Dortmunder Arbeitsmarkt im Februar 2026

Arbeitslosigkeit leicht gestiegen

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 11

Der Winter drückt auch im Februar dem Arbeitsmarkt seinen Stempel auf. Die
Arbeitslosigkeit ist saisonalbedingt um 273 Personen angestiegen, die
Arbeitslosenquote stagniert bei 12,2 Prozent. Im Februar meldeten sich
insbesondere junge Menschen nach dem Abschluss ihrer zwei- und
dreieinhalbjährigen Berufsausbildung für eine Übergangszeit arbeitslos.

„Der zweite Wintermonat des Jahres hat - wie erwartet - den Arbeitsmarkt spürbar
beeinflusst und die Dynamik gebremst. Dennoch beobachten wir erste positive
Signale. Noch liegen die Zugänge in die Arbeitslosigkeit über den Abgängen, doch
der Abstand wird kleiner. Zudem haben deutlich mehr Menschen als im Vormonat
eine Beschäftigung aufgenommen. Auch langfristig ist eine Stabilisierung
erkennbar. Der in den vergangenen Jahren aufgebaute Anstieg der Arbeitslosigkeit
baut sich Schritt für Schritt ab, das Vorjahresdelta wird immer kleiner. Betrug der
Abstand zum Vorjahr im Februar 2023 noch gut 2.100 Personen, verringerte er sich
2024 auf knapp 1.400 und liegt aktuell noch bei rund 800. Das stimmt vorsichtig
zuversichtlich für die kommenden Monate“, kommentiert Heike Bettermann,
Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund, die
Situation auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt.


Stephanie Krömer, Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund, sagt: „Im
Februar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in Betreuung des Jobcenters leicht
gestiegen. Gleichzeitig konnten im Vergleich zum Vormonat deutlich mehr
Kundinnen und Kunden eine Arbeit aufnehmen. Das ist ein positives Signal. Es zeigt,
dass individuelle Beratung und Unterstützung wirken.
Auch die Zahl der begonnenen Ausbildungen und Unterstützungsangebote in diesem
Kontext sind erkennbar gestiegen. Qualifizierung und die gezielte Heranführung an
den Arbeitsmarkt spielen weiterhin eine zentrale Rolle. Gerade in wirtschaftlich
herausfordernden Zeiten sind sie wichtige Bausteine, um langfristige Perspektiven
zu schaffen.

Saisontypischer Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar

Im Februar wurden 40.641 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren
10.059 Personen bei der Arbeitsagentur und 30.582 Menschen beim Jobcenter
Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im
Vergleich zum Vormonat um 273 Personen gestiegen.


Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen
liegt unverändert bei 12,2 Prozent (Februar 2024: 12,1 Prozent). Die anteilige
Arbeitslosenquote für die Agentur liegt unverändert bei 3,0 Prozent, für das Jobcenter
steigt sie auf 9,2 Prozent. Arbeitslosigkeit ist kein starrer Block. Vielmehr herrscht
durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit viel Bewegung. In der Stadt
Dortmund wurden im Februar 6.318 Männer und Frauen erstmals oder erneut
arbeitslos registriert. 1.689 Personen davon kamen aus einer Beschäftigung am 1.
Arbeitsmarkt. Das sind 724 Personen weniger als im Vormonat. 6.050 Personen
meldeten sich im Februar bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter aus der
Arbeitslosigkeit ab. Von ihnen beendeten 1.321 Menschen ihre Arbeitslosigkeit
wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 220
Personen mehr als im Vormonat.

Jugendarbeitslosigkeit weiter gestiegen

Rechtskreisübergreifend ist die Jugendarbeitslosenquote im Vergleich zum
Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent gestiegen. Im Februar waren damit
3.630 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 146 Personen
mehr als im Vormonat. Zurückzuführen ist der Anstieg unter anderem auf eine Vielzahl junger Fachkräfte, die sich aufgrund des Endes der zweieinhalb- und
dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen zunächst arbeitslos melden mussten, weil
sie in ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden:

Arbeitskräftenachfrage wächst auf niedrigem Niveau

Im Februar ist die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften im Vergleich zum
Vormonat wieder gestiegen. Der Agentur für Arbeit wurden im aktuellen
Berichtsmonat 869 neue Stellen gemeldet. Das sind 175 Stellen mehr als im Januar.
Der aktuelle Stellenbestand hat sich mit 4.030 offenen Stellen im Vergleich zum
Vormonat weiter verringert (-204). Auch im Jahresvergleich liegt er mit einem Minus
von 152 Stellen niedriger als im Februar des Vorjahres. Die meisten der Agentur für
Arbeit gemeldeten offenen Stellen entfallen auf die Berufsgruppen Lagerwirtschaft,
Verkauf, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Altenpflege.

Unterbeschäftigung steigt an

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch
die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmende an
einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder sich in einem arbeitsbedingten
Sonderstatus befinden. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet,
weil es sich dabei um Menschen handelt, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis
fehlt. Insgesamt werden in diesem Monat 49.620 Personen in der
Unterbeschäftigung registriert. Das sind im Vergleich zum Vormonat 274 Personen
mehr.