Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Gütersloh steigt im Januar 2026 um 540 auf nun 11.305 Personen und liegt damit nahezu auf Vorjahresniveau (+11 Personen). Die Arbeitslosenquote liegt wieder bei 5,2 Prozent.
„Zum neuen Jahr steigt die Arbeitslosenzahl im Kreis Gütersloh erstmals seit Oktober wieder über die Marke von 11.000 “, sagt Wolfgang Draeger, Leiter der Agentur für Arbeit Bielefeld/Gütersloh. Der absolute Anstieg von Dezember auf Januar ist gleichwohl ebenfalls fast so hoch wie im Vorjahr (+ 8 Personen). Der größte Rückgang in der Arbeitslosigkeit ist bei den Ausländern zu verzeichnen; der stärkste Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen. „Auch die Entwicklung bei der Jugendarbeitslosigkeit sowie beim Personenkreis älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist zu Jahresbeginn saisontypisch ungünstig“, so der Arbeitsmarktexperte.
Doch trotz der Steigerungen zum Vormonat und auch zum Vorjahresmonat, entwickeln sich zwei Zahlen positiv: Die Zahl der Bürgergeldempfänger ist im Vergleich zu Januar 2025 um 2,9 Prozent und die Unterbeschäftigung um 2,5 Prozent gesunken. „Der Rückgang der Unterbeschäftigung bedeutet, dass im Kreis Gütersloh aktuell 354 Personen weniger von Agentur für Arbeit und Jobcenter Leistungen beziehen als noch vor einem Jahr“, berichtet Draeger weiter.
Arbeitslosigkeit
Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Gütersloh steigt im Januar 2026. Insgesamt sind 11.305 Personen arbeitslos. Dies sind zum Vormonat 540 Personen mehr (+5,0 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 11 Personen (+0,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt im Januar 5,2 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich ebenfalls auf 5,2 Prozent (+0,0 Prozentpunkte).
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
In der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 5.183 Personen gemeldet. Dies sind 420 Personen mehr als vor einem Monat (+8,8 Prozent). Zum selben Monat des Vorjahres steigt die Zahl um 195 Personen (+3,9 Prozent).
Entwicklung im Bürgergeld (SGB II)
Bürgergeld erhalten 120 Arbeitslose mehr als im Vormonat (+2,0 Prozent) und 184 weniger als im Vorjahr (-2,9 Prozent). Insgesamt zählen 6.122 Personen und damit 54,2 Prozent aller Arbeitslosen zum Bürgergeld gemäß SGB II.
Jugendarbeitslosigkeit
1.036 Arbeitslose sind im Januar 2026 im Kreis Gütersloh unter 25 Jahre alt. Dies sind 54 Personen mehr als im Vormonat (+5,5 Prozent). Zum selben Monat des Vorjahres sind 60 junge Menschen mehr arbeitslos (+6,1 Prozent).
Arbeitslose ab 50 JahreDie Anzahl arbeitsloser Menschen ab 50 Jahre steigt zum Vormonat um 166 Personen (+4,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind es 158 Arbeitslose mehr (+4,1 Prozent). Insgesamt sind 3.983 Menschen ab 50 Jahre im Kreis Gütersloh arbeitslos.
Langzeitarbeitslose
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Gütersloh steigt um 132 Personen (+3,1 Prozent). 4.448 Personen sind länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 88,2 Prozent (3.924 Personen) zum Bürgergeld. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 135 Personen (+3,1 Prozent).
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung im Kreis Gütersloh steigt im Januar 2026. Insgesamt sind aktuell 13.944 Personen ohne Beschäftigung. Dies sind zum Vormonat 387 Personen mehr (+2,9 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres sinkt die Unterbeschäftigung um 354 Personen (-2,5 Prozent). Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt jedoch aktuell nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist.
Stellenangebote
Die Arbeitgeber aus dem Kreis Gütersloh haben in diesem Monat 367 Stellen gemeldet und damit 187 weniger als im Vormonat (-33,8 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres sinkt die Anzahl der neuen Stellenmeldungen um 49 Stellen (-11,8 Prozent). Im Bestand befinden sich aktuell insgesamt 2.704 offene Stellen, 240 weniger als vor einem Monat (-8,2 Prozent) und 400 weniger als vor einem Jahr (-12,9 Prozent).