Herne. Die Arbeitslosigkeit in Herne geht im Februar nur leicht zurück. Die Arbeitslosenquote verbleibt auf 12,4 Prozent. Es werden zwar deutlich mehr Stellen als im Vormonat gemeldet, allerdings weit weniger als im Vorjahr. Auf eine nennenswerte Frühjahrsbelebung weisen bisher kaum Anzeichen hin.
Mit insgesamt 10.290 gemeldeten Arbeitslosen sind im Februar 44 Menschen in Herne weniger ohne Arbeit als im Januar. Damit liegt der Bestand an Arbeitslosen um 3 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Ausnahmslos alle Personengruppen verzeichnen hier einen Zuwachs. Obwohl im Februar etwas weniger Menschen ihre Arbeit verloren als im Vormonat, liegt deren Zahl um knapp zehn Prozent höher als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Februar unverändert 12,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 12,1 Prozent (0,3 Prozentpunkte).
Für Christopher Meier, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bochum, ist das nicht Neues: „Dass der Februar noch keine klare Trendwende bringt, ist saisontypisch. Die Rückkehr unter 10.000 Arbeitslose in Herne lässt zwar weiter auf sich warten. Der Zuwachs bei den gemeldeten offenen Stellen um mehr als 50 Prozent zeigt jedoch, dass Bewegung im Markt ist und sich Perspektiven eröffnen.“
Langzeitarbeitslosigkeit
Insgesamt 4.113 Personen (SGB III und SGB II) sind länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt und damit derzeit in Herne langzeitarbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind dies 2 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr um diese Zeit steigt die Zahl um 232 Personen. 94,0 Prozent (3.865 Personen) aller Langzeitarbeitslosen sind in der Grundsicherung gemeldet.
Jugendarbeitslosigkeit
1.011 Jugendliche sind aktuell in Herne arbeitslos gemeldet. Zu den Jugendlichen zählen in der Arbeitsmarktstatistik alle Personen unter 25 Jahren. Verglichen mit dem Vormonat sind dies 24 Arbeitslose (2,4 Prozent) mehr. Verglichen mit dem Vorjahr um diese Zeit sind es 57 arbeitslose junge Menschen oder 6,0 Prozent mehr.
Arbeitslosigkeit der Älteren
Aktuell sind 3.377 ältere Personen in Herne arbeitslos gemeldet. Zu den Älteren Personen zählen in der Arbeitslosenstatistik alle, die das 50. Lebensjahr überschritten haben. Das sind im Vergleich zum Vormonat 28 Personen oder 0,8 Prozent weniger. Verglichen mit dem Vorjahr um diese Zeit sind es 132 Arbeitslose mehr (4,1 Prozent).
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III - Sozialgesetzbuch III) sind derzeit in Herne 2.532 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 50 Personen oder 1,9 Prozent weniger. Im Vorjahresvergleich zeigt sich hier eine Erhöhung um 132 Personen oder 5,5 Prozent.
Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II
Die Grundsicherung (SGB II - Sozialgesetzbuch II) zählt im Februar 2026 insgesamt 7.758 Arbeitslose. Das sind 6 Arbeitslose mehr (0,1 Prozent) als im Vormonat und verglichen mit dem Vorjahresmonat 167 Arbeitslose oder 2,2 Prozent mehr. Von allen Arbeitslosen sind damit rund 75,4 Prozent aller Arbeitslosen in der Grundsicherung gemeldet.
Stellenangebote
194 neue Stellenangebote wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit im Februar 2026 gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 66 Stellenmeldungen mehr. Im Vergleich zum Vorjahr um diese Jahreszeit 84 neue gemeldete Stellen weniger. Im Bestand befinden sich in diesem Monat insgesamt 1.334 offene Stellen. Das sind 25 mehr als im Vormonat und 8 weniger als im Vorjahresmonat.
Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder sich in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus befinden. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen steht, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.
Insgesamt waren in diesem Monat 12.930 Personen in der Unterbeschäftigung registriert. Verglichen mit dem Vormonat sind das 16 Personen mehr. Ein Blick auf das Vorjahr zeigt einen Anstieg um 214 Personen.