- Im Vergleich zum Vormonat sinkt die Arbeitslosigkeit um 525 Personen (-1,6 Prozent) auf 33.185 Personen.
- Im Vergleich zum Vorjahresmonat steigt die Arbeitslosigkeit um 135 Personen oder 0,4 Prozent.
- Im Versichertenbereich (SGB III) sinkt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 228 Personen (-1,8 Prozent).
- Im Grundsicherungsbereich (SGB II) sinkt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 297 Personen (-1,4 Prozent).
- Die Zugänge aus der Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit sinken im Vergleich zum Vormonat um 6,6 Prozent.
- Die Arbeitslosenquote sinkt im Agenturbezirk im Vergleich zum Vormonat auf 6,4 Prozent (-0,1 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosenquote in der Stadt Bonn sinkt im Vergleich zum Vormonat leicht auf 7,4 Prozent (-0,2 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosenquote im Rhein-Sieg-Kreis sinkt leicht auf 5,8 Prozent (-0,1 Prozentpunkte).
- Im Mai 2026 wurden sowohl im Vergleich zum Vormonat 220 neue Stellen (19,1 Prozent) als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat (+363 Stellen oder +36,0 Prozent) gemeldet.
- Die Arbeitslosigkeit hat in allen Personengruppen im Vergleich zum Vormonat abgenommen, bei den Jugendlichen (15 bis unter 20 Jahre) verringerte sich die Arbeitslosigkeit sogar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent.
„Im Mai haben viele Arbeitsuchende ihre Möglichkeiten gut genutzt – sie bescheren sich und dem Arbeitsmarkt der Region einen kleinen Lichtblick: Die Arbeitslosigkeit ist über alle Altersgruppen hinweg gesunken“, berichtet Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg. „Die Auswahl an offenen Stellen ist aber weiterhin gut, weil uns die Unternehmen der Region wieder mehr freie Stellen gemeldet haben. Entsprechend empfehlen wir allen Arbeitsuchenden eine Recherche in unserem Jobportal.“
Zusammenfassung zur Situation der Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bonn/Rhein-Sieg sinkt im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat leicht (von 33.710 auf 33.185 Personen).
Im Agenturbezirk Bonn/Rhein-Sieg sinken die Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit um 6,6 Prozent von 2.240 auf 2.092 Personen. Die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit sinken um 1,8 Prozent im Vergleich zum April 2026. Dies bedeutet, dass im Vergleich zum Vormonat 33 Menschen weniger eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen haben. Im Vergleich zum Mai 2025 sind die Abgänge in Erwerbstätigkeit um 2,7 Prozent gestiegen (+49 Personen).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit um 0,4 Prozent gestiegen.
Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Im Mai ist die Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 25 Jahre) im Vergleich zum Vormonat um insgesamt 162 Personen auf 2.603 Personen gesunken (-5,9 Prozent). Im Vorjahresvergleich steigt sie um 62 Personen (+2,4 Prozent). Die Arbeitslosigkeit der Älteren (50 plus) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 112 Personen (-1,0 Prozent). Im Vorjahresvergleich steigt sie um 67 Personen (+0,6 Prozent).
Die Langzeitarbeitslosigkeit im Grundsicherungsbereich sinkt im Vormonatsvergleich um 144 auf 11.524 Personen (-1,2 Prozent). Im Versichertenbereich sinkt die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vormonatsvergleich um 72 auf 1.368 Personen (-5,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat steigt die Langzeitarbeitslosigkeit im Versichertenbereich um 132 Personen (+10,7 Prozent), im Grundsicherungsbereich steigt sie um 261 Personen (+2,3 Prozent).
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, sinkt im Vergleich zum Vormonat auf 6,4 Prozent (-0,1 Prozentpunkte). Im Vergleich zum Vorjahresmonat bleibt sie unverändert.
Situation konjunktureller Kurzarbeit
Anzeigen
Für den April 2026 legt die Statistik nun die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach gab es im April 2026 insgesamt von 20 Unternehmen der Region Bonn/Rhein-Sieg für 220 potentiell betroffene Beschäftigte eine neue Anmeldung zur Kurzarbeit. Im Vormonat März 2026 waren es 30 Neuanzeigen für 384 Beschäftigte. Die Anzeigen bedeuten jedoch nicht, dass diese Kurzarbeit tatsächlich realisiert wurde. Wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tatsächlich in welchem Umfang in Kurzarbeit gegangen sind, kann erst im Nachgang beurteilt werden.
Kurzarbeitende Betriebe und Kurzarbeitende
Zur realisierten Kurzarbeit im Monat November 2025 liegt erneut eine aktuelle Hochrechnung vor. Danach realisierten im Agenturbezirk 87 Betriebe konjunkturelle Kurzarbeit. 1.260 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren danach von Kurzarbeit betroffen.
Die überwiegende Anzahl der Betriebe, die Kurzarbeit realisierten, kam aus dem verarbeitenden Gewerbe (36 Betriebe mit 895 Beschäftigten), aus dem Bereich Freiberufl., wissensch. u. techn. Dienstleistungen (11 Betriebe mit 87 Beschäftigten) und dem Baugewerbe (14 Betriebe mit 54 Beschäftigten). In geringerem Maße meldeten Betriebe aus dem Bereich Information und Kommunikation (9 Betriebe mit 48 Beschäftigten), Handel; Instandhalt. u. Rep. v. Kfz (9 Betriebe mit 26 Beschäftigten) und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (3 Betriebe mit 113 Beschäftigten) Kurzarbeit an.
Situation auf dem Ausbildungsmarkt
Im Mai 2026 zeigt sich bei den Jugendlichen weiterhin ein leicht steigendes Interesse an der betrieblichen Ausbildung: 4.405 junge Menschen suchen einen Ausbildungsplatz. Das sind 111 Personen und 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Seitens der Betriebe stehen laut der Statistik 3.469 offene Ausbildungsstellen zur Verfügung. Dies bedeutet einen Rückgang von 1.042 oder 23,1 Prozent der Stellen. Die vorgenannte Zahl dürfte jedoch die Anzahl der tatsächlich gemeldeten Ausbildungsstellen im Agenturbezirk derzeit zu gering abbilden. Im März 2026 (Daten für aktuellere Monate liegen nicht vor) lag die tatsächliche Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen bundesweit schätzungsweise 6 Prozent und auf Ebene der Länder schätzungsweise bis zu 8 Prozent höher. Ursache für die Untererfassung ist eine bundesweite Verfahrensvereinfachung bei der Meldung von Ausbildungsstellen - die bis vor kurzem bedauerlicherweise von der BA-Statistik nicht erfasst wurde. Derzeit erfolgt eine Revision und Neuauszählung der erfassten und gemeldeten Ausbildungsstellen, die finalen Korrekturen liegen voraussichtlich im Juli 2026 vor.
Für alle Schülerinnen und Schüler, die wenige Wochen vor dem Schulabschluss noch keine konkreten Pläne für die Zeit danach haben, bieten die Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg und die Kommunalen Koordinierungsstellen der NRW-Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ des Rhein-Sieg-Kreises und der Bundesstadt Bonn eine Orientierungs- und Vermittlungsveranstaltung an. Hier können Jugendliche zusammen mit Berufsberatenden ihre Fähigkeiten und Interessen ausloten und dazu passende Ausbildungsberufe in den Blick nehmen. Anders als zuvor findet die „Chance 2026“ sowohl in Bonn als auch in Siegburg statt.
Chance Bonn (für linksrheinische und Bonner Schulen)
am 09. Juni 2026 von 09:00 - 14:30 Uhr im Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, 53111 Bonn
Chance Siegburg (für rechtsrheinische Schulen - außer Bonn-Beuel)
am 10. Juni 2026 von 09:00 - 14:30 Uhr im Kreishaus Rhein-Sieg-Kreis, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg
Arbeitslosenzahlen nach Geschäftsstellen, Gebietskörper-schaften und Rechtskreisen
In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) steigt die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich insgesamt an (+999 Personen).
Bei den von den Jobcentern Bonn und Rhein-Sieg in der Grundsicherung (SGB II) betreuten Personen sinkt die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich insgesamt (-864 Personen).
Geflüchtete Menschen in Bonn/Rhein-Sieg
Die Berichterstattung über geflüchtete Menschen1, die bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern arbeitsuchend bzw. arbeitslos2 gemeldet sind, bezieht sich auf Arbeitsuchende und Arbeitslose im Bestand nach ihrem Aufenthaltsstatus. Hierzu wurde die Kategorie "Personen im Kontext von Fluchtmigration" gebildet. Zu dieser Personengruppe zählt die Statistik der Bundesagentur Kunden im Status
- "Aufenthaltserlaubnis Flucht",
- "Aufenthaltsgestattung" (einschl. "Antrag noch nicht gestellt") oder
- "Duldung"
in Zusammenhang mit einem Asylverfahren.
Der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration umfasst für den Agenturbezirk im Mai 8.755 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 4.768 arbeitslose Personen.
Im Bereich der Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) umfasst der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration 952 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 623 arbeitslose Personen.
Im Grundsicherungsbereich (Rechtskreis SGB II) beträgt der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration 7.803 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 4.145 arbeitslose Personen.
Der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration beträgt im Mai in beiden Rechtskreisen für die Stadt Bonn 3.947 und im Rhein-Sieg-Kreis 4.808 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich in der Stadt Bonn 2.131 und im Rhein-Sieg-Kreis 2.637 arbeitslose Personen.
1 Bitte beachten Sie, dass für ukrainische Staatsangehörige die aufenthaltsrechtlichen Informationen zum Fluchthintergrund stark untererfasst sind. Die Werte für Personen im Kontext Flucht werden daher, bis auf Weiteres, gänzlich ohne Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit ausgewiesen.
2 Die Status Arbeitsuche und Arbeitslosigkeit werden nach den im Sozialgesetzbuch festgelegten Kriterien vergeben; danach werden Personen als Arbeitsuchende geführt, wenn sie eine Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen, und als Arbeitslose, wenn sie darüber hinaus keine Beschäftigung haben, dem Arbeitsmarkt zur Verfü-gung stehen und nicht an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Arbeitslose bilden deshalb eine Teilmenge der Arbeitsuchenden.
Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt Bonn/Rhein-Sieg
Zugang und Abgang an Arbeitslosen
Im Verlauf des Monats Mai meldeten sich 5.408 Menschen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis arbeitslos, dies sind 398 weniger Arbeitslosmeldungen (-6,9 Prozent) als im Vormonat und 136 mehr als im Vorjahresmonat (+2,6 Prozent). Darunter befanden sich 2.092 Personen, die aus einer Erwerbstätigkeit kamen. Das sind 148 Personen (-6,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 177 Personen (+9,2 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.
Demgegenüber meldeten sich im Mai 5.925 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, das sind 317 Personen (+5,7 Prozent) mehr als im Vormonat und 556 (+10,4 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 1.837 Menschen meldeten sich in Erwerbstätigkeit ab. Das waren 33 Personen-Abgänge (-1,8 Prozent) in eine Erwerbstätigkeit weniger als im Vormonat und 49 (+2,4 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.
Situation beim Stelleneingang und -bestand
Der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen sinkt im Vormonatsvergleich um 37 Stellen auf insgesamt 5.026 Stellen (-0,7 Prozent) und steigt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,6 Prozent (+754 Stellen). Der Zugang an Arbeitsstellen steigt um 220 Stellen (+19,1 Prozent) auf 1.370 Stellen im Vergleich zum Vormonat. Zum Vorjahresmonat steigt der Zugang um 363 Stellen (36,0 Prozent).