Wenn Beharrlichkeit zum Job führt

Manchmal ist es wichtig, bei der Suche nach einem Job nicht locker zu lassen. Das gilt erst recht für junge Menschen mit einer Einschränkung. Egal, ob diese körperlich oder geistig ist: Mit der richtigen Unterstützung und Beharrlichkeit lassen sich Ziele oft doch erreichen.

21.04.2026 | Presseinfo Nr. 21

Michael (Name geändert), hat nicht lockergelassen, um seinen heutigen Job zu finden. Am Ende wurde er belohnt. Allerdings benötigte er bis dahin etwas Unterstützung. „Da er Autist ist, war sein Weg in das Berufsleben von vornherein schon etwas schwerer“, betont Frank Böckmann, Berater für Berufliche Rehabilitanden und Teilhabe bei der Agentur für Arbeit Coesfeld.

Michael hat mit seiner Hilfe eine Ausbildung zum Fachpraktiker Küche in einem Berufsbildungswerk abgeschlossen. „Leider hat es mit der Beschäftigung danach nicht sofort geklappt“, erinnert sich Böckmann. Deshalb hat er mit Michael die Teilnahme an der Teilhabebegleitung besprochen. „Da war ich sofort interessiert, denn so konnte man mir helfen, einen Job zu finden“, erklärt Michael.

Die Teilhabebegleitung wird im Kreis Borken und Kreis Coesfeld von der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) im Auftrag der Arbeitsagentur durchgeführt und ist als Unterstützungsangebot für Rehabilitanden bei der Arbeits-, Ausbildungs-, Umschulungssuche und darüber hinaus gedacht. Daniela Sommer und Lisa Herbst von der DAA haben Michael von da an als Coaches begleitet. „Einmal in der Woche haben wir uns mit ihm zusammengesetzt und geschaut, welche Schritte er als nächstes unternehmen kann, um eine neue Anstellung zu finden. Hier kam von ihm auch die Idee, es bei der DJH Jugendherberge Reken zu versuchen“, berichten beide.

Melanie Zils ist dort die Herbergsleitung und erinnert sich gut: „Michael hat mit seinem Willen sofort überzeugt, sodass wir einen Schnuppertag vereinbart haben.“ Daraus wurden ein Mini-Job und schließlich eine befristete Anstellung. „Die wird jetzt hoffentlich bald in eine unbefristete umgewandelt. Michael macht hier einen super Job“, betont Zils.

Rund 15 Personen sind regelmäßig in der Teilhabebegleitung bei der DAA. „Vielen von ihnen müssen wir immer wieder die nächsten Schritte vorgeben oder auch mal etwas anstupsenBei Michael war das selten der Fall, er hatte ein Ziel vor Augen“, so Daniela Sommer. Das bestätigt auch seine heutige Chefin Melanie Zils: „Wenn wir besprochen hatten, dass ich mich in zwei Wochen melde, dann hat er mich direkt nach den zwei Wochen angesprochen und gefragt, was denn jetzt sei. Er hat einfach nicht lockergelassen. Das hat mich beeindruckt.“

Heute ist Michael überwiegend in der Spülküche tätig und übernimmt immer mehr Aufgaben beim Zubereiten der Speisen und am Buffet. Hier soll er langfristig deutlich mehr eingesetzt werden. „Das wäre auch mein Wunsch“, sagt er. „Und das wird er auch super hinbekommen“, betont Melanie Zils.

„Es ist immer schön zu sehen, wenn jemand so seinen Weg ins Berufsleben findet“, betont Frank Böckmann von der Arbeitsagentur und fügt an: „Die notwendige Unterstützung, die er brauchte, damit dieser Schritt gelingt, konnten wir mit der Teilhabeunterstützung durch die DAA ermöglichen. Wir sind sehr froh, dass das gelungen ist.“ Auch Michael ist dankbar für die Unterstützung und betont: „Das war genau das, was ich brauchte!“