Zum Internationalen Frauentag zeigen aktuelle Zahlen zum Arbeitsmarkt ein differenziertes Bild: Noch nie waren so viele Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt - zugleich bestehen weiterhin deutliche Unterschiede bei den Beschäftigungsformen.
Im Juni 2025 waren 122.289 Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Frauen stellen damit 46 Prozent aller Beschäftigten in Dortmund. Ein Blick auf die Arbeitszeitstrukturen zeigt: 71 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitstellen werden von Frauen ausgeübt. Bei den Vollzeitstellen liegt der Anteil der Männer bei 65 Prozent. Bei den Minijobs stellen Frauen mit 58 Prozent die Mehrheit. Damit arbeitet mehr als jede zweite beschäftigte Frau nicht in Vollzeit. Knapp Zweidrittel der arbeitslosen Frauen wünschen jedoch ausdrücklich eine Vollzeitstelle. Auch bei der Arbeitslosigkeit ist eine Veränderung zu beobachten. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 17.846 Frauen arbeitslos gemeldet. Seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges wächst die Arbeitslosigkeit bei Frauen stetig an. Der Anteil der arbeitslosen Frauen aus den Fluchtstaaten liegt aktuell bei 48 Prozent.
„Die steigende Beschäftigung zeigt, dass Frauen eine tragende Rolle auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt einnehmen. Gleichzeitig macht die hohe Teilzeitquote deutlich, dass Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeitumfang nicht identisch sind. Besonders der Wunsch vieler Frauen nach einer Vollzeitstelle zeigt vorhandenes Potenzial. Ziel bleibt es passgenaue Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten oder die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zu schaffen, um dieses Potenzial bestmöglich zu nutzen“, kommentiert Heike Bettermann, Dortmunder Arbeitsagenturchefin, die Situation für Frauen auf dem Arbeitsmarkt.