Der Arbeitsmarkt im Januar 2026

Saisonüblicher Anstieg im Januar – langfristig jedoch weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 9

Überblick AMB

Im Januar waren in Ostfriesland insgesamt 18.178 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.158 Personen mehr als im Dezember (+6,8 Prozent). Daniela Ringenaldus, Leiterin der Agentur für Arbeit Emden-Leer, erklärt: „Ein solcher Anstieg ist für den Jahresbeginn typisch: Zum Jahreswechsel enden viele befristete Beschäftigungen, zudem wirken sich witterungsbedingte Einschränkungen vor allem in Bauwirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Außenberufen auf die Arbeitslosenzahl aus. Wenn im Frühjahr die Saison startet, melden sich viele wieder in Arbeit ab, denn die meisten haben eine konkrete Wiedereinstellungszusage.“  

Besonders positiv: Gegenüber Januar 2025 sank die Zahl der Arbeitslosen um 2,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg im Januar auf 7,1 Prozent. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozentpunkten zum Dezember, liegt aber 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Jetzt Jugendliche und Arbeitgeber zusammenbringen

Insgesamt haben sich seit Oktober 2025 bereits 1.754 Jugendliche mit der Berufsberatung in Verbindung gesetzt. Auf der anderen Seite wurden der Arbeitsagentur 1.911 freie Berufsausbildungsstellen gemeldet. 

„Viele junge Menschen haben sich bereits bei unserer Berufsberatung gemeldet, andere sind noch auf der Suche nach dem passenden Weg. Es lohnt sich, jetzt miteinander ins Gespräch zu kommen. Betriebe, die Ausbildungsplätze anbieten oder darüber nachdenken, auszubilden, sollten diese Chancen nutzen und sich bei unserem Arbeitgeber-Service melden. Gemeinsam können wir Jugendlichen Perspektiven eröffnen und gleichzeitig den Fachkräftenachwuchs für die Region sichern“, betont Ringenaldus. Auch junge Menschen, die noch gar nicht wissen, wohin der berufliche Weg sie führen kann, sollten sich unbedingt bei der Berufsberatung melden und die vielfältigen Angebote zur Berufsorientierung nutzen.

Stellenmarkt startet verhalten ins neue Jahr

Auch der Stellenmarkt zeigt zum Jahresbeginn die übliche Zurückhaltung. Gegenüber Dezember ging die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen um 25,6 Prozent zurück – ein saisonbedingter Effekt. Seit Jahresbeginn wurden 16,4 Prozent weniger neue Stellen gemeldet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt sind derzeit 2.387 freie Stellen im Bestand.


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