Dortmunder Arbeitsmarkt im März 2026

Arbeitsmarkt in Wartestellung

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 15

Im März hat sich die Anzahl arbeitsloser Personen in Dortmund nicht nennenswert verändert. Die für diese Jahreszeit klassische Frühjahrsbelebung ist in Dortmund noch nicht in Sicht. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 12,2 Prozent.

„Auch im März zeigt sich die anhaltende konjunkturelle Schwäche deutlich am Arbeitsmarkt. Zum Frühlingsbeginn bleibt eine spürbare Belebung bislang aus. Zwar gelingt es wieder mehr Menschen, durch die Aufnahme einer Beschäftigung ihre Arbeitslosigkeit zu beenden, insgesamt überwiegen jedoch weiterhin die Zugänge gegenüber den Abgängen. Für Arbeitsuchende eröffnen sich zwar die saisonal üblichen Chancen am Arbeitsmarkt. Dennoch bleibt die Suche nach einer neuen Beschäftigung herausfordernd, da Unternehmen weiterhin deutlich weniger offene Stellen melden als in wirtschaftlich starken Jahren.

Mit wachsamem Blick verfolgen wir zudem die Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung: Die Zahl der Leistungsbeziehenden ist in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich gestiegen und hat im März die Marke von 10.000 deutlich überschritten. Dies kann unter anderem darauf hindeuten, dass Betriebe vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und struktureller Transformationsprozesse zurückhaltender bei Neueinstellungen sind und teilweise auch Personal abbauen. Diese Entwicklung betrachten wir mit Sorge. Dem wirken wir mit gezielten Maßnahmen zur Qualifizierung und Weiterbildung für Beschäftigte sowie Arbeitslose entgegen“, kommentiert Heike Bettermann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund, die Situation auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt.

Stephanie Krömer, Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund, sagt: 
„Die Zahl der Menschen, die auf das Bürgergeld angewiesen sind, sank im März im Vergleich zum Vormonat um 257 Personen. Damit beziehen rund 1.900 Menschen weniger Leistungen des Jobcenters Dortmund, als es im März 2025 der Fall war. Auch die Zahl der arbeitslosen Menschen ging zurück. Das ist ein wichtiges Signal. Es zeigt, dass Unterstützung wirkt – auch wenn die Herausforderungen für viele Haushalte und für den Arbeitsmarkt insgesamt hoch bleiben. Der Arbeitsmarkt ist für viele Menschen weiterhin schwer zugänglich. Entscheidend ist jetzt, Menschen nicht nur kurzfristig in Arbeit zu bringen, sondern sie durch passgenaue Qualifizierung, individuelle Begleitung und gezielte Unterstützung nachhaltig im Arbeitsmarkt zu stabilisieren.“

Marginaler Rückgang der Arbeitslosigkeit im März

Im März wurden 40.629 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren 10.216 Personen bei der Arbeitsagentur und 30.413 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 12 Personen gesunken. 

Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen liegt unverändert bei 12,2 Prozent (März 2025: 12,1 Prozent). Die anteilige Arbeitslosenquote für die Agentur steigt auf 3,1 Prozent, für das Jobcenter verharrt sie bei 9,2 Prozent. Arbeitslosigkeit ist kein starrer Block. Vielmehr herrscht durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus Arbeitslosigkeit viel Bewegung. In der Stadt Dortmund wurden im März 6.586 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos registriert. 2.090 Personen davon kamen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 167 Personen mehr als im Vormonat. 6.637 Personen meldeten sich im März bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter aus der Arbeitslosigkeit ab. Von ihnen beendeten 1.707 Menschen ihre Arbeitslosigkeit wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt. Das sind 105 Personen mehr als im Vormonat. 

Jugendarbeitslosigkeit leicht rückläufig

Rechtskreisübergreifend ist die Jugendarbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent gesunken. Im März waren damit 3.582 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 48 Personen weniger als im Vormonat. 

Arbeitskräftenachfrage wächst auf niedrigem Niveau

Im März ist die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vormonat weiter leicht gestiegen. Der Agentur für Arbeit wurden im aktuellen Berichtsmonat 935 neue Stellen gemeldet. Das sind 66 Stellen mehr als im Februar. Der aktuelle Stellenbestand hat sich mit 4.243 offenen Stellen im Vergleich zum Vormonat leicht erhöht (+213). Auch im Jahresvergleich liegt er mit einem Plus von 154 Stellen höher als im März des Vorjahres. Die meisten der Agentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen entfallen auf die Berufsgruppen Verkauf, Lagerwirtschaft, Erziehung und Sozialarbeit sowie Gesundheits- und Krankenpflege.

Unterbeschäftigung sinkt leicht

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmende an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder sich in einem arbeitsbedingten Sonderstatus befinden. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil es sich dabei um Menschen handelt, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Insgesamt werden in diesem Monat 49.686 Personen in der Unterbeschäftigung registriert. Das sind im Vergleich zum Vormonat 32 Personen weniger.