Viele Jugendliche noch auf Ausbildungssuche

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 17

Viele junge Menschen konnten in den letzten Monaten bereits einen Ausbildungsplatz finden. Zahlreiche sind aber immer noch auf der Suche. „Aktuell haben sie noch alle Möglichkeiten, allerdings heißt es nun, sich ran zu halten“, lautet die Empfehlung der Arbeitsagentur Coesfeld.

Seit Beginn des aktuellen Berichtsjahres am Ausbildungsmarkt, dem 1. Oktober 2025, haben sich bislang 2.393 junge Menschen bei der Arbeitsagentur als Bewerberin oder Bewerber gemeldet. Sie baten um Hilfe bei der Wahl des richtigen Berufes und der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Damit waren es 238 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Wir hoffen, dass sich in den kommenden Wochen noch mehr dazu entscheiden, sich in Richtung einer betrieblichen Ausbildung auf den Weg zu machen“, sagt Frank Thiemann, Leiter der Agentur für Arbeit Coesfeld. Aktuell sind noch 1.264 der gemeldeten Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz oder anderer Alternative.

Thiemann rät dazu, jetzt noch fokussierter auf Ausbildungsplatzsuche zu gehen. Zwar hätten einige Unternehmen bereits alle Plätze belegt, viele andere böten aber noch interessante Möglichkeiten. „Weit mehr als 2.500 Ausbildungsplätze in unterschiedlichsten Berufen sind aktuell noch unbesetzt. Da ist sicherlich für die meisten noch etwas spannendes dabei“, so Thiemann.

Wer sich noch unsicher sei, welcher der richtige Beruf sein könnte, sollte jetzt dringend einen Termin bei der Berufsberatung machen, wie der Ausbildungsmarktexperte betont. „Im persönlichen Gespräch können unsere Experten wichtige Hilfestellung bieten, um den passenden Beruf zu finden. Sie geben darüber hinaus Tipps, wie man seine Bewerbung am besten gestaltet.“ Er betont besonders, dass man auch alternative Berufe in den Blick nehmen sollte, denn „wer sich nur auf einen Beruf konzentriert, könnte es am Ende doch schwer haben.“

Hinweis

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist aktuell unterzeichnet, es werden auf Bundesebene schätzungsweise rund sechs Prozent Ausbildungsstellen zu wenig ausgewiesen. Hintergrund sind veränderte Prozesse in Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese müssen noch in die statistische Erhebung integriert werden. 

Die BA überprüft und vereinfacht derzeit Prozesse, um Angebote für Arbeitgebende und Unternehmen zu verbessern und bürokratischen Aufwand zu reduzieren. 

Seit April 2025 können Ausbildungsstellen auch ohne erfasste Ausbildungsberechtigung im Arbeitgeberservice aufgenommen werden, da diese von den Kammern geprüft wird. Die BA senkt damit bürokratische Hürden für Unternehmen. Diese Verfahrensänderung muss noch in die statistische Erhebung integriert werden, das wird im Sommer abgeschlossen.