Jugendberufsagentur stärkt Zusammenarbeit für schnellere und passgenaue Unterstützung
Ein junger Mensch steht am Übergang von der Schule in den Beruf. Die Zukunft ist unklar, zu Hause gibt es Probleme, finanzielle Fragen kommen dazu. Bisher bedeutete das vor allem eines: viele undurchsichtige Zuständigkeiten und wenig kurzfristige Abstimmungsmöglichkeiten, um einen gemeinsamen Berufsweg aufzuzeichnen.
Im Rhein-Erft-Kreis wird die Unterstützung für junge Menschen nun gezielt weiterentwickelt: Die Partner der Jugendberufsagentur arbeiten künftig nicht nur persönlich, sondern auch digital (hybrid) zusammen, um schneller Orientierung zu geben und passgenaue Lösungen zu ermöglichen. Das ist deshalb wichtig, weil wir in den 10 Kommunen nicht alle unter einem Dach sitzen.
Kommunen, Jobcenter und Agentur für Arbeit stimmen sich dazu schnell und unkompliziert z.B. im Rahmen hybrider Fallbesprechung ab und greifen in der Begleitung junger Menschen enger ineinander. Ziel ist es, Anliegen frühzeitig gemeinsam zu klären und Unterstützungsangebote besser aufeinander abzustimmen.
„Junge Menschen brauchen keine Zuständigkeiten, sondern klare Wege und verlässliche Unterstützung. Es ist unser Anspruch im Rhein-Erft-Kreis, sie nicht länger von Tür zu Tür zu schicken, sondern gemeinsam Lösungen zu finden. Dass wir als Partner jetzt enger zusammenarbeiten, ist dafür ein wichtiger Schritt und ein starkes Signal“, sagt Jens Menzel, Erster Beigeordneter der Stadt Hürth und Sprecher der Sozial- und Jugenddezernenten im Rhein-Erft-Kreis.
Ein gemeinsames Leistungsversprechen sorgt dabei für Verlässlichkeit: Innerhalb von drei Werktagen erhalten junge Menschen eine erste Rückmeldung. Spätestens nach 14 Tagen folgt ein konkretes gemeinsames Beratungsangebot.
„Wenn wir junge Menschen frühzeitig erreichen und gut begleiten, stärken wir nicht nur ihre individuellen Perspektiven, sondern auch die Fachkräftebasis von morgen. Entscheidend ist, dass wir unsere Angebote besser verzahnen und schneller reagieren. Genau dafür schaffen wir mit der engeren Zusammenarbeit jetzt die Grundlage“, erklärt Ralf Holtkötter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl.
Die Abstimmung zwischen den Partnern erfolgt strukturiert und verbindlich. Anliegen werden gezielt aufgenommen, gemeinsam eingeordnet und direkt an die passenden Ansprechpartner übergeben. Wo es sinnvoll ist, arbeiten die Partner auch in der Beratung eng zusammen. Digitale Abstimmungen unterstützen dabei, schnell und effizient zu handeln.
„Viele junge Menschen stehen vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen und brauchen eine Unterstützung, die wirklich zusammenpasst. Wenn wir unsere Kompetenzen bündeln und uns eng abstimmen, können wir deutlich schneller und gezielter helfen. Unser Ziel ist es, für jede Situation eine passende Lösung zu finden“, so Birgit Jung, Geschäftsführerin des Jobcenters Rhein-Erft.
Die neue Form der Zusammenarbeit wird zunächst über zwölf Monate erprobt und anschließend gemeinsam ausgewertet. Ziel ist es, die Unterstützung für junge Menschen im Rhein-Erft-Kreis weiter zu verbessern und dauerhaft verlässlich zu gestalten.
Der Claim „Dein Leben…Deine Zukunft.“ bringt auf den Punkt, worum es den Partnern geht: junge Menschen dabei unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden. Die Jugendberufsagentur versteht sich dabei als verlässlicher Begleiter, der Orientierung gibt und konkrete Chancen eröffnet. Die abgestimmte Zusammenarbeit sorgt dafür, dass Unterstützung auch wirklich ankommt.
Die Jugendberufsagentur Rhein-Erft-Kreis ist telefonisch erreichbar unter der 02271-808 808
11.05.2026 | Presseinfo Nr. 22