Weniger Arbeitslose im Dezember
Im Berichtsmonat Dezember hat die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen abgenommen. Mit 44.264 Personen waren gegenüber dem Vormonat 145 Arbeitslose weniger im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven gemeldet. Dies entsprach einer Abnahme von
-0,3 Prozent. Gegenüber dem Dezember 2024 hat die Zahl der Arbeitslosen um 837 Personen oder +1,9% zugenommen. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 10,1% (Vormonat: 10,1%, Vorjahresmonat: 10,0%).
Abnahme der Arbeitslosenzahl in der Stadt Bremen
Mit 33.158 arbeitslos gemeldeten Personen ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt Bremen im Berichtsmonat Dezember um 247 Personen oder -0,7 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren 757 Personen mehr arbeitslos gemeldet (+2,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug im Berichtsmonat 10,6% (Vormonat 10,7%, Vorjahresmonat 10,4%).
Anstieg der Arbeitslosenzahl in Bremerhaven
In der Stadt Bremerhaven stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember an. Mit 8.838 Personen gab es 116 gemeldete Arbeitslose mehr als im November (+1,3%). Gegenüber dem Vorjahr befanden sich 53 Personen weniger in der Arbeitslosigkeit (-0,6%). Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 14,1% (Vormonat 13,9%, Vorjahr 14,2%).
Leichte Abnahme der Arbeitslosigkeit im Landkreis Osterholz
Im Berichtsmonat Dezember ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Osterholz leicht gesunken. Mit 2.268 arbeitslos gemeldeten Personen nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 14 Personen oder -0,6 Prozent ab. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Anstieg um +133 Personen oder +6,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 3,7% (Vormonat 3,7%, Vorjahresmonat 3,4%).
Weniger Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung im Dezember
Der Zugang in Arbeitslosigkeit aus einer Erwerbstätigkeit nahm mit 2.228 Personen im Dezember gegenüber dem Vormonat um 134 Personen oder -5,7% ab. Zum Vorjahr gab es eine Zunahme um +22 Personen oder +1,0 Prozent.
Weniger Arbeitsaufnahmen von zuvor Arbeitslosen im Dezember
Im Dezember konnten 1.805 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden. Das waren 336 Personen oder -15,7 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember haben 67 Personen (+3,9%) mehr ihre Arbeitslosigkeit durch Beschäftigungsaufnahme beendet.
Statement zum Arbeitsmarkt
Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Im Dezember ist es zu einer weiteren leichten Abnahme der Arbeitslosigkeit gekommen. Vom Arbeitsmarkt gingen weiterhin kaum Impulse aus. So konnten erneut weniger Arbeitslose eine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt aufnehmen. Allerdings meldeten sich auch weniger Personen aus Erwerbstätigeit arbeitslos. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Dezember beruhte zu einem hohen Anteil auf dem Beginn arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die entlastend auf die Arbeitslosigkeit gewirkt haben. Mit 44.264 Personen waren im Dezember 145 Personen oder -0,3 Prozent weniger gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag mit 10,1 Prozent auf gleicher Höhe wie im Vormonat.
Die Zahl der Teilnehmenden an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen hat im Dezember um 102 Personen auf 10.426 Personen zugenommen (+1,0%). Im Vergleich zum Vorjahr gab es 724 mehr Teilnehmende (+7,5%). Ein Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik lag weiterhin im Bereich der Förderung der beruflichen Weiterbildung. Hier hat die Zahl der Teilnehmenden im Dezember zum Vormonat um 71 Personen (+2,0%) auf 3.643 Personen zugenommen. Zum Vorjahr betrug der Anstieg 230 Personen oder +6,7 Prozent.
Bei der aktuellen Arbeitskräftenachfrage hat es im Dezember einen deutlichen Rückgang zum Vormonat gegeben. Mit 1.220 im Dezember neu gemeldeten Stellen wurden175 Stellen weniger zur Besetzung aufgegeben. Das entprach einer Abnahme von -12,5 Prozent zum Vormonat und einer Abnahme von 253 Stellen oder -17,2 Prozent zum Vorjahresmonat Dezember. Der Rückgang zieht sich dabei durch fast alle Bereiche. Mehr Arbeitskräftenachfrage gegenüber dem Vormonat gab es aus dem Bereichen Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung.
Mit 7.313 gemeldeten Stellen hat sich der Stellenbestand zum Vormonat um 133 Stellen oder -1,8 Prozent verringert. Zum Vorjahresmonat Dezember waren 435 Stellen weniger im Bestand -5,6%).
Die Kurzarbeit als Frühindikator für sich abzeichnende größere Probleme am Arbeitsmarkt ist weiterhin unauffällig. Im Dezember lag die Zahl der Unternehmen und voraussichtlich betroffenen Mitarbeitenden unter der statistischen Veröffentlichungsgrenze.“
Deutliche Abnahme des Stellenzuganges
Im Dezember wurden der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven von den Betrieben 1.220 Stellen neu zur Besetzung aufgegeben. Das waren 175 Stellen oder -12,5 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich gab es eine Abnahme um 253 Stellen oder -17,2 Prozent.
Bestand an offenen Stellen gesunken
Insgesamt befanden sich im Dezember 7.313 offene Stellen im Bestand. Das waren 133 Stellen oder -1,8 Prozent weniger als im November. Zum Vorjahr gab es -435 oder -5,6 Prozent weniger offene Stellen im Bestand.
Daten zur Kurzarbeit weiterhin unauffällig
Die Kurzarbeit als Frühindikator für sich abzeichnende größere Probleme am Arbeitsmarkt ist weiterhin unauffällig. Im Dezember lag die Zahl der Unternehmen und voraussichtlich betroffenen Mitarbeitenden unter der statistischen Veröffentlichungsgrenze.
Für den jeweiligen Monat können die Betriebe die Anzeige auf Kurzarbeit bis zum Monatsende einreichen. Die Zahlung des Kurzarbeitergeldes durch die Agenturen für Arbeit erfolgt anhand der Abrechnungslisten aus den Betrieben. Diese müssen für jeden Kalendermonat mit Kurzarbeit innerhalb von drei Monaten nach Beendigung dieses Monats eingereicht werden. Daher liegen valide Zahlen zur tatsächlichen Kurzarbeit erst mit einem Zeitverzug von fünf Monaten vor.
Arbeitslosigkeit der Zielgruppen
Betrachtet man die besonderen Personengruppen am Arbeitsmarkt, so gab es im Dezember zum Vormonat unterschiedliche Bewegungen: Ein im Vergleich zum allgemeinen Rückgang der Arbeitslosen von -0,3% höherer prozentualer Rückgang zeigte sich
bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen (-0,6%, -114 Personen), bei den arbeitslosen AusländerInnen (-104 Personen,-0,5 %) und bei den arbeitslosen schwerbehinderten Menschen (-12 Personen, -0,6%). Bei den Jüngeren zwischen 15 bis unter 25 Jahre gab es nahezu keine Veränderung (+4 Personen, +0,1%). Der Rückgang der älteren Arbeitslosen 50 Jahre und älter bewegt sich mit -0,3% (47 Personen) auf dem Niveau des allgemeinen Arbeitslosenrückgangs.
Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden[1].
Nach dieser Definition waren nach vorläufigen Angaben im Dezember 55.579 Personen im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven unterbeschäftigt. Das waren 249 Personen weniger als im Vormonat (-0,4%) und -641 Personen oder -1,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.
In der Stadt Bremen waren im Dezember 41.600 Personen unterbeschäftigt, 195 Personen (-0,5%) weniger als im Vormonat und 270 Personen (-0,6%) weniger als im Vorjahr. Mit 10.925 Personen waren in Bremerhaven 47 Personen oder -0,4% weniger unterbeschäftigt als im Vormonat und 360 Personen (-3,2%) weniger als im Dezember 2024. Die Zahl der Unterbeschäftigten im Landkreis Osterholz lag mit 3.054 Personen um 7 Personen (-0,2%) niedriger als im Vormonat und um 11 Personen (-0,4%) niedriger als im Vorjahresmonat Dezember.
Mehr arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im Dezember
10.426 Personen haben im Dezember im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen. Das waren 102 Personen (+1,0%) mehr als im Vormonat und 724 Personen (+7,5%) mehr als im Vorjahr.
An beruflicher Weiterbildung haben im Dezember 3.643 Personen teilgenommen. Das waren 71 Personen mehr (+2,0%) als im Vormonat und 230 Personen mehr vor einem Jahr (+6,7%). Mit 1.052 Personen haben im aktuellen Berichtsmonat 9 Personen mehr (+0,9%) an Beschäftigung schaffenden Maßnahmen teilgenommen als im Vormonat und 427 Teilnehmende weniger (-28,9%) als noch vor einem Jahr.
[1] Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.