- Im Vergleich zum Vormonat sinkt die Arbeitslosigkeit um 227 Personen (-0,7 Prozent) auf 32.254 Personen.
- Im Vergleich zum Vorjahresmonat steigt die Arbeitslosigkeit um 513 Personen oder 1,6 Prozent.
- Im Versichertenbereich (SGB III) sinkt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 0,5 Prozent.
- Im Grundsicherungsbereich (SGB II) sinkt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 0,8 Prozent.
- Die Zugänge aus der Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit sinken im Vergleich zum Vormonat um 4,1 Prozent.
- Die Arbeitslosenquote sinkt im Agenturbezirk im Vergleich zum Vormonat leicht auf 6,2 Prozent (-0,1 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosenquote in der Stadt Bonn verharrt im Vergleich zum Vormonat bei 7,3 Prozent (+/-0,0 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosenquote im Rhein-Sieg-Kreis sinkt leicht auf 5,6 Prozent (-0,1 Prozentpunkte).
- In diesem Jahr wurde die meist als saisonüblich bezeichnete Welle an Arbeitslosmeldungen zum Ende des Jahres im Agenturbezirk Bonn gebrochen: Mussten sich im Dezember 2024 noch 181 Personen (+9,5 Prozent) mehr als im Vormonat aus der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden und 324 Personen (+18,4 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat, nahm diese Zahl im Dezember 2025 ab: Im Vergleich zum November 2025 haben sich 87 Menschen (-4,1 Prozent) weniger gemeldet, im Vergleich zum Dezember 2024 70 Personen (-3,4 Prozent) weniger.
- Im Dezember wurden 1.083 neue Stellen gemeldet, dies sind 0,7 Prozent weniger als im November 2025 und 22,1 Prozent weniger als im Dezember 2024.
„Der Dezember 2025 schreibt die Entwicklung der vergangenen vier Monate fort: Wieder mussten sich weniger Menschen arbeitslos melden als im Vergleich zum Vormonat“, sagt Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn. „Bei der Meldung neuer Stellen verzeichnen wir jedoch erneut einen Rückgang, wenn er auch minimal ist. Daher bleibt die Situation am Arbeitsmarkt zwar mit Chancen für die Einzelnen, aber insgesamt geprägt von den Herausforderungen in der Wirtschaft.“
Zusammenfassung zur Situation der Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bonn/Rhein-Sieg sinkt im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat (von 32.481 auf 32.254 Personen) erneut leicht.
Im Agenturbezirk Bonn/Rhein-Sieg sinken die Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit um 4,1 Prozent von 2.105 auf 2.018 Personen. Die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit sinken um 11,2 Prozent im Vergleich zum November 2025. Dies bedeutet, dass im Vergleich zum Vormonat 205 Menschen weniger eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen haben. Im Vergleich zum Dezember 2024 sind die Abgänge in Erwerbstätigkeit um 4,8 Prozent gestiegen (+74 Personen).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit um 1,6 Prozent gestiegen.
Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Im Dezember ist die Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 25 Jahre) im Vergleich zum Vormonat um insgesamt 41 Personen auf 2.564 Personen gestiegen (+1,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich steigt sie um 108 Personen (+4,4 Prozent).
Die Arbeitslosigkeit der Älteren (50 plus) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 69 Personen (-0,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich steigt sie um 207 Personen (+1,9 Prozent).
Die Langzeitarbeitslosigkeit im Grundsicherungsbereich sinkt im Vormonatsvergleich um 72 auf 11.431 Personen (-0,6 Prozent). Im Versichertenbereich sinkt die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vormonatsvergleich um 35 auf 1.202 Personen (-2,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wächst die Langzeitarbeitslosigkeit im Versichertenbereich um 134 Personen (+12,5 Prozent), im Grundsicherungsbereich nimmt sie um 533 Personen (+4,9 Prozent) zu.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, sinkt im Vergleich zum Vormonat auf 6,2 Prozent (-0,1 Prozentpunkte). Im Vergleich zum Vorjahresmonat bleibt sie damit gleich.
Situation konjunktureller Kurzarbeit
Anzeigen
Für den November 2025 legt die Statistik nun die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach gab es im November 2025 insgesamt von 21 Unternehmen der Region Bonn/Rhein-Sieg für 128 potentiell betroffene Beschäftigte eine neue Anmeldung zur Kurzarbeit. Im Vormonat Oktober 2025 waren es 24 Neuanzeigen für 144 Beschäftigte. Die Anzeigen bedeuten jedoch nicht, dass diese Kurzarbeit tatsächlich realisiert wurde. Wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tatsächlich in welchem Umfang in Kurzarbeit gegangen sind, kann erst im Nachgang beurteilt werden.
Kurzarbeitende Betriebe und Kurzarbeitende
Zur realisierten Kurzarbeit im Monat Juni 2025 liegt erneut eine aktuelle Hochrechnung vor. Danach realisierten im Agenturbezirk 87 Betriebe konjunkturelle Kurzarbeit. 1.782 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren danach von Kurzarbeit betroffen.
Die überwiegende Anzahl der Betriebe, die Kurzarbeit realisierten, kam aus dem verarbeitenden Gewerbe (48 Betriebe mit 1.493 Beschäftigten), aus dem Bereich Freiberufl., wissensch. u. techn. Dienstleistungen (14 Betriebe mit 157 Beschäftigten) und dem Baugewerbe (10 Betriebe mit 39 Beschäftigten). In geringerem Maße meldeten Betriebe aus dem Bereich Handel; Instandhalt. u. Rep. v. Kfz (5 Betriebe mit 22 Beschäftigten) und Information und Kommunikation (5 Betriebe mit 19 Beschäftigten) Kurzarbeit an.
Situation auf dem Ausbildungsmarkt
Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in Deutschland ist eine grundständige Ausbildung weiterhin eine hervorragende Grundlage für ein gelungenes Berufsleben. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg stehen ausbildungsinteressierten jungen Menschen gerne zur Verfügung, egal, ob diese schon einen Schulabschluss in der Tasche haben oder diesen noch anstreben. Sie beraten zur Berufswahl und informieren sowohl über aktuell noch verfügbare Ausbildungsstellen als auch künftig ausgeschriebene.
Für ausbildungsinteressierte Jugendliche und Eltern wird es im März wieder interessant: Am 17. und 18. März findet von 13 bis 17:30 Uhr die BERUFSSTART 2026 im Brückenforum in Beuel statt.
Weitere Infos zu dieser Ausbildungs- und Praktikumsmesse
Kontaktmöglichkeiten für Jugendliche:
Jugendliche, die bisher noch keinen Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit hatten, erreichen die Kolleginnen und Kollegen unter:
Bonn: Telefon (02 28) 924 8000
E-Mail:
Siegburg: Telefon (0 22 41) 300 800
E-Mail:
Kontaktmöglichkeiten für Arbeitgeber*innen:
Freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze nimmt die Agentur für Arbeit unter der Arbeitgeber-Hotline 0800 4 5555 20 entgegen.
Arbeitslosenzahlen nach Geschäftsstellen, Gebietskörperschaften und Rechtskreisen
In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) steigt die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich insgesamt an (+933 Personen).
Bei den von den Jobcentern Bonn und Rhein-Sieg in der Grundsicherung (SGB II) betreuten Personen sinkt die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich insgesamt (-420 Personen).
Geflüchtete Menschen in Bonn/Rhein-Sieg
Die Berichterstattung über geflüchtete Menschen1, die bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern arbeitsuchend bzw. arbeitslos2 gemeldet sind, bezieht sich auf Arbeitsuchende und Arbeitslose im Bestand nach ihrem Aufenthaltsstatus. Hierzu wurde die Kategorie "Personen im Kontext von Fluchtmigration" gebildet. Zu dieser Personengruppe zählt die Statistik der Bundesagentur Kunden im Status
- "Aufenthaltserlaubnis Flucht",
- "Aufenthaltsgestattung" (einschl. "Antrag noch nicht gestellt") oder
- "Duldung"
in Zusammenhang mit einem Asylverfahren.
Der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration umfasst für den Agenturbezirk im Dezember 9.050 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 4.980 arbeitslose Personen.
Im Bereich der Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) umfasst der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration 863 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 553 arbeitslose Personen.
Im Grundsicherungsbereich (Rechtskreis SGB II) beträgt der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration 8.187 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 4.427 arbeitslose Personen.
Der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration beträgt im Dezember in beiden Rechtskreisen für die Stadt Bonn 3.937 und im Rhein-Sieg-Kreis 5.113 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich in der Stadt Bonn 2.192 und im Rhein-Sieg-Kreis 2.788 arbeitslose Personen.
1 Bitte beachten Sie, dass für ukrainische Staatsangehörige die aufenthaltsrechtlichen Informationen zum Fluchthintergrund stark untererfasst sind. Die Werte für Personen im Kontext Flucht werden daher, bis auf Weiteres, gänzlich ohne Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit ausgewiesen.
2 Die Status Arbeitsuche und Arbeitslosigkeit werden nach den im Sozialgesetzbuch festgelegten Kriterien vergeben; danach werden Personen als Arbeitsuchende geführt, wenn sie eine Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen, und als Arbeitslose, wenn sie darüber hinaus keine Beschäftigung haben, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und nicht an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Arbeitslose bilden deshalb eine Teilmenge der Arbeitsuchenden.
Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt Bonn/Rhein-Sieg
Zugang und Abgang an Arbeitslosen
Im Verlauf des Monats Dezember meldeten sich 5.527 Menschen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis arbeitslos, dies sind 130 mehr Arbeitslosmeldungen (+2,4 Prozent) als im Vormonat und 367 weniger als im Vorjahresmonat (-4,1 Prozent). Darunter befanden sich 2.018 Personen, die aus einer Erwerbstätigkeit kamen. Das sind 87 Personen (-5,8 Prozent) weniger als im Vormonat und 70 Personen (-3,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.
Demgegenüber meldeten sich im Dezember 5.730 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, das sind 24 Personen (-0,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 204 (+3,7 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 1.619 Menschen meldeten sich in Erwerbstätigkeit ab. Das waren 205 Personen-Abgänge (-11,2 Prozent) in eine Erwerbstätigkeit weniger als im Vormonat und 74 (+4,8 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.
Situation beim Stelleneingang und -bestand
Der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen steigt im Vormonatsvergleich um 225 Stellen auf insgesamt 4.563 Stellen (+5,2 Prozent) und sinkt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,2 Prozent (-815 Stellen). Der Zugang an Arbeitsstellen sinkt um 8 Stellen (-0,7 Prozent) auf 1.083 Stellen im Vergleich zum Vormonat. Zum Vorjahresmonat sinkt der Zugang um 308 Stellen (-22,1 Prozent).