Zum Jahresende weniger Arbeitslose

Der Bochumer Arbeitsmarkt im Dezember 2025

07.01.2026 | Presseinfo Nr. 1

Bochum. Das Jahr 2025 schließt mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit ab. Der saisonale Rückgang von November auf Dezember (minus 202 Personen) fällt ähnlich aus wie in den Vorjahren. Auch der Vergleich mit dem Vorjahr weist weniger Arbeitslose auf (minus 364 Personen). Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt im Dezember etwas weniger aufnahmefähig als im Vormonat. Erfahrungsgemäß wird der positive Verlauf mit dem Ende des Weihnachtsgeschäfts jedoch wieder enden. 

Mit dem Auslaufen vieler befristeter Arbeitsverträge zum Jahres- und Quartalsende steigt die Arbeitslosigkeit zu Beginn eines neuen Jahres erfahrungsgemäß an. Wie nachhaltig sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2026 entwickeln wird, bleibt daher abzuwarten. Seit mehreren Jahren ist der Arbeitsmarkt von verschiedenen strukturellen und konjunkturellen Einflussfaktoren geprägt, unter anderem durch anhaltende Unsicherheiten in den Lieferketten sowie eine insgesamt verhaltene wirtschaftliche Entwicklung. Die Konjunktur bleibt schwach und wirkt sich weiterhin auf die Dynamik des Arbeitsmarktes aus. 

Dies zeigt sich auch in der Entwicklung der Zu- und Abgänge in der Arbeitsmarktstatistik: Zwar sind die Zugänge aus der Erwerbstätigkeit in die Arbeitslosigkeit fast konstant geblieben, gleichzeitig ist jedoch die Anzahl der Personen zurückgegangen, die im Dezember eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten. Die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen verläuft unterschiedlich: Im Dezember gibt es weniger gemeldete Personen in der Grundsicherung. Die Arbeitslosigkeit in der Versicherungsleistung hingegen ist wieder leicht angestiegen. 

Christopher Meier, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bochum, blickt trotz der aktuellen Herausforderungen optimistisch auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Er unterstreicht die zentrale Bedeutung gut ausgebildeter Fachkräfte und betont: „Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal wird auch 2026 hoch bleiben – selbst in einem schwächelnden konjunkturellen Umfeld. Das Jahr 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, dass Beschäftigungswachstum auch in schwierigen Zeiten möglich ist.“ 

Zum Stichtag im März des vergangenen Jahres konnte in Bochum ein Beschäftigungszuwachs von 1.657 Personen verzeichnet werden, was einem Plus von 1,1 Prozent entspricht. „Unsere Aufgabe wird es auch im kommenden Jahr sein, diese positive Entwicklung weiter zu unterstützen, indem wir sowohl Arbeitsuchende als auch bereits Beschäftigte gezielt qualifizieren sowie aus- und fortbilden“, so Meier.

Arbeitslosigkeit 

Im Januar 2026 sind mit insgesamt 17.499 gemeldeten Arbeitslosen in Bochum 202 Personen oder 1,1 Prozent weniger arbeitslos als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit damit um 364 Personen oder 2,0 Prozent verringert. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Januar 8,7 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 9,0 Prozent (0,3 Prozentpunkte).

Langzeitarbeitslosigkeit 

Insgesamt 7.171 Personen (SGB III und SGB II) sind länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt und damit derzeit in Bochum langzeitarbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind dies 44 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr um diese Zeit sinkt die Zahl um 151 Personen. 92,1 Prozent (6.605 Personen) aller Langzeitarbeitslosen sind in der Grundsicherung gemeldet.

Jugendarbeitslosigkeit 

1.327 Jugendliche sind aktuell in Bochum arbeitslos gemeldet. Zu den Jugendlichen zählen in der Arbeitsmarktstatistik alle Personen unter 25 Jahren. Verglichen mit dem Vormonat sind dies 8 Arbeitslose (0,6 Prozent) mehr. Im gleichen Monat des Vorjahres waren es 17 arbeitslose junge Menschen oder 1,3 Prozent mehr.

Arbeitslosigkeit der Älteren 

Aktuell sind 6.186 ältere Personen in Bochum arbeitslos gemeldet. Zu den älteren Personen zählen in der Arbeitslosenstatistik alle, die das 50. Lebensjahr überschritten haben. Das sind im Vergleich zum Vormonat 34 Personen oder 0,5 Prozent weniger. Verglichen mit dem Vorjahr um diese Zeit sind es 174 Arbeitslose weniger (2,7 Prozent).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III 

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III - Sozialgesetzbuch III) sind derzeit in Bochum 4.899 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 28 Personen oder 0,6 Prozent mehr. Im Vorjahresvergleich zeigt sich hier eine Erhöhung um 342 Personen oder 7,5 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II 

Die Grundsicherung (SGB II - Sozialgesetzbuch II) zählt im Januar 2026 insgesamt 12.600 Arbeitslose. Das sind 230 Arbeitslose weniger (1,8 Prozent) als im Vormonat und verglichen mit dem Vorjahresmonat 706 Arbeitslose oder 5,3 Prozent weniger. Von allen Arbeitslosen sind damit rund 72,0 Prozent in der Grundsicherung gemeldet.

Stellenangebote 

528 neue Stellenangebote wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit im Januar 2026 gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 60 Stellenmeldungen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr um diese Jahreszeit 2 Stellen weniger . Im Bestand befinden sich in diesem Monat insgesamt 3.132 offene Stellen. Das sind 9 weniger als im Vormonat und 336 weniger als im Vorjahresmonat.

Unterbeschäftigung 

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder sich in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus befinden. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen steht, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.

Insgesamt waren in diesem Monat 22.215 Personen in der Unterbeschäftigung registriert. Verglichen mit dem Vormonat sind das 100 Personen weniger. Ein Blick auf das Vorjahr zeigt einen Rückgang um 72 Personen. Mehr Datenmaterial und Erläuterung zur Entwicklung auf dem Bochumer Arbeitsmarkt finden Sie anliegend oder unter: Agentur für Arbeit Bochum>Statistik