- Im Vergleich zum Vormonat sinkt die Arbeitslosigkeit um 87 Personen (-0,3 Prozent) auf 33.663 Personen.
- Im Vergleich zum Vorjahresmonat steigt die Arbeitslosigkeit um 357 Personen oder 1,1 Prozent.
- Im Versichertenbereich (SGB III) bleibt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich unverändert.
- Im Grundsicherungsbereich (SGB II) sinkt die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 0,4 Prozent.
- Die Zugänge aus der Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit sinken im Vergleich zum Vormonat um 29,4 Prozent.
- Die Arbeitslosenquote bleibt im Agenturbezirk im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 6,5 Prozent (+/- 0,0 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosenquote in der Stadt Bonn verharrt im Vergleich zum Vormonat bei 7,6 Prozent (+/- 0,0 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosenquote im Rhein-Sieg-Kreis bleibt ebenfalls unverändert bei 5,9 Prozent (+/- 0,0 Prozentpunkte).
- Die Arbeitslosigkeit ist bei allen Personengruppen gesunken, außer bei den 15- bis unter 25-jährigen. Grund dafür ist das Ende der dreieinhalbjährigen Ausbildungsverträge. Angesichts des Fachkraftmangels werden diese Menschen jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Monaten vom Arbeitsmarkt wieder aufgenommen.
- Im Februar 2026 wurden 1.065 neue Stellen gemeldet, dies sind 35,2 Prozent mehr als im Januar 2026, aber 13,1 Prozent weniger als im Februar 2025. Der Stellenbestand ist so niedrig wie zuletzt im Jahr 2013.
"Im Februar hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region wieder etwas beruhigt: Die Arbeitslosigkeit ist insgesamt leicht gesunken. Es haben deutlich weniger Menschen als im Vormonat ihre Arbeit verloren. Daneben konnten auch wieder mehr Menschen aus der Arbeitslosigkeit heraus eine neue Stelle antreten“, sagt Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg. „Dies werten wir jedoch nicht als Beleg für einen Frühjahrsaufschwung: Denn auch wenn wir gegenüber dem Vormonat ein deutliches Plus an neuen Stellen verzeichnen, ist der Stellenbestand insgesamt so niedrig wie zuletzt im Jahr 2013: Die Unternehmen halten sich zurück.“
Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Im Dezember ist die Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 25 Jahre) im Vergleich zum Vormonat um insgesamt 147 Personen auf 2.828 Personen gestiegen
(+5,5 Prozent). Im Vorjahresvergleich steigt sie um 116 Personen (+4,3 Prozent).
Die Arbeitslosigkeit der Älteren (50 plus) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 133 Personen (-1,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich steigt sie um 47 Personen (+0,4 Prozent).
Die Langzeitarbeitslosigkeit im Grundsicherungsbereich sinkt im Vormonatsvergleich um 3 auf 11.587 Personen (+/-0,0 Prozent). Im Versichertenbereich sinkt die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vormonatsvergleich um 8 auf 1.327 Personen (-0,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat wächst die Langzeitarbeitslosigkeit im Versichertenbereich um 174 Personen (+15,1 Prozent), im Grundsicherungsbereich steigt sie um 467 Personen (+4,2 Prozent).
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, bleibt im Vergleich zum Vormonat bei 6,5 Prozent (+/-0,0 Prozentpunkte). Im Vergleich zum Vorjahresmonat bleibt sie ebenfalls unverändert.
Situation konjunktureller Kurzarbeit
Anzeigen
Für den Januar 2026 legt die Statistik nun die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach gab es im Januar 2026 insgesamt von 16 Unternehmen der Region Bonn/Rhein-Sieg für 169 potentiell betroffene Beschäftigte eine neue Anmeldung zur Kurzarbeit. Im Vormonat Dezember 2025 waren es 18 Neuanzeigen für 311 Beschäftigte. Die Anzeigen bedeuten jedoch nicht, dass diese Kurzarbeit tatsächlich realisiert wurde. Wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tatsächlich in welchem Umfang in Kurzarbeit gegangen sind, kann erst im Nachgang beurteilt werden.
Kurzarbeitende Betriebe und Kurzarbeitende
Zur realisierten Kurzarbeit im Monat August 2025 liegt erneut eine aktuelle Hochrechnung vor. Danach realisierten im Agenturbezirk 76 Betriebe konjunkturelle Kurzarbeit. 1.154 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren danach von Kurzarbeit betroffen.
Die überwiegende Anzahl der Betriebe, die Kurzarbeit realisierten, kam aus dem verarbeitenden Gewerbe (38 Betriebe mit 869 Beschäftigten), aus dem Bereich Freiberufl., wissensch. u. techn. Dienstleistungen (13 Betriebe mit 147 Beschäftigten) und dem Baugewerbe (13 Betriebe mit 54 Beschäftigten). In geringerem Maße meldeten Betriebe aus dem Bereich Information und Kommunikation (6 Betriebe mit 39 Beschäftigten) Kurzarbeit an.
Situation auf dem Ausbildungsmarkt
Tipp:Für ausbildungsinteressierte Jugendliche und deren Eltern wird es im März wieder interessant: Am 17. und 18. März 2026 findet von 13 bis 17:30 Uhr die BERUFSSTART 2026 im Brückenforum in Beuel statt.
Weitere Infos zu dieser Ausbildungs- und Praktikumsmesse
Pressekonferenz zur Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt 2025/2026
Die Agentur für Arbeit Bonn, die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg und die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg präsentieren die Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt 2025/2026 im Rahmen einer Pressekonferenz. Wir laden alle Journalistinnen und Journalisten herzlich ein, sich mit uns darüber auszutauschen, welche Veränderungen der Ausbildungsmarkt im Vergleich zum Vorjahr aufweist und welchen Herausforderungen sich Betriebe gegenübersehen.
Am: Dienstag, 31. März 2026
Um: 10 Uhr
In: Agentur für Arbeit Bonn, Konferenzraum 9. Etage, Villemombler Str. 101, 53123 Bonn
Die Pressekonferenz wird durchgeführt von Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn, Ralf Steinhauer, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Bonn, Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung und Fachkräftesicherung der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, Ulrike Pütz, Leitung Karrierewerkstatt der Handwerkskammer zu Köln und Oliver Krämer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg.
Wir bitten um Akkreditierung bis Freitag, 27. März 2026 unter:
Arbeitslosenzahlen nach Geschäftsstellen, Gebietskörperschaften und Rechtskreisen
In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) steigt die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich insgesamt an (+1.011 Personen).
Bei den von den Jobcentern Bonn und Rhein-Sieg in der Grundsicherung (SGB II) betreuten Personen sinkt die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich insgesamt (-654 Personen).
Geflüchtete Menschen in Bonn/Rhein-Sieg
Die Berichterstattung über geflüchtete Menschen1, die bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern arbeitsuchend bzw. arbeitslos2 gemeldet sind, bezieht sich auf Arbeitsuchende und Arbeitslose im Bestand nach ihrem Aufenthaltsstatus. Hierzu wurde die Kategorie "Personen im Kontext von Fluchtmigration" gebildet. Zu dieser Personengruppe zählt die Statistik der Bundesagentur Kunden im Status
- "Aufenthaltserlaubnis Flucht",
- "Aufenthaltsgestattung" (einschl. "Antrag noch nicht gestellt") oder
- "Duldung"
in Zusammenhang mit einem Asylverfahren.
Der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration umfasst für den Agenturbezirk im Januar 8.945 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 5.001 arbeitslose Personen.
Im Bereich der Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) umfasst der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration 908 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 641 arbeitslose Personen.
Im Grundsicherungsbereich (Rechtskreis SGB II) beträgt der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration 8.037 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich 4.360 arbeitslose Personen.
Der Bestand an arbeitsuchenden Personen im Kontext von Fluchtmigration beträgt im Januar in beiden Rechtskreisen für die Stadt Bonn 3.976 und im Rhein-Sieg-Kreis 4.969 geflüchtete Menschen. Darunter befanden sich in der Stadt Bonn 2.260 und im Rhein-Sieg-Kreis 2.741 arbeitslose Personen.
1 Bitte beachten Sie, dass für ukrainische Staatsangehörige die aufenthaltsrechtlichen Informationen zum Fluchthintergrund stark untererfasst sind. Die Werte für Personen im Kontext Flucht werden daher, bis auf Weiteres, gänzlich ohne Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit ausgewiesen.
2 Die Status Arbeitsuche und Arbeitslosigkeit werden nach den im Sozialgesetzbuch festgelegten Kriterien vergeben; danach werden Personen als Arbeitsuchende geführt, wenn sie eine Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen, und als Arbeitslose, wenn sie darüber hinaus keine Beschäftigung haben, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und nicht an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Arbeitslose bilden deshalb eine Teilmenge der Arbeitsuchenden.
Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt Bonn/Rhein-Sieg
Zugang und Abgang an Arbeitslosen
Im Verlauf des Monats Februar meldeten sich 5.673 Menschen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis arbeitslos, dies sind 392 weniger Arbeitslosmeldungen (-6,5 Prozent) als im Vormonat und 132 weniger als im Vorjahresmonat (-2,3 Prozent). Darunter befanden sich 2.048 Personen, die aus einer Erwerbstätigkeit kamen. Das sind 851 Personen (-29,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 70 Personen (+3,5 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.
Demgegenüber meldeten sich im Februar 5.753 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab, das sind 1.196 Personen (+26,2 Prozent) mehr als im Vormonat und 145 (+2,6 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 1.774 Menschen meldeten sich in Erwerbstätigkeit ab. Das waren 223 Personen-Abgänge (+14,4 Prozent) in eine Erwerbstätigkeit mehr als im Vormonat und 11 (-0,6 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.
Situation beim Stelleneingang und -bestand
Der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen steigt im Vormonatsvergleich um 189 Stellen auf insgesamt 4.547 Stellen (+4,3 Prozent) und sinkt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent (-127 Stellen). Der Zugang an Arbeitsstellen steigt um 277 Stellen (+35,2 Prozent) auf 1.065 Stellen im Vergleich zum Vormonat. Zum Vorjahresmonat sinkt der Zugang um 160 Stellen (-13,1 Prozent).