.

 

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 6

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof waren im Januar 13.614 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.269 Personen mehr (+10,3 Prozent) als im Dezember und 389 Personen oder 2,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent und lag 0,5 Prozentpunkte über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr betrug sie 5,1 Prozent.

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Januar: + 1269 auf 13.614 (+ 10,3 Prozent)
Arbeitslosenquote: 5,3 Prozent (+ 0,5 Prozentpunkte)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 389 (- 2,9 Prozent)
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 5,1 Prozent

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Januar bei 16.607 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Dezember um 1.051 Personen bzw. 6,8 Prozent. Verglichen mit Januar 2025 sank sie um 247 Personen oder 1,5 Prozent. Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Im Rechtskreis SGB III, der durch die Agentur für Arbeit betreut wird, waren 7.188 arbeitslose Personen zu verzeichnen. Das waren 1.014 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 393 mehr als vor einem Jahr. Durch die Arbeitsagentur wurden damit 53 Prozent aller Arbeitslosen im Agenturbezirk Bayreuth-Hof betreut. 
Im Rechtskreis SGB II waren bei den sechs Jobcentern im Agenturbezirk 6.426 Arbeitslose registriert, 255 Personen mehr als im Vormonat, aber 4 weniger als im Vorjahr. Die Jobcenter kümmerten sich um 13.827 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte. Das waren 490 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 451 auf 10.495. (Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

Insgesamt meldeten sich 3.691 Personen arbeitslos. Davon kamen 2.060 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. Mehr als 1.200 Zugänge waren von Beschäftigten aus Produktionsberufen - aktuell insbesondere aus Bau- und Ausbauberufen sowie Land-, Forst- und Gartenbauberufen zu verzeichnen. Auch aus dem Bereich „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, hier insbesondere aus Verkehrs- und Logistikberufen, gab es viele Zugänge.
2.417 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit im Januar beenden, davon nahmen 701 eine Erwerbstätigkeit auf.

Nachfrage nach Arbeitskräften
637 Stellen wurden im Januar neu gemeldet. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vormonat um 443 Stellen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es ein kleines Plus von 11 Stellen. 
Größere Bedarfe wurden zu Jahresbeginn insbesondere für Berufe in der „Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege“, im Bereich „Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag“, im Verkauf und für Reinigungstätigkeiten gemeldet. 
Aktuell hat die Arbeitsagentur damit 5.253 offene Stellen im Bestand.
 

Überblick nach Regionen

Stadt Bayreuth

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Januar: + 163 auf 2.401 (+ 7,3 Prozent)
Arbeitslosenquote: 5,8 Prozent (+ 0,4 Prozentpunkte)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 134 (+ 5,9 Prozent)
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 5,5 Prozent

Landkreis Bayreuth

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Januar: + 318 auf 2.329 (+ 15,8 Prozent)
Arbeitslosenquote: 3,8 Prozent (+ 0,5 Prozentpunkte)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 55 (+ 2,4 Prozent)
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 3,7 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist im Raum Bayreuth im Januar 2026 gestiegen. Im Stadtgebiet waren 2.401 Menschen arbeitslos gemeldet, 163 Personen mehr
als im Dezember und 134 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,8 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,5 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III waren 1.207 Personen arbeitslos. Das waren 168 Personen mehr als im Vormonat und 113 Personen mehr als vor einem Jahr. 

Im Jobcenter Bayreuth Stadt waren 1.194 Arbeitslose registriert, 5 weniger als im Vormonat, aber 21 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 12 auf insgesamt 2.087. 
Die Betreuung der Arbeitslosen Bayreuther erfolgte jeweils etwa zur Hälfte in Arbeitsagentur und Jobcenter. 

Im Landkreis Bayreuth waren 2.329 Arbeitslose registriert, 318 mehr als im Dezember und 55 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,8 Prozent und lag mit 0,5 Prozentpunkten über dem Vormonat sowie 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. 
Die Agentur für Arbeit verzeichnete 1.489 arbeitslose Personen, 264 mehr als im Vormonat und 86 mehr als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB III wurden damit 64 Prozent aller Arbeitslosen betreut. 
Im Jobcenter Bayreuth Land waren 840 Arbeitslose registriert, 54 Personen mehr als im Vormonat und 31 Personen weniger als im Januar 2025. Die Bedarfsgemeinschaften gingen im Vorjahresvergleich um 145 zurück. Insgesamt betreute das Jobcenter im Januar 1.248 Bedarfsgemeinschaften. 

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.364.Personen arbeitslos. Davon kamen 768 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit, rund 55 Prozent mehr als im Vormonat. Neben vielen Zugängen aus den Außenberufen meldeten sich im Raum Bayreuth insbesondere auch vermehrt Menschen aus Verkehrs- und Logistikberufen sowie Berufen in der Unternehmensführung und -organisation. 
879 Arbeitslose beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 253 eine Erwerbstätigkeit auf. 

Nachfrage nach Arbeitskräften 
235 Stellen wurden im Januar neu gemeldet, 110 weniger als im Vormonat und 23 weniger als vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen „sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, „Gesundheits- und Sozialwesen“ sowie „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz“. 
Aktuell bietet der Raum Bayreuth damit 1.960 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.


Stadt Hof

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Januar: + 158 auf 2.120 (+ 8,1 Prozent)
Arbeitslosenquote: 8,3 Prozent (+ 0,6 Prozentpunkte)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 94 (+ 4,6 Prozent)
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 8,1 Prozent

Landkreis Hof

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Januar: + 293 auf 2.476 (+ 13,4 Prozent)
Arbeitslosenquote: 4,8 Prozent (+ 0,5 Prozentpunkte)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 40 (+ 1,6 Prozent)
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 4,7 Prozent

Insbesondere im Landkreis ist die Arbeitslosigkeit im Hofer Land im ersten Monat des Jahres 2026 überwiegend saisonbedingt deutlich angestiegen. 
In der Stadt Hof waren 2.120 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 158 mehr als im Dezember und 94 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,3 Prozent und lag mit 0,6 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr betrug sie 8,1 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) waren 866 Personen arbeitslos gemeldet, 92 mehr als im Vormonat und 3 mehr als im Vorjahresmonat. 
Im Rechtskreis SGB II waren im Jobcenter Hof Stadt 1.254 Arbeitslose zu verzeichnen, 66 mehr als im Vormonat und 91 mehr als Januar 2025. Die Zahl der 
Bedarfsgemeinschaften ging im Vorjahresvergleich um 37 auf 2.264 zurück. 
Das Jobcenter betreute 59 Prozent aller Arbeitslosen im Stadtgebiet. 

Im Landkreis Hof waren 2.476 Menschen arbeitslos gemeldet, 293 mehr als im 
Dezember 2025 und 40 Personen mehr als im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,7 Prozent. 
Im Rechtskreis SGB III waren 1.330 Personen arbeitslos. Das waren 222 Personen mehr als im Vormonat und 95 mehr als im Vorjahr. Die Agentur für Arbeit betreute damit 54 Prozent aller arbeitslosen Landkreisbewohner. 
Im Rechtskreis SGB II kümmerte sich das Jobcenter Hof Land um 1.146 Arbeitslose. Das entspricht 71 Personen mehr als im Vormonat und 55 Personen weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 75 auf 1.803. 

Insgesamt meldeten sich im Januar 1.278 Personen arbeitslos. Mit 678 Personen kam dabei mehr als die Hälfte direkt aus Erwerbstätigkeit. Im Landkreis stieg der Zugang aus Beschäftigung gegenüber Dezember 2025 um 85 Prozent. Neben vielen Zugängen aus den Bau- und Ausbauberufen und der Land- und Forstwirtschaft gab es im Hofer Land insbesondere vermehrt Zugänge aus Verkehrs- und Logistikberufen.
834 arbeitslose Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon 219 durch eine Arbeitsaufnahme.

Nachfrage nach Arbeitskräften 
Die Unternehmen der Region suchten im Januar Mitarbeitende für 188 Stellen. Damit wurden im Januar 163 neue Stellen weniger gemeldet als im Vormonat und 32 weniger als im Januar 2026. Die meisten aktuellen Gesuche gab es für Mitarbeitende in Gesundheits- und Handelsberufen. 
Die meisten freien Stellen gibt es aktuell im Verarbeitendes Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bereich der „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“. 
Aktuell hat die Arbeitsagentur im Hofer Land 1.537 offene Stellen im Angebot. 


Landkreis Kulmbach

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Januar: + 86 auf 1.885 (+ 4,8 Prozent)
Arbeitslosenquote: 4,6 Prozent (+ 0,2 Prozentpunkte)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 8 (- 0,4 Prozent)
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 4,6 Prozent

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Kulmbach ist im Januar 2026 gestiegen. 
1.885 Menschen waren arbeitslos, 86 Personen mehr als im Dezember, aber 8 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,6 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Wert des Vormonats. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 4,6 Prozent. 
Die Agentur für Arbeit kümmerte sich im Rechtskreis SGB III um 1.098 arbeitslos gemeldete Personen. Das waren 96 Arbeitslose mehr als im Dezember 2025 und 24 Personen mehr als vor einem Jahr. Damit waren 58 Prozent der arbeitslosen Kulmbacher im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur gemeldet. 
Im Rechtskreis SGB II betreute das Jobcenter Kulmbach 787 registrierte Arbeitslose, 10 weniger als im Vormonat und 32 Personen weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ging im Vorjahresvergleich um 122 auf 1.191 zurück. 

Insgesamt meldeten sich 392 Personen arbeitslos, 251 von ihnen kamen direkt aus einer Beschäftigung. Vermehrt gab es witterungsbedingte Zugänge aus den Außenberufen sowie aus Verkehrs- und Logistikberufen. 
298 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon 118 durch eine neue Beschäftigung. 

Nachfrage nach Arbeitskräften 
Trotz des üblichen Abflachens bei den Stellenmeldungen hat die Nachfrage nach Arbeitskräften in Kulmbach im Vergleich zu Januar 2025 zugenommen. 120 Stellen wurden im Januar gemeldet, 68 weniger als im Vormonat, aber 52 mehr als vor einem Jahr. Die Kulmbacher Betriebe suchen Mitarbeitende für alle Branchen und Berufe. Größere Bedarfe gab es aktuell insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen. Das Größte Angebot an freien Stellen gibt es derzeit in der Branche „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, im Verarbeitendes Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen. 
Für den Landkreis Kulmbach hat die Arbeitsagentur 916 freie Stellen im Bestand.


Landkreis Wunsiedel

Wichtig:Arbeitslosenzahl im Januar: + 251 auf 2.403 (+ 11,7 Prozent)
Arbeitslosenquote: 6,2 Prozent (+ 0,6 Prozentpunkte)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: + 74 (+ 3,2 Prozent)
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 6,0 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Landkreis Wunsiedel im Januar saisonbedingt deutlich gestiegen. 
2.403 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 251 mehr als im Vormonat und 74 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,0 Prozent. 
Die Arbeitsagentur verzeichnete im Rechtskreis SGB III 1.198 Arbeitslose. Das waren 172 Personen mehr als im Vormonat und 72 Personen mehr als vor einem Jahr. 
Im Rechtskreis SGB II betreute das Jobcenter Fichtelgebirge 1.205 Arbeitslose, 79 Personen mehr als im Vormonat und 2 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank im Vorjahresvergleich um 61 auf 1.901. 

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 657 Personen arbeitslos. Davon kamen 363 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. Neben witterungsbedingen Zugängen aus Berufen in Bau, Fortwirtschaft und Gartenbau gab es auch viele Meldungen aus Fertigungsberufen. 406 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 111 davon durch eine Arbeitsaufnahme. 

Nachfrage nach Arbeitskräften
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ging saisontypisch zurück, lag aber über dem Vorjahr: 94 Stellen wurden im Januar neu gemeldet. Das waren 102 Meldungen weniger als im Vormonat, aber 14 mehr als vor einem Jahr. Die meisten Angebote liegen aktuell für das Verarbeitendes Gewerbe vor. Ebenso wird im Bereich der „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ sowie im Bereich „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ und im „Gesundheits- und Sozialwesen“ rege gesucht. 
840 freie Stellen hat die Arbeitsagentur aktuell für den Landkreis Wunsiedel insgesamt im Angebot.