Arbeitslosigkeit im März gesunken
Im Berichtsmonat März hat die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen abgenommen. Mit 45.281 Personen waren gegenüber dem Vormonat 704 Arbeitslose weniger im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven gemeldet. Dies entsprach einer Abnahme von -1,5 Prozent. Gegenüber dem März 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 514 Personen oder -1,1% abgenommen. Die Arbeitslosenquote betrug im März 10,3% (Vormonat: 10,5%, Vorjahresmonat: 10,5%).
Abnahme der Arbeitslosenzahl in der Stadt Bremen
Mit 33.996 arbeitslos gemeldeten Personen ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt Bremen im Berichtsmonat März um 472 Personen oder -1,4 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren 255 Personen weniger arbeitslos gemeldet (-0,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug im Berichtsmonat 10,9% (Vormonat 11,0%, Vorjahresmonat 11,0%).
Weniger Arbeitslose in Bremerhaven
In der Stadt Bremerhaven sank die Zahl der Arbeitslosen im März. Mit 8.933 Personen gab es 149 gemeldete Arbeitslose weniger als im Februar (-1,6%). Gegenüber dem Vorjahr befanden sich 404 Personen weniger in der Arbeitslosigkeit (-4,3%). Die Arbeitslosenquote betrug im März 14,3% (Vormonat 14,5%, Vorjahr 15,0%).
Weniger Arbeitslose im Landkreis Osterholz
Im Berichtsmonat März ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Osterholz leicht gesunken. Mit 2.352 arbeitslos gemeldeten Personen nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 83 Personen oder -3,4 Prozent ab. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Anstieg um +145 Personen oder +6,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 3,8% (Vormonat 3,9%, Vorjahresmonat 3,6%).
Mehr Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung im März
Der Zugang in Arbeitslosigkeit aus einer Erwerbstätigkeit nahm mit 2.585 Personen im März gegenüber dem Vormonat um 229 Personen oder 9,7% zu. Zum Vorjahr gab es eine Zunahme um +159 Personen oder +6,6 Prozent.
Mehr Arbeitsaufnahmen von zuvor Arbeitslosen im März
Im März konnten 2.317 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden. Das waren 235 Personen oder +11,3 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März haben 196 Personen (+9,2%) mehr ihre Arbeitslosigkeit durch Beschäftigungsaufnahme beendet.
Statement zum Arbeitsmarkt
Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Im März hat die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen weiter abgenommen. Auf den Arbeitsmarkt wirkten aber unterschiedliche Faktoren ein. Es konnten mehr zuvor arbeitslose Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden. Auffällig war hier die Zeitarbeit und das Reinigungsgewerbe. Gleichzeitig mussten sich aber auch mehr Personen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos melden. Auf die Zahl der statistisch gezählten Arbeitslosen dämpfend wirkte sich der Anstieg der Teilnehmenden an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aus, da diese Personen während der Teilnahme als arbeitsuchend und nicht arbeitslos gezählt werden. Mit 45.281 Personen waren im März 704 Personen oder -1,5 Prozent weniger gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag mit 10,3 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter der des Vormonats.
Bei der aktuellen Arbeitskräftenachfrage hat es im März einen Anstieg zum Vormonat gegeben. Mit 1.788 im März neu gemeldeten Stellen wurden 175 Stellen mehr zur Besetzung aufgegeben. Das entprach einer Zunahme von +10,8 Prozent zum Vormonat und einer Zunahme von 67 Stellen oder +3,9 Prozent zum Vorjahresmonat März. Deutlich mehr Arbeitskräftenachfrage gegenüber dem Vormonat gab es aus der Zeitarbeit und aus dem Gastgewerbe.
Mit 7.315 gemeldeten Stellen hat sich der Stellenbestand zum Vormonat um 166 Stellen oder +2,3 Prozent erhöht. Zum Vorjahresmonat März waren 142 Stellen weniger im Bestand (-1,9%).
Die Anzeigen auf voraussichtliche Kurzarbeit liegen im Berichtsmonat März unter der statistischen Veröffentlichungsgrenze. Im Vorjahresmonat März hatten 7 Unternehmen für 82 Mitarbeitende voraussichtliche Kurzarbeit angemeldet.“
Deutliche Zunahme des Stellenzuganges
Im März wurden der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven von den Betrieben 1.788 Stellen neu zur Besetzung aufgegeben. Das waren 175 Stellen oder +10,8 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich gab es eine Zunahme um 67 Stellen oder +3,9 Prozent.
Bestand an offenen Stellen gestiegen
Insgesamt befanden sich im März 7.315 offene Stellen im Bestand. Das waren 166 Stellen oder +2,3 Prozent mehr als im Februar. Zum Vorjahr gab es -142 oder -1,9 Prozent weniger offene Stellen im Bestand.
Anzeigen für Kurzarbeit
Die Anzeigen auf voraussichtliche Kurzarbeit liegen im Berichtsmonat März unter der statistischen Veröffentlichungsgrenze. Im März des Vorjahres hatten 7 Unternehmen für voraussichtlich 82 betroffene Mitarbeitende Kurzarbeit angemeldet.
Für den jeweiligen Monat können die Betriebe die Anzeige auf Kurzarbeit bis zum Monatsende einreichen. Die Zahlung des Kurzarbeitergeldes durch die Agenturen für Arbeit erfolgt anhand der Abrechnungslisten aus den Betrieben. Diese müssen für jeden Kalendermonat mit Kurzarbeit innerhalb von drei Monaten nach Beendigung dieses Monats eingereicht werden. Daher liegen valide Zahlen zur tatsächlichen Kurzarbeit erst mit einem Zeitverzug von fünf Monaten vor.
Arbeitslosigkeit der Zielgruppen
Betrachtet man die besonderen Personengruppen am Arbeitsmarkt, so gab es im März zum Vormonat unterschiedliche Bewegungen: Einen geringen Rückgang als den der allgemeinen Arbeitslosigkeit gab es bei den älteren Arbeitslosen 50 Jahre und älter mit -0,9% oder -131 Personen und bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen (-0,8%, -153 Personen). Bei Jüngeren zwischen 15 bis unter 25 Jahre (-55 Personen, -1,4%), den arbeitslosen schwerbehinderten Menschen (-30 Personen, bzw. -1,6 Prozent) und bei den arbeitslosen AusländerInnen (-347 Personen, -1,7%) bewegte sich der Rückgang auf dem Niveau des allgemeinen Rückgangs der Arbeitslosigkeit.
Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Nach dieser Definition waren nach vorläufigen Angaben im März 56.518 Personen im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven unterbeschäftigt. Das waren 424 Personen weniger als im Vormonat (-0,7%) und -1.246 Personen oder -2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.
In der Stadt Bremen waren im März 42.256 Personen unterbeschäftigt, 334 Personen (-0,8%) weniger als im Vormonat und 698 Personen (-1,6%) weniger als im Vorjahr. Mit 11.050 Personen waren in Bremerhaven 75 Personen oder -0,7% weniger unterbeschäftigt als im Vormonat und 547 Personen (-4,7%) weniger als im März 2025. Die Zahl der Unterbeschäftigten im Landkreis Osterholz lag mit 3.212 Personen um 15 Personen (-0,5%) niedriger als im Vormonat und um 1 Person (-0,0%) niedriger als im Vorjahresmonat März.
Mehr arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im März
10.644 Personen haben im März im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen. Das waren 656 Personen (+6,6%) mehr als im Vormonat und 1.363 Personen (+14,7%) mehr als im Vorjahr.
An beruflicher Weiterbildung haben im März 3.631 Personen teilgenommen. Das waren 201 Personen mehr (+5,9%) als im Vormonat und 492 Personen mehr vor einem Jahr (+15,7%). Mit 1.009 Personen haben im aktuellen Berichtsmonat 13 Personen mehr (+1,3%) an Beschäftigung schaffenden Maßnahmen teilgenommen als im Vormonat und 150 Teilnehmende weniger (-12,9%) als noch vor einem Jahr.
Ausbildungsmarkt
Im März standen mit 3.541 seit Beginn des Berufsberatungsgeschäftsjahres gemeldeten Ausbildungsplätzen 584 Ausbildungsplätze oder -14,2 Prozent weniger Ausbildungsplätze im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven zur Verfügung als im gleichen Vorjahreszeitraum. Von den 3.541 gemeldeten Ausbildungsplätzen waren 2.421 noch unbesetzt (-397 Stellen oder -14,1% zum Vorjahr). Dem Ausbildungsplatzangebot standen mit 3.987 gemeldeten Ausbildungsplatzbewerber/innen 266 Ausbildungsplatzbewerber/innen mehr (+7,1%) gegenüber als im gleichen Vorjahreszeitraum. 2.531 dieser Bewerberinnen und Bewerber waren noch unversorgt (+170 Personen oder +7,2%).
Statement zum Ausbildungsmarkt
Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Die Zahl der seit Geschäftsjahresbeginn der Berufsberatung gemeldeten Ausbildungsplätze liegt vor dem Hintergrund der schwierigen Konjunkturlage mit 3.541 Ausbildungsplätzen aktuell um 584 Plätze oder -14,2% unter den gemeldeten Ausbildungsplätzen des gleichen Vorjahreszeitraumes. Der Rückgang ist aber nicht in der gesamten Höhe der Konjunktur zuzuschreiben, sondern resultiert aus einer bundesweit wirksamen Untererfassung, die erst in den nächsten Monaten korrigiert werden kann. Der tatsächliche Rückstand zum Vorjahr ist daher deutlich geringer, als es die aktuellen Daten es ausweisen. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungssuchenden ist mit 3.987 Personen um 266 Personen oder +7,1% gestiegen. Betrachtet man die Zahlen der unversorgten Jugenlichen und der noch unbesetzten Ausbildungsplätze, liegen diese mit 2.531 Personen und 2.421 unbesetzten Ausbildungsplätzen nicht weit auseinander. Fügt man die geschätzte Untererfassung den Ausbildungsstellen hinzu, dürften Angebot und Nachfrage bezogen auf den Arbeitsagenturbezirk Bremen-Bremerhaven aktuell ungefähr ausgeglichen sein.
Ich empfehle allen Jugendlichen, die es bisher ohne Unterstützung auf Ausbildungsplatzsuche sind, den Kontakt zur Berufsberatung in der Jugendberufsagentur aufzunehmen und bis zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildungsplatzsuche zu halten. Der Ausbildungsmarkt hat in diesem Jahr noch viel zu bieten und unsere Berufsberaterinnen und -berater helfen gerne. Unter der kostenfreien Service-Nummer 0800 4 5555 00 bekommt man einen Termin zur Berufsberatung.“
Wichtiger Hinweis zur aktuellen Ausbildungsmarktstatistik:
Die statistische Abbildung der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist seit April 2025 unvollständig. Die Auswirkungen konzentrieren sich auf das Berichtsjahr 2025/26. Hintergrund sind prozessuale Umstellungen. Im Februar 2026 (Daten für den Berichtsmonat März liegen noch nicht vor) war die tatsächliche Anzahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen bundesweit schätzungsweise 6% und auf Ebene der Länder schätzungsweise bis zu 9% höher. Entsprechend war der Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr bundesweit um ca. 5 Prozentpunkte und auf Ebene der Länder bis zu 7 Prozentpunkte geringer. An der Korrektur der statistischen Abbildung wird gearbeitet.
Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.