Herne. Dienstag, 21. April, in den Herner Flottmannhallen: Es hämmert, jemand lacht und viele reden. Es herrscht reges Treiben. 1.000 Schülerinnen und Schüler sind eingeladen sich über Berufe im Handwerk zu informieren. Sie ziehen von einem Stand zum nächsten, informieren sich und lassen sich beraten. Rund 50 Unternehmen aus dem Handwerk stellen hier sich und ihre Ausbildungsberufe vor. Die Ausbildungsmesse zum Handwerk für Bochum und Herne ist längst eine Institution. Sie zeigt immer wieder: Das Handwerk ist krisensicher, vielseitig und unverzichtbar. Wer im Handwerk arbeitet, hat Zukunft und braucht die KI nicht zu fürchten.

„Eine Ausbildung im Handwerk bietet enorme Vielfalt, Kreativität und hervorragende Karrierechancen. Unsere Messe bringt junge Menschen direkt mit Betrieben zusammen und macht die Chancen im Handwerk direkt erlebbar – oft ganz praktisch zum Ausprobieren. Genau das sind wertvolle Entscheidungshilfen“, so Christopher Meier, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, und fährt fort: „Wer glaubt, das Handwerk sei von gestern, liegt falsch: Auch hier findet Transformation statt. Digitalisierung ist längst Alltag – von der automatisierten Auftragsabwicklung bis zum digitalen Vermessen. Das macht die Berufe nicht nur anspruchsvoller,
sondern vor allem eines: spannender und zukunftsfähiger.“
Es sind noch viele offene Ausbildungsstellen in allen Bereichen des Handwerks für das kommende Ausbildungsjahr zu besetzen. Die Betriebe suchen händeringend nach passendem Nachwuchs und die Chancen für junge Menschen in diesem Bereich Fuß zu fassen sind gut.
Anders als in der Industrie oder der Verwaltung gelten im Handwerk im Übrigen keine strikten Bewerbungsdeadlines.
Stadträtin Stephanie Jordan, bei der Stadt Herne unter anderem zuständig für die Fachbereiche Kinder-Jugend-Familie und Soziales sowie das Themenfeld Arbeit, betont, wie wichtig die Messe für die Stadt ist: „Das Handwerk ist weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor – es ist ein Fundament für soziale Teilhabe, Perspektiven für junge Menschen und gelebte Gemeinschaft. Gerade hier in Herne zeigt sich, wie wichtig es ist, Jugendlichen Wege in Ausbildung und Beruf zu eröffnen und ihnen durch das Handwerk eine stabile Zukunft zu ermöglichen. Diese Messe setzt daher einen wichtigen Impuls. Junge Menschen können hier aktiv werden und so
einen sehr praxisorientierten Einblick in die verschiedenen Handwerksberufe erhalten. Das macht diese Messe so wertvoll.“
Andreas Merkendorf ist als Stadtrat unter anderem für den Fachbereich Schule und Weiterbildung verantwortlich. Er ergänzt: „Wir haben in Herne eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Nicht immer gelingt Schüler*innen und Schülern der direkte Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder ein Studium. Genau da setzt diese Messe an. Sie bietet authentische Einblicke in die Berufe und ermöglicht den jungen Menschen eine durchdachte Entscheidung bei der Berufswahl.“