| Aktueller Monat (Dezember 2025) | Vergleich zum Vormonat (November 2025) |
| 6,9 % Arbeitslosenquote | 261 Menschen sind mehr arbeitslos |
| 21.797 arbeitslose Menschen | 281.076 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (Stichtag 30.06.2025) |
| 4.251 freie Arbeitsstellen im Bestand | 881 neu gemeldete Arbeitsstellen |
Gerlinde Hildebrand, Chefin der Dresdner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Entwicklung:
Zitat:„Zum Jahresende hat sich, wie saisonal erwartet, die Zahl der Arbeitslosen wieder erhöht. Erwartungsgemäß deshalb, weil Ende Dezember üblicherweise mehr befristete Arbeitsverträge enden und mehr Arbeitslosmeldungen erfolgen. Das blieb nicht ohne Folgen für die Arbeitslosenquote, die, wenn auch nur geringfügig, auf 6,9 Prozent anstieg.“
„Die Arbeitskräftenachfrage hat sich im Laufe des Jahres auf einem niedrigeren Niveau eingependelt. Im Dezember wurden mit 881 Stellen 12 mehr als im Vormonat gemeldet.
Schaut man auf das komplette Jahr, wurden unserer Agentur insgesamt knapp 900 Stellen weniger als 2024 gemeldet, wobei sich dies weniger auf bestimmte Branchen als vielmehr auf eine generelle Zurückhaltung in Bezug auf Neueinstellung bezieht. Mit einem aktuellen Bestand von mehr als 4.200 offenen Stellen gibt es jedoch ausreichend viele berufliche Einstiegsmöglichkeiten.“
„Aus der Beschäftigtenstatistik liegen neue Daten mit Stand Juni 2025 vor und die zeigen nun ebenfalls die Auswirkungen der anhaltend schwierigen wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 660 auf 281.076 gesunken. Vom Rückgang ist hauptsächlich das verarbeitende Gewerbe betroffen, aber auch bei den Versicherungsdienstleistungen sowie im Gastgewerbe oder im Handel sind weniger Menschen beschäftigt.“
Übersicht
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Dresden im Dezember 2025 gestiegen. 21.797 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 261 Personen mehr (1 Prozent) als im November und 1.474 Personen beziehungsweise 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,9 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,5 Prozent.
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Dezember bei 26.144 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat November (183 Personen beziehungsweise 0,7 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Dezember 2024 (307 Personen beziehungsweise 1,2 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Blick auf die Rechtskreise
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 7.690 Personen (71 Personen mehr als im Vormonat und 990 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 14.107 Arbeitslose registriert (190 Personen mehr als im Vormonat und 484 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 65 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Zu- und Abgänge
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.778 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.460 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.506 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.088 eine Erwerbstätigkeit auf.
Arbeitskräftenachfrage
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 881 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet (12 mehr als im Vormonat und 108 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 4.251 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Grundsicherung und Bürgergeld
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 876 (entspricht -4 Prozent) auf insgesamt 21.340.
27.080 Personen bezogen Bürgergeld, das waren 1.056 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr.
Beschäftigung
Im Juni 2025 (letzter Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben) waren in der Stadt Dresden 281.076 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Rückgang von 660 gegenüber dem Vorjahresquartal (-0,2 Prozent), gab es einen leichten Beschäftigungsrückgang.
Der Rückgang fiel bei Männern und Frauen unterschiedlich aus. Bei den Männern gab es einen Rückgang um 81 (-0,2 Prozent), bei den beschäftigten Frauen sank die Anzahl um 579 (-0,4 Prozent).
Betrachtet nach Arbeitszeit verringerte sich die Vollzeitbeschäftigung (-1,3 Prozent), wohingegen sich die Teilzeitbeschäftigung um 1,7 Prozent erhöhte. Insbesondere bei den Beschäftigten zwischen 25 bis unter 55 Jahre gab es mit -1381 (-0,7 Prozent) einen sehr deutlichen Beschäftigungsrückgang. Bei den älteren Beschäftigten über 55 Jahre erfolgte ein Zuwachs von 597, was einem Plus von 1,0 Prozent entspricht; bei den unter 25-jährigen Beschäftigten gab es einen Zuwachs von 45 beziehungsweise 0,2 Prozent.
Branchenseitig gab es den kräftigsten Beschäftigungsaufbau bei Heimen + Sozialwesen (+714), im Gesundheitswesen (+601) und im Bereich Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (+494).
Weniger Beschäftigte gab es zum Beispiel im verarbeitenden Gewerbe (-645), bei Arbeitnehmerüberlassungen (-567) und bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-474).
