Die Arbeitslosigkeit im Kreis Paderborn sinkt den zweiten Monat in Folge, sodass die Arbeitslosenquote bei 5,8 Prozent liegt. Insgesamt sind 10.582 Personen arbeitslos. Dies sind zum Vormonat 162 Personen weniger (-1,5 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen sogar um 220 Personen (-2,0 Prozent).
"Dies ist in Anbetracht der anhaltenden globalen wirtschaftlichen Verwerfungen und der vielen politischen Unsicherheiten und Neuerungen ein erfreulicher Trend. Zudem haben wir in Paderborn keinen in sich verharrenden Arbeits- und Ausbildungsmarkt, was die Zu- und Abgänge in jedem Monat zeigen. So sind allein im aktuellen Juni 1.658 Frauen und Männer neu aus Erwerbstätigkeit, aus Ausbildung, aus Qualifizierungsmaßnahmen oder sonstigen Gründen in die Arbeitslosigkeit gefallen. Im gleichen Betrachtungsmonat konnten indessen 1.821 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden. In den Arbeitsagenturen wird also tagtäglich daran gearbeitet, einen wirksamen Marktausgleich durch Beratung, Vermittlung und Qualifizierung zu erarbeiten.
Auch wenn die Arbeitslosenzahlen erneut gesunken sind, kann die Entwicklung der nächsten Monate nur schlecht eingeschätzt werden. Den Unternehmen fällt es schwer die zukünftige Entwicklung einzuschätzen und kurzzeitig ungünstige Entwicklungen können nicht mehr ohne weiteres aufgefangen werden. Eine echte Entspannung tritt noch nicht ein, jedoch werden auch wieder bessere Zeiten kommen, auf die wir uns jetzt schon vorbereiten müssen.
Investitionen in die Zukunft fallen gerade schwer, jedoch muss dem Fachkräftemangel aufgrund der demographischen Lücke schon jetzt entgegengewirkt werden. Ich kann nur immer wieder an die Arbeitnehmer aber auch an die Arbeitgeber appellieren in Fort- und Weiterbildungen zu investieren, damit vorhandenes Know-How erhalten bleibt und in Zeiten von rasanter Digitalisierung niemand den Anschluss verpasst. Wissenserwerb ist keine einmalige Sache, sondern ein lebenslanger Prozess. Jetzt ist auch die Zeit in junge Menschen zu investieren, um den Fachkräftebedarf für morgen sicher zu stellen“, so Heinz Thiele, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur Detmold-Paderborn.
Arbeitslosigkeit
Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Paderborn sinkt im Juni 2026. Insgesamt sind 10.582 Personen arbeitslos. Dies sind zum Vormonat 162 Personen weniger (-1,5 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 220 Personen (-2,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt im Juni 5,8 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,0 Prozent (-0,2 Prozentpunkte).
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
In der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 3.868 Personen gemeldet. Dies sind -59 Personen weniger als vor einem Monat (-1,5 Prozent). Zum selben Monat des Vorjahres steigt die Zahl um 108 Personen (+2,9 Prozent).
Entwicklung im Bürgergeld (SGB II)
Bürgergeld erhalten 103 Arbeitslose weniger als im Vormonat (-1,5 Prozent) und 328 weniger als im Vorjahr (-4,7 Prozent). Insgesamt zählen 6.714
Personen und damit 63,4 Prozent aller Arbeitslosen zum Bürgergeld gemäß SGB II.
Jugendarbeitslosigkeit
1.035 Arbeitslose sind im Juni 2026 im Kreis Paderborn unter 25 Jahre alt. Dies sind 11 Personen mehr als im Vormonat (+1,1 Prozent). Zum selben Monat des Vorjahres sind 6 junge Menschen weniger arbeitslos (-0,6 Prozent).
Arbeitslose ab 50 Jahre
Die Anzahl arbeitsloser Menschen ab 50 Jahren sinkt zum Vormonat um 50 Personen (-1,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind es 43 Arbeitslose mehr (+1,1 Prozent). Insgesamt sind 3.830 Menschen ab 50 Jahren im Kreis Paderborn arbeitslos.
Langzeitarbeitslose
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Paderborn sinkt um 45 Personen (-1,1 Prozent). 3.989 Personen sind länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 90,5 Prozent (3.611 Personen) zum Bürgergeld. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen um 192 Personen (+5,1 Prozent).
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung im Kreis Paderborn sinkt im Juni 2026. Insgesamt sind 12.957 Personen ohne Beschäftigung. Dies sind zum Vormonat 86 Personen weniger (-0,7 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres sinkt die Unterbeschäftigung um 244 Personen (-1,8 Prozent). Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt jedoch aktuell nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist.
Stellenangebot
Die Arbeitgeber aus dem Kreis Paderborn haben in diesem Monat 386 Stellen gemeldet und damit 3 mehr als im Vormonat (+0,8 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres steigt die Anzahl der neuen Stellenmeldungen um 24 Stellen (+6,6 Prozent). Im Bestand befinden sich insgesamt 2.182 offene Stellen, 30 weniger als vor einem Monat (-1,4 Prozent) und 68 weniger als vor einem Jahr (-3,0 Prozent).
Die Arbeitgeber aus dem Kreis Paderborn haben in diesem Monat 383 Stellen gemeldet und damit 51 weniger als im Vormonat (-11,8 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres sinkt die Anzahl der neuen Stellenmeldungen um 9 Stellen (-2,3 Prozent). Im Bestand befinden sich insgesamt 2.212 offene Stellen, 72 weniger als vor einem Monat (-3,2 Prozent) und 69 weniger als vor einem Jahr (-3,0 Prozent).
Ausbildungsmarkt
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2025 meldeten sich 4.145 Bewerber für Berufsausbildungsstellen. Zugleich gab es 4.555 Meldungen für Berufsausbildungsstellen. Ende Juni waren 1.601 Bewerber noch unversorgt und 1.946 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.
Hinweis: Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist aktuell unterzeichnet, es werden auf Bundesebene schätzungsweise rund sechs Prozent Ausbildungsstellen zu wenig aus-gewiesen. Hintergrund sind veränderte Prozesse in Fachverfahren der BA. Diese müssen noch in die statistische Erhebung integriert werden. Die BA überprüft und vereinfacht derzeit Prozesse, um Angebote für Arbeitgebende und Unternehmen zu verbessern und bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Diese Verfahrensänderung muss noch in die statistische Er-hebung integriert werden, das wird im Sommer abgeschlossen.