Konjunkturschwäche belastet den regionalen Arbeitsmarkt weiterhin

Die Zahl der Arbeitslosen ist im April gegenüber dem Vormonat um 39 auf insgesamt 23.652 leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,1. Das entspricht einem leichten Anstieg von 0,2 gegenüber dem Wert vor einem Jahr. Die Entwicklung zum Vorjahresmonat in Zahlen: + 727 oder 3,2 Prozent.

30.04.2026 | Presseinfo Nr. 17

„Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich im April weiterhin unter Druck: Die Frühjahrsbelebung fällt schwächer aus als üblich und die Arbeitslosigkeit liegt weiter über dem Niveau der letzten Jahre“, beschreibt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Leiterin der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, die aktuelle Situation. „Gleichzeitig trüben konjunkturelle Unsicherheiten, steigende Kosten und strukturelle Veränderungen die Beschäftigungsperspektiven, sodass mit weiter steigender Arbeitslosigkeit gerechnet werden muss. Umso wichtiger ist es jetzt, Qualifizierung und Vermittlung gezielt zu stärken, um Menschen und Unternehmen in dieser angespannten Lage zu unterstützen.“

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im aktuellen Berichtsmonat bei 28.799 Personen, dies sind 1,3 Prozent oder 378 Personen mehr als vor einem Jahr.

Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar waren im April 4.412 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber dem Vormonat ist das ein leichtes Plus von 72 oder 1,7 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 989 Stellen weniger (–18,3 Prozent). Arbeitgeber meldeten im April 969 neue Arbeitsstellen, seit Jahresbeginn insgesamt 3.910.

TOP5
Die TOP5 der gemeldeten Arbeitsstellen von Braunschweig bis Braunlage:
Fachkräfte im Verkauf (152 Stellen), Fachkräfte im Schweißen (113 Stellen), Fachkräfte in der Maschinenbau-, Betriebstechnik (104 Stellen), Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege (104 Stellen), sowie in der Kinderbetreuung (100 Stellen).

Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt
"Die positiven Erfahrungen mit Geflüchteten am Arbeitsmarkt wachsen. Sie sind eine Chance, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Die Integration gelingt zunehmend, braucht aber auch Zeit. Die Herausforderungen lassen sich bewältigen - durch eine pragmatische und transparente Herangehensweise und mit dem Dreiklang zwischen Unternehmen, öffentlicher Verwaltung und den geflüchteten Menschen,“ kommentiert die Agenturchefin die Entwicklungen.