„Gemeinsam junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf begleiten!“

10 Jahre Jugendberufsagentur im Kreis Pinneberg

18.09.2026 | Presseinfo Nr. 60

Wohin soll mein Weg nach der Schule führen? Welche Ausbildung passt zu mir? Was kann ich tun, wenn es in der Schule nicht gut läuft oder der Einstieg in Ausbildung schwierig wird? Für junge Menschen sind diese Fragen oft nicht leicht zu beantworten. Seit zehn Jahren gibt es im Kreis Pinneberg mit der Jugendberufsagentur (JBA) ein Netzwerk, das junge Menschen unterstützt, ihren eigenen Weg in das Berufsleben zu finden. 

Am 2. Dezember 2016 wurde mit der Eröffnung des ersten JBA-Standortes im Bauerweg in Elmshorn der Grundstein für die gemeinsame Arbeit unter einem Dach gelegt. Seitdem arbeiten Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kreisjugendhilfe sowie allgemeinbildende und berufliche Schulen enger zusammen, um junge Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf zu begleiten. Im April 2019 eröffnete im Damm 25 in Pinneberg ein weiterer JBA-Standort. 

Gemeinsam statt nebeneinander

„Die Idee hinter der Jugendberufsagentur ist einfach: Junge Menschen müssen nicht selbst herausfinden, welche Stelle für welches Anliegen zuständig ist. Wir schauen gemeinsam hin, hören zu und bieten die Unterstützung an, die gerade benötigt wird“, beschreibt Michaela Bagger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Elmshorn den Grundgedanken der Zusammenarbeit. „Wenn mehrere Herausforderungen zusammenkommen, zeigt sich die Stärke der Jugendberufsagentur. Dann ist unser Vorteil, dass wir als Partner gut miteinander arbeiten, unsere unterschiedlichen Kompetenzen abstimmen und in gemeinsamen Fallbesprechungen nach Lösungen suchen“ ergänzt Ute Beckmann, Geschäftsführerin des Jobcenter Kreis Pinneberg. 

Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln, kommen die Fachkräfte der Kooperationspartner regelmäßig zu Austauschtreffen zusammen. Die Treffen dienen dazu, regionale Unterstützungsangebote besser kennenzulernen, die Zusammenarbeit abzustimmen und das persönliche Netzwerk auszubauen. 

Neue Herausforderungen für junge Menschen

Die Arbeit der Jugendberufsagentur hat sich in den vergangenen zehn Jahren mit den Lebensrealitäten junger Menschen verändert. Die Corona-Pandemie, internationale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Auswirkungen des Klimawandels haben das gesellschaftliche Umfeld geprägt und prägen es noch. Viele junge Menschen erleben eine Zeit, in der Veränderungen und Unsicherheiten zum Alltag gehören. 

Für manche wird es damit schwieriger, sich auf Schule, Ausbildung und berufliche Perspektiven zu konzentrieren. Andere ziehen sich zurück oder verlieren den Anschluss. Psychische Belastungen und soziale Herausforderungen können dazu führen, dass Schule oder Ausbildung nicht mehr regelmäßig besucht werden. 

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der täglichen Arbeit der Kooperationspartner wider. „Wir haben daher als Kreisverwaltung darauf reagiert und den Kooperationsverbund der JBA im April 2024 durch zwei von uns finanzierte Stellen in der Jugendsozialarbeit verstärkt“, so Heiko Willmann, Fachbereichsleitung des Fachbereiches Soziales, Jugend, Schule und Gesundheit in der Kreisverwaltung Pinneberg.

Junge Menschen selbst fragen

Die Jugendberufsagentur möchte ihre Angebote auch künftig an den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen ausrichten. An den Schulen im Kreis Pinneberg werden deshalb ab November 2026 die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 sowie der Ausbildungsvorbereitenden Klassen (AVSH) anonym befragt. „Im Mittelpunkt steht die Frage, wo die Jugendlichen bei ihrer beruflichen Orientierung aktuell stehen, wie sie bei der Suche nach einem passenden Weg vorgehen und welche Unterstützung sie tatsächlich als hilfreich empfinden“ erläutert die Schulrätin Dr. Elke Fooken. 

Den gemeinsamen Weg weitergehen

Zehn Jahre Jugendberufsagentur im Kreis Pinneberg sind nicht nur Anlass für einen Blick zurück, sondern auch nach vorn. „Die Jugendberufsagentur wird auch künftig ihre Angebote weiterentwickeln, unterschiedliche Kompetenzen zusammenbringen und junge Menschen individuell auf ihrem Weg unterstützen“ sind sich die Schulleitungen der berufsbildenden Schulen im Kreis Pinneberg, Christina Maskow (Europaschule Elmshorn) und Michael Gehrke (Pinneberg) einig. Das Motto der Jugendberufsagentur bringt diesen Anspruch auf den Punkt: „Wir gehen den Weg gemeinsam!“