Februar-Check: Der Arbeitsmarkt von Braunschweig bis Braunlage

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar gegenüber dem Vormonat um 174 auf insgesamt 23.989 gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,2. Das entspricht einem Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Wert vor einem Jahr. Die Entwicklung zum Vorjahresmonat in Zahlen: +593 oder 2,5 Prozent.

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 9

„Der regionale Arbeitsmarkt von Braunschweig bis Braunlage zeigt sich aktuell zweigeteilt: Mit knapp 24.000 arbeitslosen Menschen verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften spürbar gedämpft. Die Zahl der gemeldeten Stellen ist deutlich zurückgegangen und liegt rund 17 Prozent unter dem Vorjahreswert“, beschreibt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Leiterin der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, die aktuelle Situation. „Diese Entwicklung macht deutlich, dass sich die konjunkturelle Zurückhaltung vieler Betriebe weiterhin auf die Einstellungsbereitschaft auswirkt. Umso wichtiger ist es jetzt, gezielt in Qualifizierung, Weiterbildung und Vermittlung zu investieren, damit wir Arbeitsuchende und Unternehmen auch in einem schwierigeren Marktumfeld erfolgreich zusammenbringen und den Wandel am Arbeitsmarkt aktiv begleiten.“

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im aktuellen Berichtsmonat bei 29.064 Personen, dies sind 0,4 Prozent oder 102 Personen mehr als vor einem Jahr.


Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig – Goslar waren im Februar 4.412 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber dem Vormonat ist das ein Minus von 36 oder 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 912 Stellen weniger (–17,1 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Februar 1.030 neue Arbeitsstellen, seit Jahresbeginn 1.777.


TOP5
Die TOP5 der gemeldeten Arbeitsstellen von Braunschweig bis Braunlage:
Fachkräfte im Verkauf (148 Stellen), Fachkräfte im Schweißen (145 Stellen), Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege (142 Stellen), Reinigungshelfende (99 Stellen) sowie Fachkräfte in der Maschinenbau- und Betriebstechnik (96 Stellen).


Berufliche Weiterbildung
Mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte für zahlreiche Personen im Bezirk der Agentur für Arbeit Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden.
Im Februar 2026 wurden insgesamt 1.217 Teilnehmer in einer beruflichen Weiterbildung gezählt. Das sind 34 oder 2,9 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
„Berufliche Weiterbildung ist in der aktuellen Arbeitsmarktsituation wichtiger denn je. Gerade in der Phase, in der die Zahl der gemeldeten Stellen rückläufig ist, eröffnet Qualifizierung neue Perspektiven und verbessert die Chancen auf eine nachhaltige Integration in Beschäftigung“, so die Agenturchef Kuechler-Kakoschke.

Zugänge aus Erwerbstätigkeit
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im
Februar meldeten sich 4.135 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 114 weniger
als vor einem Jahr. 1.323 Menschen meldeten sich aus dem ersten Arbeitsmarkt arbeitslos.
Die TOP 3 der Wirtschaftszweige mit den meisten Zugängen aus dem ersten Arbeitsmarkt in
Arbeitslosigkeit: Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (bspw Reinigung,
Zeitarbeit, Hausmeisterdienste, Garten-Landschaftsbau) 284, aus dem Handel 184 sowie aus
dem Verarbeitenden Gewerbe134.

Die nächste Presseinformation zur Arbeitsmarktentwicklung erscheint am 31. März.