Arbeitslosenzahl: | 44.437 |
|---|---|
Veränderung gegenüber Vormonat: | -392 bzw. -0,9% |
Veränderung gegenüber Vorjahresmonat: | -961 bzw. -2,1% |
| Arbeitslosenquote (+Vorjahreswert): | 10,1% (10,4%) |
Arbeitslosigkeit im Juni gesunken
Im Berichtsmonat Juni hat die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen abgenommen. Mit 44.437 Personen waren gegenüber dem Vormonat 392 Arbeitslose weniger im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven gemeldet. Dies entsprach einer Abnahme von -0,9 Prozent. Gegenüber dem Juni 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um -961 Personen oder -2,1% abgenommen. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 10,1% (Vormonat: 10,2%, Vorjahresmonat: 10,4%).
Abnahme der Arbeitslosenzahl in der Stadt Bremen
Mit 33.558 arbeitslos gemeldeten Personen ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt Bremen im Berichtsmonat Juni um 205 Personen oder -0,6 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren 729 Personen weniger arbeitslos gemeldet (-2,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 10,6 Prozent um 0,1 Prozentpunkt unter der Vormonatsquote (Vormonat 10,7%, Vorjahresmonat 10,9%).
Weniger Arbeitslose in Bremerhaven
In der Stadt Bremerhaven sank die Zahl der Arbeitslosen im Juni. Mit 8.532 Personen gab es 159 gemeldete Arbeitslose weniger als im Mai (-1,8%). Damit sank die Arbeitslosigkeit seit Jahresbeginn zum sechsten Mal in Folge. Gegenüber dem Vorjahr befanden sich 407 Personen weniger in der Arbeitslosigkeit (-4,6%). Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 13,7% (Vormonat 13,9%, Vorjahr 14,3%).
Abnahme der Arbeitslosenzahl im Landkreis Osterholz
Im Berichtsmonat Juni ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Osterholz gesunken. Mit 2.347 arbeitslos gemeldeten Personen verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 28 Personen oder -1,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr gab es dagegen einen Anstieg um 175 Personen oder +8,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 3,8% (Vormonat 3,8%, Vorjahresmonat 3,5%).
Arbeitslosmeldungen nach einer Beschäftigung nahmen im Juni ab
Der Zugang in Arbeitslosigkeit aus einer Erwerbstätigkeit heraus betraf 2.146 Personen im Juni. Das waren 100 Personen oder -4,5 Prozent weniger als im Vormonat. Zum Vorjahr gab es einen Anstieg um 109 Personen oder +5,4 Prozent.
Weniger Arbeitsaufnahmen von zuvor arbeitslosen Menschen
Im Juni konnten 2.028 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme beenden. Das waren 140 Personen oder -6,5 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni haben 161 Personen (+8,6%) mehr ihre Arbeitslosigkeit durch Beschäftigungsaufnahme beendet.
Statement zum Arbeitsmarkt
Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Im Juni hat die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen vergleichsweise stark abgenommen und liegt nun den vierten Monat in Folge auch unter dem Vorjahreswert. Der Abstand zum Vorjahr hat sich weiter vergrößert. Mit 44.437 Personen waren im Juni 392 Personen oder -0,9 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkt auf 10,1% zurück. Die positive Entwicklung erreichte alle gesondert betrachteten Zielgruppen. Der Zugang von Personen aus der Erwerbstätigkeit in die Arbeitslosigkeit nahm ab um -4,5%. Rückgänge gab es insbesondere im Einzelhandel und bei Call Centern / wirtschaftlichen Dienstleitungen. Umfangreiche Angebote der Arbeitsmarktpolitik entlasten den Arbeitsmarkt zudem flankierend. Die Teilnehmerzahl lag im Juni um fast 2.000 Personen (1.960 genau) über dem Vorjahreswert. Die Schwerpunkte der Angebote lagen bei „Aktivierung und berufliche Eingliederung“ mit 3.360 Personen und bei der beruflichen Weiterbildung mit 3.614 Teilnehmenden.
Andererseits konnten im Juni weniger zuvor arbeitslose Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden (-6,5%).
Bei der aktuellen Arbeitskräftenachfrage hat es im Juni einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vormonat gegeben. Mit 1.398 neu gemeldeten Stellen wurden 275 Stellen weniger zur Besetzung aufgegeben. Das entsprach einem Rückgang von 16,4 Prozent zum Vormonat und einem Rückgang von 26 Stellen oder -1,8 Prozent zum Juni vor einem Jahr. Weniger Bedarf an Arbeitskräften meldeten insbesondere die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie das Verarbeitende Gewerbe. Mehr Personal als im Vormonat suchte dagegen die Öffentliche Verwaltung.
Mit 7.235 gemeldeten Stellen hat sich der Stellenbestand zum Vormonat um 111 Stellen oder -1,5 Prozent verringert. Zum Vorjahresmonat Juni waren 193 Stellen weniger im Bestand (-2,6%).
Im Juni gingen weniger als drei Anzeigen auf voraussichtliche Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven ein. Aus Datenschutzgründen werden in diesem Fall keine weiteren statistischen Angaben veröffentlicht. Im Vorjahresmonat Juni waren es 21 Anzeigen, betroffen wären maximal 247 Mitarbeitende gewesen.“
Meldungen von Stellen zur Besetzung gingen zurück
Im Juni wurden der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven von den Betrieben 1.398 Stellen neu zur Besetzung aufgegeben. Das waren 275 Stellen oder -16,4 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich gab es einen Rückgang um 26 Stellen oder -1,8 Prozent.
Bestand an offenen Stellen verkleinert sich leicht
Insgesamt befanden sich im Juni 7.235 offene Stellen im Bestand. Das waren 111 Stellen oder -1,5 Prozent weniger als im Mai. Zum Vorjahr gab es 193 oder -2,6 Prozent weniger offene Stellen im Bestand.
Anzeigen für Kurzarbeit
Im Juni gingen weniger als drei Anzeigen auf voraussichtliche Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven ein, das liegt unterhalb der statistischen Veröffentlichungsgrenze. Vor einem Jahr im Juni lag die Zahl der Anzeigen bei 21, betroffen gewesen wären maximal 247 Mitarbeitende.
Für den jeweiligen Monat können die Betriebe die Anzeige auf Kurzarbeit bis zum Monatsende einreichen. Die Zahlung des Kurzarbeitergeldes durch die Agenturen für Arbeit erfolgt anhand der Abrechnungslisten aus den Betrieben. Diese müssen für jeden Kalendermonat mit Kurzarbeit innerhalb von drei Monaten nach Beendigung dieses Monats eingereicht werden. Daher liegen valide Zahlen zur tatsächlichen Kurzarbeit erst mit einem Zeitverzug von fünf Monaten vor.
Weniger Arbeitslosigkeit in allen Zielgruppen
Betrachtet man die besonderen Personengruppen am Arbeitsmarkt, zeigte sich im Juni bei allen eine gute Entwicklung. Überall ging die Arbeitslosigkeit zurück, wenn auch unterschiedlich ausgeprägt. Stärker als der allgemeine Rückgang um -0,9% fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den 50Jährigen und älter aus (-1,3%). Auch bei den Frauen sowie den Ausländerinnen und Ausländern ging die Arbeitslosigkeit mit -1,0% leicht überdurchschnittlich zurück. Für die Jüngeren bis unter 25 Jahren fiel die Erholung mit -0,1% und für Langzeitarbeitslose mit -0,4% schwächer aus als im Durchschnitt.
Unterbeschäftigung rückläufig
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Nach dieser Definition waren nach vorläufigen Angaben im Juni 55.806 Personen im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven unterbeschäftigt. Das waren 490 Personen weniger als im Vormonat (-0,9%) und 848 Personen oder -1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.
In der Stadt Bremen waren im Juni 41.830 Personen unterbeschäftigt, 309 Personen (-0,7%) weniger als im Vormonat und 542 Personen (-1,3%) weniger als im Vorjahr. Mit 10.777 Personen waren in Bremerhaven 160 Personen oder -1,5% weniger unterbeschäftigt als im Vormonat und 417 Personen (-3,7%) weniger als im Juni 2025. Die Zahl der Unterbeschäftigten im Landkreis Osterholz lag mit 3.199 Personen um 21 Personen (-0,7%) niedriger als im Vormonat und um 111 Personen (+3,6%) höher als im Vorjahresmonat Juni.
Zuwachs bei den Teilnehmerzahlen der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen im Juni
11.394 Personen haben im Juni im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen. Das waren 243 Personen (+2,2%) mehr als im Vormonat und 1.960 Personen (+20,8%) mehr noch vor einem Jahr.
An beruflicher Weiterbildung haben im Juni 3.614 Personen teilgenommen. Das waren 19 Personen weniger (-0,5%) als im Vormonat und 299 Personen mehr vor einem Jahr (+9,0%). Mit 3.360 Personen haben im aktuellen Berichtsmonat 173 Personen mehr (+5,4%) an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teilgenommen als im Vormonat und 1.216 Teilnehmende mehr (+56,7%) als noch vor einem Jahr.
Ausbildungsmarkt
Im Juni standen mit 4.121 seit Beginn des Berufsberatungsgeschäftsjahres gemeldeten Ausbildungsplätzen 570 Ausbildungsplätze oder -12,2 Prozent weniger Ausbildungsplätze im Bezirk der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven zur Verfügung als im gleichen Vorjahreszeitraum. Von den 4.121 gemeldeten Ausbildungsplätzen waren 1.832 noch unbesetzt (-241 Stellen oder -11,6% zum Vorjahr). Diesem Ausbildungsplatzangebot standen mit 4.852 gemeldeten Ausbildungsplatzbewerber/-innen 300 Ausbildungsplatzbewerber/-innen mehr (+6,6%) gegenüber als im gleichen Vorjahreszeitraum. 2.332 dieser Bewerberinnen und Bewerber waren im Berichtsmonat noch unversorgt (+191 Personen oder +8,9%).
Statement zum Ausbildungsmarkt
Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven: „Die Zahl der seit Geschäftsjahresbeginn der Berufsberatung gemeldeten Ausbildungsplätze entwickelt sich schwächer als im Vorjahr, das ist weiterhin vor den schwierigen Rahmenbedingungen der aktuellen Konjunkturlage zu sehen. Mit 4.121 Ausbildungsplätzen lag die Zahl im Juni um 570 Plätze oder -12,2% unter den gemeldeten Ausbildungsplätzen des gleichen Vorjahreszeitraumes.
Allerdings wird der Rückgang durch einen Einfluss der Statistik relativiert, er ist also nicht in seiner gesamten Höhe der wirtschaftlichen Entwicklung zuzuschreiben. Wie bereits in den Vormonaten wirkt sich eine bundesweit wirksame Untererfassung aus, die erst in den nächsten Monaten korrigiert werden kann. Der tatsächliche Rückstand zum Vorjahr ist deutlich geringer, als es die aktuellen Daten ausweisen.
Die Zahl der gemeldeten Ausbildungssuchenden ist mit 4.852 Personen um 300 Personen oder +6,6% gestiegen. Betrachtet man die Zahlen der unversorgten Jugendlichen und der noch unbesetzten Ausbildungsplätze, liegen diese mit 2.332 Personen und 1.832 unbesetzten Ausbildungsplätzen deutlich auseinander. Fügt man allerdings die geschätzte statistische Untererfassung den Ausbildungsstellen hinzu, verringert sich der Abstand zwischen Angebot und Nachfrage bezogen auf den Arbeitsagenturbezirk Bremen-Bremerhaven.
Ich empfehle allen Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, den Kontakt zur Berufsberatung in der Jugendberufsagentur aufzunehmen und bis zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildungsplatzsuche zu halten. Unsere Berufsberaterinnen und -berater helfen gerne bei der Ausbildungssuche und Ausbildungsplatzbewerbung. Sie unterstützen auch wenn es um Ausbildungsalternativen oder Überbrückungsmöglichkeiten geht. Wer sich in Ruhe selbst informieren möchte, findet im BIZ (Berufsinformationszentrum) viele Medien und Informationen zu Berufen und Branchen.
Unter der kostenfreien Service-Nummer 0800 4 5555 00 bekommt man einen Termin zur Berufsberatung.
Wichtiger Hinweis zur aktuellen Ausbildungsmarktstatistik
Die statistische Abbildung der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist seit April 2025 unvollständig. Die Auswirkungen konzentrieren sich auf das Berichtsjahr 2025/26. Hintergrund sind prozessuale Umstellungen. Im Mai 2026 (Daten für den Berichtsmonat Juni liegen noch nicht vor) war die tatsächliche Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen bundesweit schätzungsweise 5% und auf Ebene der Länder schätzungsweise bis zu 6% höher. Entsprechend war der Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr bundesweit um ca. 4 Prozentpunkte und auf Ebene der Länder bis zu 6 Prozentpunkte geringer. Das wirkt sich auch auf die Status der Stellen (wie z. B. unbesetzt) sowie abgeleitete Messgrößen wie Bewerber-Stellen-Relationen aus. An der Korrektur der statistischen Abbildung wird gearbeitet.