Der Arbeitsmarkt im März 2026

Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Dresden gesunken

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 17

Monatarbeitslose MenschenArbeitslosenquotefreie Arbeitsstellen
März 202622.7607,2 %4.087
Februar 202623.2087,3 %4.149

283.753 Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig (Stichtag 30.09.2025)

Gerlinde Hildebrand, Chefin der Dresdner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt

Zitat:

„Zur Halbzeit auf dem Ausbildungsmarkt steht fest: die Angebote auf dem Ausbildungsmarkt sind nicht gewachsen, jedoch stehen rein rechnerisch derzeit für jeden Bewerber 1,4 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Junge Berufsanfänger und Berufsanfängerinnen werden hier also in jedem Interessensgebiet fündig. Auch für die Unternehmen stellt die eigene Ausbildung immer noch den Königsweg dar, um sich personell gut aufzustellen.“
„Blickt man auf den Arbeitsmarkt im März ist hier eine leichte Verbesserung zu beobachten; wir verzeichnen weniger Arbeitslose und die Arbeitslosenquote sank ebenfalls.
Auch wenn die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften diesen Monat etwas nachgelassen hat, haben wir eine hohe Anzahl freier Stellen in nahezu allen Berufsfeldern gemeldet. Hier ist die Herausforderung, vorhandene Kompetenzen der Bewerber und Bewerberinnen mit den Anforderungsprofilen der Stellen übereinzubringen. Die Beratung und Förderung zu Ausbildung und Qualifizierung stehen deshalb nach wie vor im Fokus unserer Arbeit, um passgenaue Vermittlungsangebote machen zu können und langfristig Arbeitsplätze zu sichern.“
„Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist erneut gesunken. Die neuen Daten aus der Beschäftigtenstatistik zeigen unverhüllt, welche Auswirkungen die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen haben. Dabei gab es den größten Schwund in der Altersklasse der 25-bis unter 55-Jährige, also tatsächlich derjenigen im besten Arbeitsalter.“

Übersicht

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Dresden im März 2026 gesunken. 22.760 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 448 Personen weniger (-2 Prozent) als im Februar, aber 657 Personen beziehungsweise 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 7,1 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im März bei 27.408 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat Februar (-182 Personen beziehungsweise -0,7 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit März 2025 (199 Personen beziehungsweise 0,7 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Blick auf die Rechtskreise

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 8.435 Personen (234 Personen weniger als im Vormonat, aber 577 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 14.325 Arbeitslose registriert (214 Personen weniger als im Vormonat, aber 80 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Zu- und Abgänge

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 4.078 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.552 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 4.480 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.524 eine Erwerbstätigkeit auf.

Arbeitskräftenachfrage

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 983 Stellen wurden im März neu gemeldet (6 weniger als im Vormonat, aber 58 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 4.087 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Grundsicherung und Bürgergeld

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 741 (entspricht -3 Prozent) auf insgesamt 21.586. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 27.319 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 954 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

Ausbildungsmarkt

Zur Halbjahresbilanz des aktuellen Ausbildungsjahres 2025/2026 sind bei der Dresdner Berufsberatung seit Beginn des Berufsberatungsjahres bisher 1.497
Ausbildungsplatzbewerber gemeldet. Das sind 115 Jugendliche oder 7,1 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr.
Auf der anderen Seite des Ausbildungsmarktes wurden bisher von Unternehmen der Region 2.152 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 32 oder 1,5 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Rein rechnerisch stehen derzeit für jeden Bewerber 1,4 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Beschäftigung

Im September 2025 (letzter Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben) waren in der Stadt Dresden 283.753 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einer Verringerung von 1.040 gegenüber dem Vorjahresquartal (-0,4 Prozent), gab es erneut einen Beschäftigungsverlust.
Der Zahl der Beschäftigten sank ausschließlich bei den Frauen (-0,8%), bei den Männern gab es einen minimalen Zuwachs von 0,1 Prozent. Vollzeitbeschäftigung sank um 1,3 Prozent, wohingegen die Teilzeitbeschäftigung einen Zuwachs von 1,4 Prozent verzeichnete.
Altersmäßig gab es mit 0,9 Prozent den größten Rückgang bei den 25 bis unter 55-Jährigen.
Branchenseitig gab es den kräftigsten Beschäftigungsaufbau im Gesundheitswesen und der Energieversorgung. Auch das Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Bau und Gastgewerbe zählten mehr Beschäftigte.
Weniger Beschäftigte gab es zum Beispiel im verarbeitenden Gewerbe, in den Bereichen Erziehung und Unterricht, Information & Kommunikation und dem Handel.