Typischer Jahresauftakt am Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar gegenüber dem Vormonat um 1.283 auf insgesamt 24.163 gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,3. Das entspricht einem Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Wert vor einem Jahr. Die Entwicklung zum Vorjahresmonat in Zahlen: +768 oder 3,3 Prozent.

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 4

„Der Jahresauftakt zeigt die für Januar typische Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt“, beschreibt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Leiterin der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, die aktuelle Situation. „Saisonale Effekte, insbesondere in witterungsbedingten Branchen, haben zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Außerdem laufen viele Verträge zum Quartals- und Jahresende aus. Gleichzeitig befinden wir uns mitten in der Transformation am Arbeitsmarkt. Während Unternehmen weiterhin Fachkräfte suchen, passen vorhandene Qualifikationen nicht immer zu den neuen Bedarfen. Genau hier setzen wir an – mit gezielter Weiterbildung, Qualifizierung und Beratung. Unser Ziel ist es, Beschäftigte und Arbeitsuchende aktiv durch den Wandel zu begleiten und Unternehmen bei der Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit unterstützen.“

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im aktuellen Berichtsmonat bei 28.807 Personen, dies sind 0,2 Prozent oder 58 Personen weniger als vor einem Jahr.

Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar waren im Januar 4.448 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber dem Vormonat ist das ein Minus von 137 oder 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 788 Stellen weniger (–15,0 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Januar 747 neue Arbeitsstellen.

TOP5
Die TOP5 der gemeldeten Arbeitsstellen von Braunschweig bis Braunlage:
Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege (148 Stellen), Fachkräfte im Verkauf (138 Stellen), Schweiß-Fachkräfte (132 Stellen), Lagerhelfer (113 Stellen) sowie Reinigungshelfende (104 Stellen).


Berufliche Weiterbildung
Mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte für zahlreiche Personen im Bezirk der Agentur für Arbeit Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden.
Im Januar 2026 wurden insgesamt 1.264 Teilnehmer in einer beruflichen Weiterbildung gezählt. Das sind 110 oder 9,5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
„Berufliche Weiterbildung ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg in der heutigen Arbeitswelt, da sie es uns ermöglicht, unsere Fähigkeiten und Kenntnisse ständig zu erweitern und uns an die veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen, um unsere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und unsere Karriere aktiv zu gestalten“, so die Agenturchef Kuechler-Kakoschke.

Zugänge aus Erwerbstätigkeit
Menschen, die im Januar arbeitslos aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt geworden sind, sind deutlich gestiegen. Gegenüber dem Vormonat sind es 757 (56,5 Prozent) mehr und damit insgesamt 2.096. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Steigerung um 192 oder 10,1 Prozent deutlich.
Die TOP 3 der Wirtschaftszweige mit den meisten Zugängen aus dem ersten Arbeitsmarkt: Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (bspw Reinigung, Zeitarbeit, Hausmeisterdienste, Garten-Landschaftsbau) 371, aus dem Handel 290 sowie aus dem Gesundheits- und Sozialwesen (bspw. Pflegeheime, Arzt- und Zahnarztpraxen, Krankenhäuser) 217.

Die nächste Presseinformation zur Arbeitsmarktentwicklung erscheint am 27. Februar.