Der Arbeitsmarkt im Januar 2026

Saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 6

Blick auf den Arbeitsmarkt

Monatarbeitslose MenschenArbeitslosenquotefreie Arbeitsstellen
Dezember 202521.7976,9 %4.111
Januar 202623.163 (1.366 mehr)7,3 % (0,4 % mehr)3.943 (168 weniger)

 

Gerlinde Hildebrand, Chefin der Dresdner Agentur für Arbeit, zur aktuellen Entwicklung

„Der Anstieg der Zahl der Arbeitslosen zum Jahresbeginn ist jährlich wiederkehrend und somit nicht ungewöhnlich. Auslaufende befristete Beschäftigungsverhältnisse zum Jahresende, kaum vorhandener Personalbedarf; dies nicht nur in speziell witterungsabhängigen Branchen; und die Tatsache, dass weniger Menschen über den Jahreswechsel in Qualifizierungsmaßnahmen sind, beeinflussen diese Entwicklung. Etwas über neun Prozent höhere Zugänge in und reichlich acht Prozent niedrigere Abgänge aus Arbeitslosigkeit sind die monatliche Momentaufnahme. In diesem Kontext ist auch die Arbeitskräftenachfrage zu betrachten, die regelmäßig zum Anfang eines Jahres eher verhalten ist, aber dann doch geringfügig höher als im Januar letzten Jahres ausfiel. 

Erfahrungsgemäß sind die Unternehmen jedoch bestrebt, ihre Arbeitskräfte mit Blick auf die Fachkräftesicherung frühestmöglich wieder einzustellen, was sich, je nach Dauer und Intensität des Winters und der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, frühestens ab März, spätestens jedoch im April hoffentlich bemerkbar machen wird.“

Übersicht

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Dresden im Januar 2026 gestiegen. 23.163 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 1.366 Personen mehr (6 Prozent) als im Dezember und 1.610 Personen beziehungsweise 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,9 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Januar bei 27.343 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Dezember (1.187 Personen beziehungsweise 4,5 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Januar 2025 (469 Personen beziehungsweise 1,7 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Blick auf die Rechtskreise

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 8.606 Personen (916 Personen mehr als im Vormonat und 1.101 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 14.557 Arbeitslose registriert (450 Personen mehr als im Vormonat und 509 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Zu- und Abgänge

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 4.609 Personen arbeitslos. Davon kamen 2.362 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.237 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.122 eine Erwerbstätigkeit auf.

Arbeitskräftenachfrage

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 713 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (168 weniger als im Vormonat, aber 17 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 3.943 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Stellenzugang, aktueller Monat im 3-Jahres-Vergleich

MonatStellen
Januar 2024888
Januar 2025696
Januar 2026713

Grundsicherung und Bürgergeld

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 904 (entspricht -4 Prozent) auf insgesamt 21.369. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 27.036 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 1.245 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr. (Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet.)