Der Arbeitsmarkt im Februar

Geringfügiger Anstieg der Arbeitslosigkeit

27.02.2026 | Presseinfo Nr. 11

Blick auf den Arbeitsmarkt

Monatarbeitslose MenschenArbeitslosenquotefreie Arbeitsstellen
Januar 202623.1637,3 %3.943
Februar 202623.208 (45 mehr)7,3 % (keine Veränderung)4.149 (206 mehr)

282.339 Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig (Stichtag 31.08.2025)

Gerlinde Hildebrand, Chefin der Dresdner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt

Zitat:

„Nach einem saisonbedingt schwachen Start im letzten Monat bringt der Februar ebenfalls keine Überraschungen und folgt dem saisonalen Muster, was bedeutet, dass die Zahl der Arbeitslosen nochmals, jedoch sehr gering, um 0,2 Prozentpunkte gestiegen ist.
Der Anstieg macht sich fast ausschließlich in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen bemerkbar. Das liegt hauptsächlich daran, dass im Februar die 2,5- und 3,5-jährigen Ausbildungen enden und Übernahmen in Beschäftigungsverhältnisse bisher noch nicht im erhofften Umfang erfolgten, was sicherlich der aktuellen wirtschaftlichen Situation geschuldet ist.
Gleichzeitig gibt es hier und da positive Akzente, wie zum Beispiel der deutliche Anstieg der Arbeitskräftenachfrage oder der Abgänge aus Arbeitslosigkeit, die mit einem Plus von 38 % und 21 % im Vergleich zum Vormonat das Gesamtbild noch nicht nachhaltig beeinflussen, aber auf die Entwicklung der kommenden Monate hoffen lassen.“

Übersicht

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Dresden im Februar 2026 gestiegen. 23.208 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 45 Personen mehr (0,2 Prozent) als im Januar und 1.259 Personen beziehungsweise 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Februar bei 27.556 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Januar (172 Personen beziehungsweise 0,6 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Februar 2025 (395 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Blick auf die Rechtskreise

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 8.669 Personen (63 Personen mehr als im Vormonat und 839 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 14.539 Arbeitslose registriert (18 Personen weniger als im Vormonat, aber 420 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Zu- und Abgänge

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.991 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.573 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.929 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.274 eine Erwerbstätigkeit auf.

Arbeitskräftenachfrage

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 989 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (276 mehr als im Vormonat und 8 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 4.149 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Stellenzugang, aktueller Monat im 3-Jahres-Vergleich

MonatStellen
Februar 20241.210
Februar 2025981
Februar 2026989

Grundsicherung und Bürgergeld

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 745 (entspricht -3 Prozent) auf insgesamt 21.545.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 27.224 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 990 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet.)