Blick auf den Arbeitsmarkt
| Monat | arbeitslose Menschen | Arbeitslosenquote | freie Arbeitsstellen |
| September 2026 | 22.663 (523 weniger) | 7,1 % (0,1 % weniger) | 4.319 (71 weniger) |
| August 2026 | 23.186 | 7,2 % | 4.390 |
280.408 Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig (Stichtag 31.03.2026)
Erwartungsgemäß ist im Berichtsmonat eine leichte Besserung am Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich um mehr als 500 verringert, wovon fast alle Alters- und Personengruppen profitierten. Lediglich bei den schwerbehinderten Arbeitslosen gab es einen Anstieg um acht Personen. Trotz leichter Erholung weist der Arbeitsmarkt relativ wenig Bewegung auf und im Vergleich zum Vorjahr gibt es kaum Veränderungen.
Die Arbeitskräftenachfrage erhöhte sich gegenüber den vergangenen Monaten und liegt über den Vormonats- und Vorjahreszahlen. Schaut man auf den Bestand der aktuell gemeldeten Stellen, sind mit rund 4.300 Arbeitsangeboten eine Vielzahl von beruflichen Einstiegsmöglichkeiten vorhanden.
Die aktuell vorliegende Beschäftigtenstatistik zeigt, dass sich die angespannte Wirtschaftssituation nun auch in sinkenden Beschäftigtenzahlen widerspiegelt.
Übersicht
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Dresden im September 2026 geringfügig gesunken. 22.663 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 523 Personen weniger (-2 Prozent) als im August, aber 381 Personen beziehungsweise 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag diese Quote bei 7,0 Prozent.
Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im September bei 27.102 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat August (-497 Personen beziehungsweise -1,8 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit September 2025 (600 Personen beziehungsweise 2,3 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Blick auf die Rechtskreise
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 8.478 Personen (288 Personen weniger als im Vormonat, aber 565 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 14.185 Arbeitslose registriert (235 Personen weniger als im Vormonat und 184 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Zu- und Abgänge
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 4.481 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.436 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 4.975 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.702 eine Erwerbstätigkeit auf.
Arbeitskräftenachfrage
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 920 Stellen wurden im September neu gemeldet (57 mehr als im Vormonat und 136 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung. Aktuell befanden sich damit 4.319 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Stellenzugang, aktueller Monat im 3-Jahres-Vergleich
| Jahr | Stellen |
| 2024 | 878 |
| 2025 | 787 |
| 2026 | 920 |
Grundsicherung und Bürgergeld
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 851 (entspricht -4 Prozent) auf insgesamt 20.836.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 26.332 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 1.142 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)
Beschäftigung
Im März 2026 (letzter Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben) waren in der Stadt Dresden 280.408 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das ist eine Verringerung von 796 gegenüber dem Vorjahresquartal (-0,3 Prozent).
Der Zahl der Beschäftigten sank ausschließlich bei den Frauen (-0,7 Prozent), bei den Männern gab es einen minimalen Zuwachs von 0,1 Prozent. Vollzeitbeschäftigung sank um 1,0 Prozent, wohingegen die Teilzeitbeschäftigung einen Zuwachs von 1,1 Prozent verzeichnete.
Auf Altersgruppen bezogen gab es bei den 25 bis unter 55-Jährigen einen Rückgang von 0,8 Prozent und bei den unter 25-Jährigen einen Rückgang von 0,2 Prozent. Die über 55-jährigen Beschäftigten stiegen um 0,7 Prozent.
Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Gesundheitswesen und im Bereich der Immobilien, freiberufliche, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen.
Weniger Beschäftigte gab es zum Beispiel im verarbeitenden Gewerbe sowie in den Bereichen Information & Kommunikation und Erziehung und Unterricht.
