„Eine Trendumkehr am Arbeitsmarkt ist noch nicht in Sicht. Die Frühjahrsbelebung fällt auch im Mai eher schwach aus“, beschreibt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Leiterin der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, die aktuelle Situation. „Konjunkturelle Unsicherheiten und strukturelle Arbeitsmarktveränderungen prägen die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt. Wir haben einen Tiefstand an gemeldeten Arbeitsstellen seit September 2010, die Arbeitslosigkeit und auch die Beschäftigung stagniert. Umso wichtiger ist es jetzt, Qualifizierung und Vermittlung gezielt zu stärken, um Menschen und Unternehmen in dieser angespannten Lage zu unterstützen.“
Als Frühjahrsbelebung wird eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bezeichnet, die regelmäßig nach den wirtschaftlichen schwachen Wintermonaten zu beobachten ist.
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im aktuellen Berichtsmonat bei 28.695 Personen, dies sind 2,1 Prozent oder 597 Personen mehr als vor einem Jahr.
Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar waren im Mai 4.219 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber dem Vormonat ist das ein Minus von 193 oder 4,4 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 975 Stellen weniger (–18,8 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Mai 904 neue Arbeitsstellen, seit Jahresbeginn insgesamt 4.814.
TOP5
Die TOP5 der gemeldeten Arbeitsstellen von Braunschweig bis Braunlage:
Fachkräfte im Verkauf (125 Stellen), Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege (100 Stellen), Fachkräfte in der Maschinenbau-, Betriebstechnik (99 Stellen), Fachkräfte im Schweißen (93 Stellen) sowie Reinigungshelfer (93 Stellen).
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Ende September 2025, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar auf 260.634. Gegenüber dem Vorjahresquartal hat sich damit die Zahl der Beschäftigten relativ wenig verändert (+222 oder +0,1). Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Heimen und Sozialwesen (+767 oder +3,7%); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Handel sowie der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (–1.082 oder –3,5%).
Die nächste Presseinformation zur Arbeitsmarktentwicklung erscheint am 30. Juni.